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Weltkrieg-1-Denkmal Friedhof Aschaffenburg-Leider – Wagner Joseph (1892–1915)

Wagner Joseph Alkuin (14.1.1892–25.9.1915) – 14. Kompanie/. IV. b. Res. Pionier-Bataillon)

Josef Alkuin[1] Wagner wurde am 14. Januar 1892 um 4 Uhr vormittags als 8. Kind des Landwirts Johann Wagner und seiner Ehefrau Maria Wagner, geb. Müßig, in Aschaffenburg geboren. Einen Tag später wurde Josef getauft. Josef Christ, so ist aus dem Taufregister[2] zu erfahren, war der ledige Taufpate und stammte ebenfalls aus Leider.

Abb. 2 – Wagner Joseph – Eintrag in das Taufregister 1892, Blatt 209, Eintrag Nr. 4 der Muttergottespfarrkirche Aschaffenburg

Ihren Wohnsitz hatte die Familie Johann Wagner in Aschaffenburg-Leider, Hausnr. 34. Nach der Umnummerierung der Anwesen im Jahre 1937 wurde daraus die Anschrift Ruhlandstraße 72.[3] 1928 erwarb Johann Fischer das Anwesen durch Kauf. Heute befindet sich hier der Firmensitz der Johann Fischer Präzisionswerk GmbH & Co. KG.

Abb. 3 – Joseph Alkuin Wagner (vorne rechts sitzend) um 1905 – Quelle: Kaup, W. u. a.: Leben in Leider. Bd. 10. Bildband. A. a. O., S. 59 [4]

Wo und wann Joseph Wagner seine Ausbildung zum Schreiner absolvierte, ist nicht belegt. Ausbildungszeit und Gesellenzeit sind – nach den damals geltenden Bestimmungen – zwischen 1906 und 1912 anzunehmen. Ab 1912 war Joseph Wagner wehrdienstpflichtig.[5] Bei welcher Einheit und wann genau Wagner diese Wehrpflicht erfüllt hat, ist ebenfalls nicht belegt.

Als im Herbst 1914 angesichts der hohen Verlustzahlen des deutschen Heeres der Bedarf an weiteren Soldaten für den Einsatz an den Fronten enorm anstieg, schlug auch für Joseph Wagner die Stunde der Einberufung. Am 25.11.1914 rückte Wagner in Pirmasens beim I. Rekrutendepot des Ersatz-Bataillons im bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 08 ein.[6] 106 weitere Reservisten aus Unterfranken wurden am gleichen Tag zum Wehrdienst dorthin eingezogen.[7]

Abb. 4 – Übersicht Wehrpflicht Deutsches Reich ab 1905 – nach: Hein, M.: Das kleine Buch vom Deutschen Heere. S. 66 ff. – © Grasmann, Peter (2021)

Aufbau und Mannschaftsstärken von Infanterie- und Infanterie-Reserve-Regimentern unterschieden sich bei Kriegsbeginn 1914 nur bei wenigen Regimentern.[8] Bei der Mobilmachung wurden 113 Reserve-Infanterie-Regimenter aufgestellt, deren Verteilung auf die Armeekorps im Mobilmachungsplan genau festgelegt war. Die Reserve-Regimenter wurden nicht fortlaufend nummeriert. Sie erhielten die gleichen Nummern, wie die entsprechenden aktiven Infanterie-Regimenter. Zwischen den aktiven und den Reserve-Regimentern bestand – außer der Nummer – oftmals gar kein Zusammenhang. Die Aufstellung der Reserve-Regimenter richtete sich ausschließlich nach örtlichen Gegebenheiten. Dies war auch der Fall beim 8. b. Inf.Reg. und dem 8. b. Res.Inf.Reg. So war für das 8. b. Inf.Reg. als Standort die Festung Metz bestimmt, während das 8. b. Res.Inf.Reg. sich auf 4 verschiedene Standorte in Süddeutschland verteilte.[9]

Abb. 5 – Schematischer Aufbau eines Infanterie-Reserve-Regiments im deutschen Heer – Stand August 1914 – Nach H. Cron: Die Geschichte des deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918. S. 116 f. u. 298 f. – © Grasmann, Peter, 2026

Abb. 6 – Das 8. K. b. Reserve-Infanterie-Regiment – Friedensgliederung August 1914 – Nach: Cron, H.: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918. Berlin 1937 und Histories of two hundred and fifty-one divisions of the German Army which participated in the war 1914–1918. S.101

Laut seiner beim 8. b. Res.Inf.Reg. geführten Kriegsstammrollen war Joseph Wagner  zum Zeitpunkt der Mobilmachung als Infanterist der Reserve beim Ersatzreserve-Bezirkskommando Aschaffenburg erfasst. Jetzt war jedoch Frankfurt am Main als Wohnort für Wagner aufgeführt.[10]

Abb. 7 – Wagner, Joseph – Dienstliche Daten aus seiner Kriegsstammrolle beim I. Rekrutendepot des 8. b. Infanterie-Reserve-Regiments [11]

Wagners Vereidigung auf Seine Majestät König Ludwig 3. folgte am 15.12.1915. Innerhalb der nächsten 2 Monate erhielt Wagner im Rekrutendepot neben der Auffrischung seiner während der Wehrpflicht erworbenen militärischen Kenntnisse und Fertigkeiten auch vier Impfungen gegen Typhus und Cholera[12]. Am 8. Februar 1915 wurde Wagner zur 14. bayer. Reserve-Pionier-Kompanie[13] „ins Feld“ [14] abgeordnet. Wagners Einheit war erst wenige Tage zuvor, am 26.1.1915, durch das Ersatzbataillon des 2. bayerischen Pionierbataillons aufgestellt worden.[15]

