Erstmal ein bisschen zur Geschichte des deutschen Personalausweises:
1916 (Deutsches Reich): Einführung des ersten modernen Ausweises, der später durch Kriege und Krisen an Bedeutung gewann.
1938 (Nationalsozialismus): Mit den Kennkarten wurde auch die Ausweispflicht wird eingeführt, der Ausweis wurde nun als Überwachungsinstrument genutzt.
1951 (BDR & DDR): Nach dem Krieg gab es nun Personalausweise in Form von kleinen Papierbüchlein in entweder grau —> BDR oder blau —> DDR entwickelt
1980er/ 1990er: Abkehr vom klassischen Papier —> verschiedene Sicherheitsmerkmale wie Hologramme und Mikroschriften werden eingeführt und das Dokument maschinenlesbar gemacht.
2010 (Der Quantensprung): Der Ausweis wurde auf das handliche Scheckkartenformat verkleinert und ein Chip für die Online- Ausweisfunktion entwickelt.
2021: Auf allen neu ausgestellten Personalausweisen ist die Speicherung von zwei Fingerabdrücken auf dem Chip verpflichtend.
laufende Entwicklungen: Die Bundesregierung treibt die Modernisierung des Ausweises in digitale Wallets an, um den Behördengang noch weiter zu digitalisieren.
Ich habe heute einen Personalausweis meines Uropa aus dem Jahr 1962 mitgebracht, er ist grau, was bedeutet der Inhaber wohnt in der BRD es sind Angaben Enthalten wie:
Name, Vorname, Geburtstag, Geburtsort, Größe, Augenfarbe, Unveränderliche Kennzeichen, Unterschrift, ein Bild, Gültigkeit, Wohnort und Änderungen des Wohnort und Platz für Amtliche Vermerke.
Eine interessante Information ist für mich, dass bei den Unveränderlichen Kennzeichen vermerkt ist, dass ihm „Beide Beine unterhalb dem Knie amputiert“ wurden, auch nach Rückfragen in meiner Familie ist unklar warum bei ihm die Beine amputiert wurden.
Unvorstellbar wäre heute, dass jede Angabe handschriftlich vermerkt wurde und auch das Bild mit Metallringen befestigt wurde.
Der Ausweis wurde in Forchheim ausgestellt, was lange der Wohnort von dem Inhaber war, nach der Vertreibung aus seinem Wohnort Haidl.