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Über uns

  Das Projekt – Ziele und Struktur

Der Heimathub soll ein „Knotenpunkt“ zwischen der analogen und digitalen Heimatgeschichte am Bayerischen Untermain und über den Spessart werden. Das Projekt umfasst digital-technische und bildungsfördernde Schwerpunkte, die für eine zukunftsfähige Information, Kommunikation und Dokumentierung notwendig sind. Ebenso sind Maßnahmen integriert, die der Schaffung eines Netzwerkes und der Stärkung regionaler Identität in Zeiten des digitalen Wandels dienen.

Mit seiner digitalen „Mitmach“-Plattform ermöglicht der Heimathub eine agile, langfristige und effektive Zusammenarbeit. Während im Journal alle Bürger:innen Artikel zur Geschichte und Kultur veröffentlichen können, die redaktionell betreut werden, entwickelt sich mit dem Archiv eine neuartige partizipative und damit offene Form des „Wissensspeichers“. Dieser wird mit Inhalten von Bürger:innen gefüllt, die frei zugänglich genutzt werden können. Die Inhalte werden digital gesammelt und ebenso zur Verfügung gestellt. Notwendige Vorgaben des Urheberrechtes sowie archivrechtliche Anforderungen werden berücksichtigt. Die Nutzer:innen werden somit zu „Journalist:innen“ und „Archivar:innen“ ihrer eigenen Heimat, die Themenauswahl ist ihnen überlassen.

Damit verbunden sind digitale und analoge Beratungsmöglichkeiten und -angebote für die  Vernetzung der Akteur:innen und die Nutzung von technischem Equipment zur Darstellung digitaler Inhalte. Das Netzwerk des Heimathub bietet die notwendige digitale Anlaufstelle. Ergänzt wird dieses Angebot durch analoge Ankerpunkte in Aschaffenburg, Mömbris, Eschau (und ab November 2023 auch Gemünden), die von Mitarbeiter:innen des Heimathub geleitet werden. Hier können sich Besucher:innen über die Ziele des Projekts informieren lassen und die Entwicklung des Heimathub aktiv unterstützen. So werden lokale und regionale Synergien in kultur-historischer Hinsicht initiiert und gefördert; zur Ansprache und Informierung der breiten Öffentlichkeit werden unter anderem Aktionstage, Workshops, Vorträge, Podcasts und Filmvorführungen organisiert. Vorhandene digitale und analoge Arbeitsstrukturen von Einrichtungen und Vereinen werden ebenfalls miteinander in Beziehung gesetzt.

Der Heimathub wird so zum innovativen Verstärker für heimatbezogene Archiv-, Geschichts- und im weitesten Sinne Kulturprojekte und deren Vermittlung. Damit setzt er neue Impulse, die sowohl den vorhandenen bürgerschaftlichen Strukturen zur Verfügung stehen, aber auch durch die Vermittlung von digitalen Kompetenzen und technischen Lösungen Anschlussfähigkeit für neue „Bürger:innen-Startups“ und ehrenamtliche Aktivitäten bereitstellen.

Mit seinen Zielen und Vorhaben fördert der Heimathub die regionale Identität genauso, wie die Vernetzung, Darstellung und digitale Transformation regionaler Kultur. Es entstehen neue Formen der regional-digitalen Kooperation und Sammlung sowie der partizipativen Zugänglichmachung von Heimat-Wissen, historischem Wissen und faktenbasierten Quellen.

 

Förderung

Das Projekt wird mit 267.000 Euro durch den Freistaat Bayern gefördert. Der Förderbescheid ist am 20. Mai in Nürnberg durch Staatsminister Albert Füracker überreicht worden. Die Bewilligung ist im Rahmen der Richtlinie „Heimat Digital Regional – Förderung von Heimatprojekten mit Schwerpunkt Digitalisierung insbesondere zur Stärkung regionaler Identität in Bayern“ seitens der Regierung von Unterfranken erfolgt. Der Antrag war im November 2021 beim Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat eingereicht worden. Das Projekt endet am 30. Juni 2024.

 

Kooperationspartner

Das Kooperationsprojekt umfasst neben der Stadt Aschaffenburg ein umfangreiches Partnergremium am Bayerischen Untermain: Landkreis Aschaffenburg, Landkreis Miltenberg, Bezirk Unterfranken, Spessartbund e.V., Archäologisches Spessartprojekt, Kulturlandschaft Kahlgrund e.V., Burglandschaft e.V. Die Koordination und Leitung des Projekts übernimmt das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg.

Durch die Einbeziehung verschiedener Akteur:innen aus Kommunen, Landkreisen und dem Bezirk Unterfranken, aber auch aus Wissenschaft und regionaler Forschung, ist das Projekt Ausgangspunkt und Inkubator langfristiger und dauerhafter Kooperationen. Diese sollen im Rahmen des Projekts durch überregionale Netzwerke weitergetragen und weiterentwickelt werden.

 

Räumlicher Wirkungskreis

Der räumliche Wirkungskreis des Projektes umfasst zum Start die beiden Landkreise Miltenberg und Aschaffenburg sowie die Stadt Aschaffenburg, mithin also die Region des Bayerischen Untermains. Diese verfügt aufgrund landesgeschichtlicher Verflechtungen als nordwestlichster Teil des Freistaats über eine dialektal, kulturell und historisch erkennbare eigene Identität in Bayern. Im Randbereich liegen der Kreis Main-Spessart auf bayerischer Seite und die Landkreise Main-Kinzig in Hessen und Main-Tauber in Baden-Württemberg.

Zum November 2023 wurden Partnerschaft und Gebietskulisse des Heimathub um den Landkreis Main-Spessart erweitert. Auf Anregung des Historikers und Kreisheimatpflegers Dr. Theodor Ruf sprachen sich Landrätin Sabine Sitter sowie der Kreistag schon kurz nach Projektstart für eine baldige Kooperation aus, welche jetzt umgesetzt wurde.