Die Aufstellung neuer Einheiten, insbesondere sog. Divisions- oder Brigadetruppen, hatte sich aus den rasant steigenden Verlustzahlen des deutschen Heeres und die neuen Herausforderungen durch den Übergang vom Bewegungs- zum Stellungskrieg zur Jahreswende 1914/15 als dringend erforderlich herausgestellt. Der Bedarf an felddienstfähigem Personal betrug zu diesem Zeitpunkt monatlich etwa 240 000 Mann, der aus den Gruppen der Wiedergenesenen, Zurückgestellten und den aktuellen Wehrpflichtjahrgängen gedeckt werden sollte. „Da indessen die wachsende Ausdehnung der Kampffronten und Kriegsschauplätze das Bedürfnis nach Vermehrung der operativ verwendungsfähigen Verbände fortbestehen ließ, mußten andere Wege eingeschlagen werden […]. So ging man seit Frühjahr 1915 dazu über, beim Feldheere neue Divisionen und vereinzelt selbständige gemischte Brigaden vorwiegend aus Abgaben bestehender Feldverbände zu bilden, die dafür zum Teil als Ausgleich eine Verstärkung ihres Mannschaftsbestandes erhielten. Insgesamt 22 Divisionen (einschließlich des Alpenkorps) und drei selbständige Brigaden wurden auf diese Weise im Laufe des Jahres 1915 geschaffen. Damit wurde insofern ein Schritt von grundsätzlicher Bedeutung vollzogen, als bei den Feld-Divisionen eine um etwa ein Viertel verminderte Zusammensetzung mit Infanterie-, Kavallerie- und Feldartillerie-Truppenteilen sowie eine entsprechende Änderung ihrer Ausrüstung mit Kolonnen und Trains zur Regel wurde, die einstweilen freilich noch nicht überall zur Durchführung kam. Zur Vervollständigung der neuen Verbände mußten jedoch auch zahlreiche Truppenteile, namentlich Pionier-, Verkehrs- und Sanitätsformationen, erst geschaffen werden, da bestehende Verbände wegen der erhöhten Anforderungen des Stellungskrieges derartige Formationen nicht abgeben konnten, vielmehr selbst noch des Zuwachses bedurften. Auch sonst mußten dem Feldheere, veranlaßt durch Entwicklung und Eigenart der kriegerischen Bedürfnisse, fortgesetzt noch namhafte Verstärkungen insbesondere an Artillerie-, Maschinengewehr- und Verkehrsformationen aller Art, an Sondertruppen, wie Gebirgs-, Flak- und Minenwerferformationen sowie an Etappen- und sonstigen Hilfstruppen zugeführt werden.“[16]

In obigen Ausführungen wird ausdrücklich erwähnt, dass für „Pionier-, Verkehrs- und Sanitätsformationen“ ein besonderen Bedarf an neuen zusätzlichen Einheiten bestand.

Abb. 8 – Winter 1914/15 –Typische Pionierarbeiten an der Front: Grabenverkleidung mit Strauchwerk und Ästen – Quelle: Bayerische Pioniere im Weltkriege: Leistungen und Taten Speyerer Pioniere von Kriegsbeginn bis Frühjahr 1917. München 1918. Abb. 8 [54]

Joseph Wagner war als gelernter Bau- und Möbelschreiner  geradezu prädestiniert für die typischen Pionierarbeiten an der Front in diesen Monaten des Stellungs- und Minenkrieges:

  • Stellungsbau: Gräben, Unterstände, Stollen
  • Sprengungen: Hindernisse, Brücken, Minensperren
  • Angriffsunterstützung: Draht öffnen, Hindernisse räumen, Übergänge schaffen
  • Abwehr: Minensperren, Sprengfallen, Ausbau rückwärtiger Linien

Abb. 9 – Deutsche Pioniere bei der Arbeit – Erdaushub für einen unterirdischen Stollen südlich von Arras – Quelle: https://archeologie.culture.gouv.fr/archeologie1418/de/der-minenkrieg

Eine weitere Folge der Kriegsentwicklung mit den hohen Verlustzahlen, dem Übergang vom Bewegungs- zum Stellungskrieg und der zunehmenden Industrialisierung bei der Entwicklung und Herstellung der Waffensysteme zeigte sich in der Zuordnung der Einheiten zu den übergeordneten Verbänden. Waren zu Kriegsbeginn Bataillone fest mit „ihrem“ Regiment, Regimenter eng mit „ihrer“ Brigade, diese wiederum mit „ihrer“ Division verbunden, so änderte sich dieses starre Gliederungsschema mit der Dauer des Krieges bereits ab dem Jahreswechsel 1914/15 deutlich. Am Beispiel des Gefechtsplanes von Joseph Wagners Einheit, der bayer. Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14 [17], vom Beginn seines Fronteinsatzes ab Februar 1915 bis zu seinem Tod im September 1915 zeigt sich die Vielfalt der Wechsel in der Zuordnung zu den übergeordneten Einheiten – selbst in kürzesten Zeitspannen.[18] Ausschlaggebend dafür waren meistens die aktuellen militärischen Gegebenheiten, personelle Engpässe bei hohen Verlustzahlen oder auch taktische Entscheidungen bei der OHL im Zusammenhang mit Kriegsverläufen an weiter entfernten Frontabschnitten.

Abb. 10 – Zuordnungen der b. Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14 während der Einsatzzeit von Joseph Wagner vom Februar 1915 bis zum September 1915 – © Grasmann, Peter; 2026

8.2.1915–8.5.1915   Wagners erster Fronteinsatz führte ihn mit der 3. bayerischen Infanterie-Division[19] im Verbund des II. bayer. Armee-Korps Anfang Februar in die Stellungskämpfe in Flandern.

Karte 1 – Jahresanfang 1915 – Die 3.b.Inf.Div. im II. b.Armee-Korps im Ypern-Bogen am Nordflügel der Westfront – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd.7. A. a. O., Karte 3; (bearb. d. Verf.)

Die 3.b.Inf.Div. hatte mit den ihr unterstellten bayerischen 17., 18., 22. und 23. Infanterie-Regimentern im November 1914 an den verlustreichen Kämpfen in der 1. Flandernschlacht im Ypern-Bogen den Angriffen der Alliierten standgehalten. Nach der Schlacht im französischen Teil Flanderns in der zweiten Dezemberhälfte 1914 war auch dieser Frontabschnitt in den zermürbenden Stellungskrieg übergegangen. Die Truppen der 3.b.Inf.Div. sicherten dabei bis ins Frühjahr 1915 „die Frontlinie vom Ypern-Comines-Kanal bis nach Douve. In dieser Zeit blieb sie meist in der Defensive.“[20]

Karte 2 – Jahresanfang 1915 – Westfront – Die 1.b.Inf.Res.Div. im I.b.Res.Korps im Artois nordöstl. Arras – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd.7, a. a. O., Karte 3; (bearb. d. Verf.)

Mit dem Übergang in den Stellungskrieg im Dezember 1914 war der erste Versuch der Alliierten gescheitert, im nordwestlichen Frontbereich die deutschen Verteidigungslinien einzudrücken. Deshalb liefen im ersten Quartal des Jahres 1915 die alliierten Vorbereitungen für gleich zwei Großoffensiven mit derselben Zielsetzung, jetzt jedoch im Artois und in der Champagne.

Die deutsche Heeresleitung wollte dieses Vorhaben eines Durchbruchs der alliierten Truppen zu den von den Deutschen besetzten belgischen Nordseehäfen und eine Umklammerung des deutschen Nordflügels mit allen verfügbaren Kräften vereiteln. Dem Bedarf an der Westfront nach mehr Beweglichkeit der Truppenverbände und zusätzlichen Kampfeinheiten wollte man durch größere Umstrukturierung der Armeen und Armeekorps hin zu kleineren Truppenverbänden und die höhere Einsatzquote von Reserve-Einheiten gerecht werden. Eine deutliche Steigerung der eingesetzten Maschinen-Gewehr-Kompanien[21], vermehrte Zuweisungen von im Minenkampf ausgebildete Pioniereinheiten u. ä. sollten im militärtechnischen Bereich einen Ausgleich gegenüber den personell überlegenen alliierten Einheiten herbeiführen.

Karte 3 – Topographie des Kriegsschauplatzes Arras – Lorettohöhe – Lens – Quelle: Kriegsatlas. 52 Karten von allen Schauplätzen des Weltkrieges. A. a. o., S. 10

General Foch glaubte, in der 11 Kilometer langen und bis zu 188 m hohen Vimy-Hügelkette nördlich von Arras den entscheidenden Schwachpunkt der deutschen Verteidigungslinie im Artois erkannt zu haben.[22] Dieser von den Deutschen besetzte Frontvorsprung nach Westen grenzte die flandrische Tiefebene nach Süden hin ab. Gleichzeitig bildete der Höhenzug ein natürliches Bollwerk, welche das weitläufige Steinkohlebecken des Artois deckte. Sollten die Alliierten in den Besitz der Vimy-Höhen kommen, besäßen sie von dort die Kontrolle über Douai und das Artois. Gleichzeitig wären damit beste Voraussetzung für einen Umfassungsangriff mit dem Ergebnis eines Rückzugs des gesamten rechten deutschen Frontflügels geschaffen. Die Alliierten wollten den Druck auf die deutschen Linien im Artois als Vorbereitung für die größere Artois-Offensiven vom Frühjahr bis zum Herbst 1915 insbesondere durch deutliche Artillerieverstärkung erhöhen. Die Zerstörung deutscher Stollen- und Minenbauwerke versprach eine Schwächung der deutschen Verteidigungslinien. Eine Begradigung der Front auf die Linie Roclincourt – Vimy – Lens würde die für den Nachschub wichtige Straßenverbindung nach Norden wieder herstellen.

Die alliierten Bemühungen darin, den Höhenzug von Liévin–Lorettohöhe–Souchez–Vimy–Roclincourt in ihre Hand zu bringen, starteten bereits Anfang Februar. So lautete z. B. eine Meldung aus dem deutschen Hauptquartier:

„Großes Hauptquartier, 18. Februar.

Westlicher Kriegsschauplatz. Die gestern gemeldeten feindlichen Angriffsversuche dauerten mit der gleichen Erfolglosigkeit an: An der Straße Arras – Lille sind die Kämpfe um ein kleines Stück unseres Grabens, in das der Feind vorgestern eingedrungen war, noch im Gange.“ [23]

In dieser Meldung wird u. a. zum Ausdruck gebracht, dass die deutschen Verbände auf die bevorstehende Offensive der Alliierten wohl nicht ganz unvorbereitet waren. Auch in den folgenden Wochen setzten die deutschen Einheiten – trotz des sich von Woche zu Woche zunehmenden Artilleriebeschusses durch die Alliierten – den Ausbau ihrer Verteidigungsstellungen an der Frontlinie fort. „Der März 1915 brachte in der Hauptsache zwei neue, große, technische Arbeiten. Einmal sehr umfangreiche Minierarbeiten und dann den Hindernisbau vor der ganzen, etwa 2 km langen Regimentsfront, weil die Hoffnung auf eine Offensive vom Regiment endgültig aufgegeben wurde. Es gelang überraschend in einer Nacht das ganze Hindernis zu bauen und weniger Verluste zu haben, als bei einem fortdauernden, vom Feinde erkannten Hindernisbau. Die Beschaffung des Materials, der Transport in die Stellung bei jedem Wetter, die Bereitlegung in der Stellung und die gründliche Schulung der Truppe für den Bau war eine riesige Arbeit […] Anfang April waren die 9 Minenstollen, in einer Tiefe von 6—7 m, schon 20—50 m lang und gut verschalt. […] Mitte April wuchs die Stollenzahl auf 12. [..] Seit geraumer Zeit litt das Regiment viel unter mehreren feindlichen Minenwerfern, denen es nichts Ebenbürtiges entgegensetzen konnte.

Am 19. 4. abends begannen wir bei der sogenannten Flankierungsanlage den unterirdischen Kampf durch eine erfolgreiche Sprengung, dem am 24. 4. eine zweite und am 3. 5. eine dritte folgte. Jedesmal kamen wir den Franzosen zuvor. […]. Die Absicht der Franzosen, unsere Stellung im vorspringenden Teil zu sprengen, wie die folgenden Ereignisse im Mai bestätigten, war vereitelt. Von Ende April an wurden die Anzeichen für einen bevorstehenden großen Angriff immer deutlicher. In das französische Artillerie- und M.W.-Feuer kam ausgesprochenes System beim Einschießen, Beschießen der Stellung und des Rückgeländes. Steilfeuerbatterien traten auf. Flieger wurden sehr rege, bewarfen auch das Regimentsstabsquartier.

Die französische Infanterie hatte in fieberhafter Tätigkeit neue Gräben vor ihrem Drahthindernis immer näher herangeschoben und suchte durch nächtliches Feuer sich zu schützen und unsere Ausbesserung der Gräben, die untertags immer planmäßiger zerschossen wurden, zu stören“[24] berichtet der Chronist des 2. b. Res.Inf.Reg.[25] vom Frontabschnitt seiner Einheit nordöstlich von Arras[26] im März und April 1915.

Am 9. Mai 1915 starteten die Alliierten den erwarteten Großangriff auf die deutschen Stellungen zwischen St. Laurent – Roclincourt – Mt. St. Eloi – Carency – Ablain – Lorettokirche, die „Frühjahrsschlacht von Arras und La Bassée“ hatte begonnen.[27] „Um 6° vormittags schlagartig wiederum starkes Feuer insbesondere auf die Abschnitte des VII. und XIV. Armeekorps sowie des I. bayerischen Reservekorps ein, das an Heftigkeit stetig zunahm. Allmählich steigerte es sich zwischen 9° und 1030 vormittags zum Trommelfeuer. Mehrfach eingelegte kurze Feuerpausen lockten die nunmehr

 

Karte 4 – 9. Mai 1915 – Frontverlauf im Bereich der 1. und 5. b. Reserve-Division bei Arras – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. Karte 3; (bearb. d. Verf.)

 

 den feindlichen Ansturm erwartenden deutschen Verteidiger aus ihren Deckungen heraus. Von neuem einsetzendes Trommelfeuer fügte ihnen dann Verluste zu. Die Wirkung der zahlenmäßig dem Gegner erheblich unterlegenen deutschen Artillerie konnte nur gering sein. Eine schwarzgelbe Rauch- und Staubwolke hüllte die deutsche Kampfstellung ein. Die Bereitstellung des Gegners, zum Sturm erfolgte so geschickt, daß sie nirgends sicher erkannt wurde. So traf der nach zahlreichen Minensprengungen vorbrechende feindliche Angriff die deutsche Truppe und Führung bis zu einem gewissen Grade überraschend. […] Die Träger des Angriffes waren vornehmlich die Franzosen. Ihr Hauptstoß traf gegen 1100vormittags den linken Flügel des XIV. Armeekorps und das I. bayerische Reservekorps zwischen Lens und Arras. […] Während das XIV. Armeekorps somit seine Stellung mit Ausnahme der Gräben an der Loretto-Kapelle im wesentlichen behaupten konnte, wurde im Befehlsbereiche des Generals der Infanterie Ritters von Fasbender, Kommandierenden Generals des I. bayerischen Reservekorps, die 5. bayerische Reserve-Division des Generals der Infanterie Freiherrn Kreß von Kressenstein trotz entschlossener Gegenwehr aus ihrer Front südlich von Carency bis in die allgemeine Linie Cabaret rouge-Neuville-St. Vaast und südwärts zurückgedrückt. […] Die südlich anschließende 1. bayerische Reserve-Division unter Generalleutnant Göringer wurde in ihrem Abschnitte – stellenweise nach erbittertem Nahkampfe — des Angreifers Herr.“[28]

Am 12. Mai drohte trotz der intensiven deutschen Gegenwehr die Gefahr eines Frontdurchbruches. „Am 12. Mai nahmen die schweren Kämpfe ihren Fortgang. Schon im Laufe der Nacht vom 11. zum 12. Mai hatte General von Fasbender gemeldet, daß bei Neuville-St. Vaast ein feindlicher Durchbruch drohe, der die Artillerie gefährde.“ [29] Rasch herbeigeführte Ersatz- und Verstärkungsverbände – darunter auch „beschleunigt herangeführte Pionier-Kompagnien“ [30]– auf deutscher Seite konnten dies „in letzter Sekunde“ verhindern.

Zwar erreichte die von den Franzosen getragene Offensive bis zum 12. Mai mit der Einnahme der Lorettohöhe und der völligen Zerstörung der Orte Ablain-St. Nazaire, Carency und des Westteils von Souchez eines ihrer Planungsziele. Der Geländegewinn von 1,9 Kilometern Tiefe auf einer Frontbreite von 5,4 Kilometern kostete die Angreifer jedoch Verluste von 60.000 Soldaten. Auf deutscher Seite bezifferten sich die Verluste bei den Verbänden, welche die Hauptlast des Kampfes getragen hatten, für die Zeit vom 9. bis 13. Mai auf etwa 20 000 Mann.[31]

Zu den oben erwähnten „beschleunigt herangeführte Pionier-Kompagnien“ gehörte auch die Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14 mit Joseph Wagner . Dem handschriftlichen Gefechtsplanauszug in seiner Kriegsstammrolle der Kompanie ist zu entnehmen, dass er zwischen dem 8.5. und dem 12.5.1915 von der Flandernfront ins Kriegsgeschehen der „Schlacht bei La Bassée und Arras“[32] verlegt wurde.[33]

Abb. 11 – Auszug aus der Kriegsstammrolle von Joseph Wagner bei der b. Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14 – Rubrik: Mitgemachte Gefechte

Mit der Ankunft im Artois war Wagners Einheit nunmehr der 1. bayerischen Reserve-Division unterstellt. Wie schon im vorherige Frontabschnitt im Ypern-Bogen fungierte die b.Res.Pi.Komp. Nr. 14 nun auch während der Frühjahrsschlacht in der Region Arras als „Dienstleister“ für die beteiligten Infanterie-Regimenter der 1.b.Res.Div. überall dort, wo Stellungs- und Grabensysteme instandgesetzt, gesichert oder neu gebaut werden mussten. Die Aufgabenliste der Pioniere hatte einen ansehnlichen Umfang: Verstärkung der vorderen Linie[34], Anlage zusätzlicher Deckungen, Ausbau von MG‑Ständen, Neuaufbau von Drahtverhauen, Einbau von Pfählen, Spanischen Reitern[35], Minensperren im Vorfeld, Stollenarbeiten: Weiterbau von Gegenstollen,

Abb. 12 – Deutscher Schützengraben an der Westfront. Links Warnglocke und Unterstand für eine Revolverkanone, rechts Eingang Minenstollen – Quelle: Baer, C.H., Der Völkerkrieg. Bd. 10, A. a. O., S. 100a

Verbesserung der Horchposten, Vermessung und Dokumentation der unterirdischen Anlagen. Auch an Verwaltungsaufgaben herrschte kein Mangel: Aufnahme von Schadensmeldungen, Materialanforderungen, technische Berichte an übergeordnete Versorgungsstellen. Alle diese Arbeiten mussten von den Pionieren gemeinsam mit den Infanteristen des beteiligten 1., 2., 3. und 12. Reserveregiments während der fortlaufenden Angriffe der französischen Einheiten geleistet werden.

„Das I. bayerische Reservekorps[36] war zu einem Entlastungsvorstoß nicht in der Lage. Es sah seine Hauptaufgabe im Festhalten der eigenen bedrohten Frontlinie Souchez—Neuville-St. Vaast—St. Laurent. Tatsächlich erfolgten dort auch gegen 4° nachmittags aufs neue starke, aber erfolglose Angriffe der Franzosen.

Am Abend des 12. Mai befahl das Armee-Oberkommando, der Anregung der Obersten Heeresleitung zur einheitlichen Zusammenfassung der Kräfte am Brennpunkte des Kampfes Rechnung tragend, die Bildung einer „Armeegruppe Fasbender“ aus allen im Bereiche des XIV. Armeekorps und des I. bayerischen Reservekorps eingesetzten Truppen. Als vorläufige Aufgabe der Gruppe Fasbender bezeichnete der Armeebefehl: `Unbedingtes Festhalten der jetzigen Stellungen und baldmöglichste Gewinnung einer geschlossenen und auf die Dauer haltbaren Widerstandslinie zwischen Carency und Neuville-St. Vaast.´ Die erwartete Unterstützung von Carency her blieb aus, da der fast völlig umzingelte Ort nach heldenmütiger Abwehr bei einbrechender Dunkelheit in die Hand des angreifenden französischen XXXIII. Korps gefallen war.“[37]

Karte 5 – Die deutschen Stellungen zwischen Angres u. St. Laurent nach dem 12. Mai 1915 – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O.; Skizze 5; (bearb. d. Verf.)

Nach einer heftigen Auseinandersetzung zwischen der OHL (General v. Falkenhayn) und dem Oberkommando der VI. Armee (Rupprecht Kronprinz v. Bayern) über die Kampfbereitschaft der eingesetzten Verbände und die Notwendigkeit der Zuteilung von Ersatzkräften entschied sich schließlich die OHL, mit dem Austausch von Einheiten und dem Wechsel des Oberbefehls über die Armeegruppe Fasbender auf General v. Lochow die brisante Situation am Frontabschnitt zwischen Angres im Norden und St. Laurent im Süden[38] zu „entschärfen“.[39]

„General von Lochow gewann auf Grund seiner am 14. und 15. Mai durchgeführten Erkundungen folgendes Bild der Lage auf der Hauptkampffront: Nördlich der Loretto-Höhe und im Abschnitt der 1. bayerischen Reserve-Division waren die alten Gräben zwar vielfach beschädigt, aber doch größtenteils in deutscher Hand geblieben. Dazwischen hielt nördlich des Carency-Baches das XIV. Armeekorps noch Teile seiner Stellung in der „Schlammmulde“, im „Barrikadenweg“” sowie im Ostteil von Ablain. Die Einbruchstelle an der Loretto-Kapelle war noch nicht wieder vom Feinde gesäubert. Südlich des Carency-Baches standen in kaum verteidigungsfähigen Gräben, zum Teil völlig vermischt, die 58. und 115. Infanterie-Division sowie Trümmer der 5. bayerischen Reserve-Division und ein Regiment der 52. Reserve-Infanterie-Brigade. Die 16. Infanterie-Division unter Generalleutnant Fuchs war im Begriffe, den Abschnitt Souchez— Höhe 123 (zwei Kilometer südlich von Souchez) zu übernehmen. Die 15. Infanterie-Division befand sich erst mit Teilen im Armeebereich, ebenso das neu aufgestellte Minenwerfer-Bataillon 1.

Die Kampffront wurde in drei Korpsabschnitte eingeteilt:

  • das XIV. Armeekorps mit unterstellter 117. Infanterie-Division und 85. Reserve-Infanterie-Brigade auf dem rechten Flügel bis zum Carency-Bach;
  • das VIII. Armeekorps mit unterstellter 115. und zunächst noch der 58. Infanterie-Division vom Carency-Bach bis zur Straße Arras—Lens,
  • das I. bayerische Reservekorps (1. bayerische Reserve-Division und 52. Reserve-Infanterie-Brigade) von dieser Straße bis zur Scarpe.“[40]

Abb. 13 – Frühjahr 1915 – Das Schlachtfeld südlich der Lorettohöhe – Quelle: Grosser Bilderatlas des Weltkrieges. München 1916 . Bd. 2. A. a. O., S. 45 [58] – Ausschnitt

15.5.–17.5.1915   Deutsche Versuche, die Lorettohöhe vollständig zurückzugewinnen, scheitern.

22.5.1915   Deutsche Fliegeraufnahmen melden starke Artillerieaufkommen auf der Seite des Gegners westlich von Arras. Es muss mit einem französischen Angriff zwischen Arras und der Lorettohöhe gerechnet werden. Der deutsche Versuch, den von den Franzosen besetzten Südteil von Neuville-St. Vaast zurückzuerobern, scheitert.

23./24.5.1915   Schweres französisches Artilleriefeuer von der Lorettohöhe in Richtung Süden fast bis zur Scarpe: „Es war die Vorbereitung zum Angriff, den der französische Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord, General Foch, zur Gewinnung einer neuen Ausgangsstellung angeordnet hatte. Die Hauptziele waren Souchez und die umliegenden Höhen sowie Neuville-St. Vaast und der vorspringende, wegen seines Grabengewirrs als `Labyrinth´[41] bezeichnete Stellungsteil zwischen Neuville-St. Vaast und Ecurie.“[42] Die Angriffe führten zu hohen Verlusten auf beiden Seiten, die deutschen Stellungsbauwerke wurden schwer beschädigt, eine Eroberung gelang indes nicht.

Karte 6 – 16. Juni 1915 – Die Lage am Frontabschnitt zwischen Loos und Arras – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O.; Skizze 5; (bearb. d. Verf.)

25.5.–1.6.1915   Fortdauernde französische Angriffe an wechselnden Abschnitten der Front zwischen Angres und Arras. Die Eroberung der Zuckerfabrik von Souchez[43] und von Teilen des „Labyrinths“ durch die Angreifer forderte auf beiden Seiten einen hohen Blutzoll. „Um einheitliche, straffe Gefechtsleitung im `Labyrinth´ zu gewährleisten, legte General von Lochow die Verteidigung dieses unübersichtlichen Grabengewirrs in die Hand des Kommandierenden Generals des I. bayerischen Reservekorps, General Ritter von Fasbender.“[44]

3.–11.6.1915   Schwerpunkt der Schlacht im Juni bei der Armee-Gruppe Lochow – Im „Labyrinth“ kaum ein Tag ohne die erbittertsten Kämpfe. Die fast ununterbrochene Kampftätigkeit fordert den Verteidigern, denen oft nicht einmal Verpflegung und Wasser zugeführt werden konnte, alle Kraft ab. Am 4. und 5. Juni heftige Angriffe auf Neuville-St. Vaast – Durch gewaltiges Minenwerferfeuer stark gelichtete Kompagnien eines rheinischen Regiments räumen den Ostteil von Neuville-St. Vaast und besetzten einen Graben östlich des Dorfes.[45] Im gesamten Frontabschnitt waren nach den schweren Artillerieangriffen die Grabensysteme und Stellungswerke der deutschen Verteidiger in einem überwiegend desaströsen Zustand. Selbst nächtliche Reparaturversuche wurden durch gegnerische Attacken immer wieder gestört oder ganz unmöglich gemacht.

12.6.1915   Erste Anzeichen einer erneuten Großoffensive frz. Verbände

14.6.1915   Vorgehen feindlicher Erkundungstrupps auf ganzer Frontlänge – beträchtliche Zunahme des frz. Artilleriebeschusses zerstört selbst betonierte Unterstände und Befehlsstellen

16.6.1915   Bis zum Abend hatten die frz. Angreifer unter erheblichen eigenen Verlusten fast alle deutschen Stellungen eingenommen. In der folgenden Nacht gelang es den Deutschen, bis auf den Friedhof von Souchez alle besetzten Stellungen wieder zurückzuerobern.

17.6.1915   Fortdauer der wechselseitigen Angriffe, Rückeroberungen, erneuter Angriffe und abermalige Rückeroberung der vom Feind besetzten Stellungen.

Die Verluste auf allen Seiten waren außerordentlich hoch: Seit dem 9. Mai rund 100 000 gefallene, verwundete und vermisste Franzosen; bei den britischen Truppen ca. 32 000 Mann, die deutschen Verluste betrugen rund 1560 Offiziere und 71 512 Mann.[46]

18.6.–Ende Juli 1915: Im Bereiche der deutschen 6. Armee fortdauernde Versuche, die Stellungen von eingedrungenen feindlichen Kräften wieder zu „säubern“, was nicht in allen Stellungsbereichen erreicht wurde. Die Kämpfe um das Labyrinth“ dauerten noch bis 24. Juli.

24.07.1915–24.09.1915   „Stellungskämpfe im Artois“[47], so wurde dieser Zeitabschnitt im Sommer 1915 nach den Ereignissen an dem Frontabschnitt im Nordosten Frankreichs in den Gefechtskalendern der beteiligten Regimenter, Brigaden und Divisionen benannt.

Mindestens ebenso prägend für diese Epoche – und darüber hinaus – waren die Ereignisse in den Hauptquartieren der Alliierten und der Mittelmächte. Mehrere Faktoren bestimmten dort die bereits im Juni angelaufenen Planungen der jeweiligen Militärführungen:

  • die aktuellen Geschehnissen an den Kriegsschauplätzen der Ost- und Balkanfront;
  • das Scheitern der alliierten Frühjahrsoffensiven am gesamten nordwestlichen Teil der Westfront (Flandern, Champagne, Artois)
  • die hohen Verlustzahlen beider Kriegsparteien an der Westfront während der Frühjahrsoffensiven: „Die außerordentlich hohen blutigen Verluste der französischen 10. Armee sowie der gewaltige Verbrauch an Artilleriemunition hatten, zumal da auch bei den britischen Truppen ein ähnlicher Kräfteverbrauch eingetreten war, einen vorläufigen Abbruch der Angriffe erzwungen.“ [48]
  • Auch auf deutscher Seite waren nach monatelangen heftigen Kämpfen die Truppen ausgelaugt bzw. durch hohe Verluste dezimiert. Der Nachschub bei Personal und Material war zunehmend durch Mangel gekennzeichnet

Bei den Alliierten waren die Planungen vor allem darauf abgerichtet, wer welche zusätzlichen Truppenkontingente wann und an welchem Frontabschnitten für einen erneuten großen Durchbruchsversuch zur Verfügung stellen konnte.

„Als Angriffsabschnitt hatte General Joffre zunächst wieder die Gegend bei Arras ins Auge gefaßt, wo nach geglücktem Durchbruch eine starke Gefährdung der rückwärtigen Verbindungen des gesamten deutschen rechten Heeresflügels zu erhoffen war. Da indessen die bisherigen Erfahrungen eine möglichste Verbreiterung des Angriffsfeldes wünschenswert erscheinen ließen, um den Deutschen schnelles Heranziehen von stärkeren Reserven aus den Nachbarabschnitten zu erschweren, so sollten diesmal unter einheitlicher Führung der Heeresgruppe Nord die französische 10. und 2. Armee im Verein mit Teilen des britischen Expeditionsheeres vorstoßen, um nördlich und südlich von Arras durchzubrechen.“[49]

Nach diversen Misserfolgen der Franzosen während der sommerlichen Stellungsgefechte im Artois und langwierigen Verhandlungen zwischen den alliierten Kriegsparteien über Umfang, Art, Transport und Einsatzorte der gemeinsamen Militärverbände kam es im August schließlich zur Einigung: „So waren seitens der französischen obersten Führung umfangreiche Maßnahmen getroffen, um bei der nach mehrfachen Verschiebungen endgültig auf den 25.September festgesetzten großen Doppeloffensive im Artois und in der Champagne nicht nur das Höchstmaß aller eigenen Streitkräfte und -mittel einzusetzen, sondern auch eine möglichst wirksame Unterstützung durch die Verbündeten sicherzustellen. Mit Zuversicht sah man den kommenden Ereignissen entgegen.

Die Zuversicht der Alliierten beruhte auf mehreren Fakten:

  • langfristige, gemeinsame Planung der Herbstoffensive,
  • deutliche personelle Überlegenheit,
  • klare Überlegenheit in Bezug auf Artilleriewaffen und Munition.

„Den ganzen Sommer über trafen die Feindverbündeten ihre Vorbereitungen zu diesem Großangriff, der nach Joffres Worten `die Deutschen aus Frankreich verjagen´ sollte. 66 Inf.Div. und 15 Kav.-Divisionen waren für den Angriff bestimmt, außerdem standen 12 Inf.Div. und die belgische Armee zum Eingreifen bereit. 2000 schwere und 3000 leichte Geschütze mit gewaltiger Munitionsausrüstung sollten den Angriff unterstützen. Die Front der 6. Armee im Artois verlief ostwärts Armentièrs, westlich Lens, ostwärts Arras und in südwestlicher Richtung vorspringend bis in die Gegend nordwestlich von Bapaume, Das Kräfteverhältnis war etwa 2:1.“

Die deutschen OHL hatte erst spät Kenntnis über die Absicht der Alliierten erlangt. Ob angesichts der eher unsicheren Lage an der Ostfront von dort wieder Truppenteile an die Westfront zurückverlegt werden könnten? Diese Frage prägte hier vorrangig die Planungen für den Herbst 1915.

Bei den deutschen Verbänden in der Region Artois machten sich erste organisatorische Maßnahmen schon Ende Juni 1915 bemerkbar: Am Monatsende wurde die Armeegruppe „Lochow“ aufgelöst. Diese Maßnahme stand im Zusammenhang mit den größeren Wechseln von Armeeverbänden und Zuordnungen in den Kommandostrukturen. Die bayerische Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14 war davon ebenfalls betroffen: Bereits am 25.6.1915 war sie wieder der 3. b.Inf.Div. unterstellt worden. Am 13.07.1915 erfolgte die Zuordnung zur 6. preuß. Inf.Div. im Verbund des III. bzw. VI. preuß. Armee-Korps. Für August und September wurde Wagners Pionierkompanie schließlich der 12. preuß. Inf.Div. zugewiesen. Diese wiederum unterstand ebenfalls dem III. bzw. VI. preuß. Armee-Korps. Am Einsatzort in der Region um Arras änderte diese Umstrukturierung nichts.

1.8.–23.9.1915    Der Stellungskrieg war im August und September auf beiden Seiten geprägt vom Austausch einzelner Einheiten durch Reservetruppen oder Verlegung von anderen Frontabschnitten an die Westfront, vom Ausbau der Stellungen und kurzfristigen Artillerie- und Infanteriegefechten in kleinerem Umfang. Ausgewählte Ausschnitte aus den „Amtlichen Kriegsdepeschen“ verdeutlichen die „Nadelstichtaktik“ beider Kriegsparteien:

„Großes Hauptquartier, 19. August. Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Angrès und Souchez führte der Gegner gestern während des ganzen Tages durch Artilleriefeuer vorbereiteten Angriff durch. Er drang stellenweise in unsere vordersten Gräben ein und hält in der Mitte des Angriffsabschnittes einen Teil noch besetzt, ist auf der übrigen Front aber bereits geworfen.“[50]

Großes Hauptquartier, 21. August. Westlicher Kriegsschauplatz. keine besonderen Vorkommnisse.“[51]

„Großes Hauptquartier, 22. August. Westlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert.“[52]

„Großes Hauptquartier, 29. August. Westlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse.[53]

„Großes Hauptquartier, 30. August. Westlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse.“[54]

„Großes Hauptquartier, 3. September. Westlicher Kriegsschauplatz.

Bei Souchez wurde ein französischer Handgranatenangriff abgewiesen.[55]

„Großes Hauptquartier, 7. September. Westlicher Kriegsschauplatz

Nördlich von Souchez wurde ein schwacher Handgranatenangriff abgewiesen…“[56]

„Großes Hauptquartier, 10. September. Westlicher Kriegsschauplatz. 

Nördlich von Souchez wurde ein französischer Graben genommen und eingeebnet. Die Besatzung fiel bis auf einige Gefangene im Bajonettkampf.[57]

Ab September verzeichneten die Meldungen aus dem deutschen Hauptquartier für den gesamten nordwestlichen Frontabschnitt zunehmende Gefechtsaktivitäten seitens der Alliierten. Diese Attacken waren erste Vorboten dessen, was Briten und Franzosen im Laufe des Sommers geplant hatten für den Herbst 1915. Trotz der eigenen enormen Verluste bei den Frühjahrschlachten in Flandern, im Artois und in der Champagne „glaubte die französische und englische oberste Führung auch weiterhin an die Möglichkeit des Gelingens eines Durchbruchs durch die deutsche Westfront; sie war sich indessen bewußt, daß angesichts des Ausbaues des deutschen Stellungssystems sowie der nach ihrer Ansicht vorhandenen Überlegenheit an Maschinengewehren und namentlich an schwerer Artillerie ein neuer Durchbruchsversuch nur nach sorgfältigster Vorbereitung und unter Einsatz erheblich größerer Angriffskräfte und -mittel sowie vor allem auf breiterer Grundlage Erfolg versprechen würde.“[58]

Karte 7 – Die Lage bei der b. Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14 am 25.9.1915 abends – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 9. A. a. O., Karte 4, (Ausschnitt, bearb. d. Verf.)

Dass die Stellungskämpfe im Artois lediglich eine Atempause im Kriegsgeschehen dargestellt hatten, sollte die Einheiten der beteiligten Kriegsparteien ab September 1915 in der Herbstschlacht von La Bassée und Arras mit aller Wucht und Grausamkeit zu spüren bekommen.

„Jedem, der sie mitgemacht, werde sie unvergeßlich sein, jene Tage, als zum zweitenmal im Jahre die Franzosen den Versuch machten, sich in den Besitz der schon im Frühjahr heiß umstrittenen Höhen von Vimy und Farbus[59] zu setzen […]. Häufiger als bisher und nicht mehr einzeln sondern in Geschwadern wagten sich die feindlichen Flieger hinter die Front. Wir konnten Zeugen sein von Immelmanns[60] ersten Erfolgen. Das feindliche Artilleriefeuer wurde lebhafter, die Zahl der schweren Kaliber nahm zu.

Die Reserve-Pionierkompanie 14 war im Verbande eines preußischen Korps hauptsächlich im Minenkrieg tätig. Es war noch kein regelrechter Minenkrieg, wie er sich später gerade an dieser Stelle der Front so lebhaft entwickelte. Man war noch in den Anfängen des Ausbaues eines unterirdischen Sicherungssystems.

Am 20. Sept. steigerte sich das feindliche Artilleriefeuer zu Trommelfeuer. Vom Morgen bis zum Abend rollte es gleichmäßig und ununterbrochen. Der ganze Höhenzug war in weißen Rauch gehüllt, aus dem wie Bäume die schwarzen rauch- und Erdfontänen der schwersten Kaliber emporwuchsen. 6 bis 7 m unter dem Boden arbeiteten die Pioniere in den engen Minenstollen, in deren Eingänge sich die Schutz suchenden Infanteristen drängten.

Wer bei der Ablösung am späten Abend aus den zerschossenen Stellungen und Annäherungsgräben durch das auch mit dem Schwinden des Tageslichts nur wenig abflauende Artilleriefeuer zurückeilend den Fuß der Farbushöhe erreicht hatte, schätzte sich glücklich dem Leben wieder gegeben zu sein.

Zwei Tage lang war das Glück der Kompanie günstig; die tiefen Stollen boten Schutz, wenn nicht gerade ein 28 cm-Kaliber unmittelbar auf die Decke traf; die Gefahr des Verschüttetwerdens durch Zerstörung des Einganges mußte in Kauf genommen werden.“[61]

Abb. 14 – Herbst 1915 vor Arras – Pioniere in ihrem Stollen – Quelle: Bayerische Pioniere im Weltkriege. A. a. O., Abb. 55

 25.09.1915–13.10.1915   Herbstschlacht bei La Bassée und Arras

Nach vier Tagen intensiven Artilleriebeschusses starteten die Alliierten am 25. September 1915 die Herbstschlacht bei La Bassée und Arras. Diese war Teil der alliierten Doppeloffensive im Artois und der Champagne mit dem Ziel, die deutsche Frontlinien noch vor Wintereinbruch zu durchbrechen und dadurch eine Entlastung der russischen Alliierten an der Ostfront herbeizuführen.

Der Ersatz-Reservist Georg Probst[62] aus Tauberbockenfeld im Landkreis Rothenburg ob der Tauber, wie Joseph Wagner  Soldat in der b.Res.Pi.Komp. Nr. 14, berichtete später über den ersten Tag der alliierten Großoffensive:

Ringsum eingeschlossen.

Als wir am Abend des 24. September 1915 in Stellung (Abschnitt des schlesischen 23. Inf.-Regt. zwischen Neuville St. Vaast und Ecurie)[63] kamen, hatten die Franzosen auf einer Breite von etwa 60 m ihren Drahtverhau entfernt. Das seit drei Tagen teils mit ganz schweren Geschützen und Minenwerfern durchgeführte Trommelfeuer auf unsere Stellung erreichte am Samstag den 25. September 1915 gegen 3 Uhr nachmittags eine ungeahnte Heftigkeit. Den ganzen Tag standen wir Pioniere mit den

 Karte 8 – 25. September 1915 – Die Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14 an der Front zwischen Ecurie und Neuville im Rahmen der Herbstschlacht von Arras und La Bassée – Quelle: Das Bayernbuch vom Weltkriege 1914–1918. Bd. 2. Bearb. v. Konrad Krafft von Dellmensingen u. Friedrichfranz Feeser. Stuttgart 1930. S. 214 [239]; Karte bearb. d. Verf.

wenigen Infanteristen, die das schreckliche Trommelfeuer überlebt hatten, auf Posten; wir Pioniere die Handgranaten neben uns bereitgestellt; jeden Augenblick auf den Angriff gefaßt. Endlich gegen 3/4 4 Uhr nachmittags hörte die Beschießung unserer Gräben mit einem Schlage auf. Ein Angriff galt uns als eine Erlösung. In dem gleichen Augenblick stürmten auch die Franzosen, meist große, starke, bärtige Männer mit Tornister und Stahlhelmen in großen Massen auf unsere Gräben vor, mit Ausnahme von 200 m rechts und 30 m links von uns. Während sie links nach heftigem Kampfe die erste Stellung auf Kompaniebreite durchbrachen und gleich einen von unserer Stellung nach rückwärts Iaufenden Graben (Artillerieschutzgraben genannt) besetzten, wurden sie rechts von uns gegen 5 Uhr wieder zurückgeworfen, wobei wir ihnen durch Flankenfeuer noch ziemlich Verluste beibrachten.

Nach nochmaligem, mit noch größeren Massen angesetztem Sturme, konnten sie auch von der Grabenstrecke rechts, die bis an das Dorf Neuville reichte, Besitz ergreifen und den nach rückwärts führenden Laufgraben (Wassergraben genannt) besetzen. Dadurch war der nicht angegriffene Teil der ersten Stellung von etwa 250 m vollständig eingeschlossen, im Rücken und links von dem besetzten Artillerieschutzgraben, und dem sog. Wassergraben rechts.

Trotzdem an unsere Stellung (bei Stollen 5) eine französische Sappe bis 5 m an unsere Stellung vorgetrieben und der Angriff beiderseits mit solchen Massen angesetzt war, ließ sich direkt vor uns kein einziger Franzose sehen. Umso härtere Arbeit machte uns die Verteidigung der beiden Flanken, zu dem die ganze Besatzung nur mehr aus etwa 15 Infanteristen bestand, darunter einem Leutnant, einem Feldwebelleutnant und uns vier Pionieren.

Während wir zu zwei Pionieren mit dem Leutnant der Infanterie die linke Flanke mit Handgranaten verteidigten, waren die zwei weiteren Pioniere mit dem Feldwebelleutnant an der rechten Flanke und die Infanteristen auf Posten, teils nach vorne und teils nach hinten verteilt. Besonders hartnäckig gestaltete sich der Kampf auf unserer, der linken Flanke. Nach viermaligem Hin und Her, bei dem die Handgranaten eine wichtige Rolle spielten, gelang es uns endlich gegen 6 Uhr eine Sandsackbarrikade (kurz nach Stollen 5) zu errichten, die unter Beihilfe des Leutnants der Infanterie und zweier Infanteristen rasch gebaut war und im Laufe des Abends ziemlich erhöht und verbreitert wurde.

Während des Tages noch waren alle Versuche (Fahne aus schwarz und weißen Sandsäcken) mit rückwärts eine Verbindung herzustellen oder eine Meldung zurückzubringen, ergebnislos, da auch die Leitungen durch das Artilleriefeuer zerstört und die Leuchtraketen bei der nebligen Witterung hinten nicht sichtbar waren.

Gegen 9 Uhr belegte noch die eigene Artillerie unseren Graben mit dem schwersten Feuer, da sie ihn vom Feinde besetzt hielt.

Um 11 Uhr nachts wurde ein Teil des Laufgrabens (Ulmer Weg) und des Artillerieschutzgrabens durch unsere Infanterie und Pioniere vom Feinde gesäubert und die Verbindung nach rückwärts wieder hergestellt. Gegen 12 Uhr nachts kam dann der erlösende Befehl, die Stellung ganz lautlos unter Mitnahme aller Handgranaten und Gewehre zu und die 150 m zurückliegende Reservestellung (die dicht vor unserem Pionier-Unterstand vom Ulmer Weg abzweigte) zu besetzen, wo sie uns am darauffolgenden Tage, am Sonntag, den 26. September 1915 unbehelligt ließen.

Erst gegen 10 Uhr morgens mußten die Franzosen bemerkt haben, daß dieser Teil unbesetzt war, denn man sah sie vereinzelt übers freie Feld kommen und gleich zu schaufeln anfangen.

Leider konnten meine und auch viele andere Kameraden nicht mehr in die Reservestellung, sie waren teils verwundet, teils gefallen.

 Gefreiter Probst, 14. R.-Pi-K.,

Kgl. Zeichnungsassistent aus Rothenburg a. T.“ [64]

Der Umfang der Verluste alleine der Res.Pi.Komp. Nr. 14 in der Zeit vom 1. August bis zum 12.10.1915 betrug nach den Eintragungen in den Kriegsstammrollen[65] der Kompanie 101 Soldaten:

  • leicht verwundet: 24 Soldaten;
  • schwer verwundet: 26 Soldaten;
  • vermisst: 30 Soldaten, davon kehrten später 9 aus Gefangenschaft zurück;
  • gefallen: 21 Soldaten,

83 von ihnen waren zwischen dem 23. bis 27. September als Verluste gemeldet. Unter diesen Opfern der Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14. während der „Herbstschlacht von Arras und Le Bassée“ war am 25.9.1915 auch Joseph Wagner.

Bedenkt man, dass

  • die Kampfzone der Res.Pi.Komp. Nr. 14 in diesen Tagen, das „Labyrinth“, nur ein Geländestreifen von ca. 1,5 km Länge und ca. 1 km Breite darstellte;
  • die Res.Pi.Komp. Nr. 14 eine der kleinsten Einheiten in diesem Frontbereich darstellte,
  • die Verlustzahlen vom 1.8. bis 12.10.1915 mehr als ein Drittel der gesamten Kompaniestärke[66] ausmachte,
  • das im selben Abschnitt aktive 23. Inf.Reg. im gleichen Zeitraum ebenfalls 167 Tote und 94 Vermisste zu beklagen hatte[67] und
  • durch die frz. Offensive für die Angreifer keinerlei Geländegewinne erreicht wurden,

so zeigt sich alleine darin die ganze Sinnlosigkeit und Grausamkeit kriegerischer Akte.

Auf etwa 51.100 Tote, Verwundete, Vermisste und Gefangene insgesamt bezifferten sich die Verluste auf deutscher Seite bis zum Ende der Schlacht, auf ungefähr 110.000 bei den Alliierten.[68]

Am 21. Oktober 1915 wurde Joseph Wagner offiziell in der Deutschen Verlustliste Nr. 9512 als vermisst gemeldet.[69]

Abb. 15 – Wagner, Joseph – Vermisstenmeldung in der Deutschen Verlustliste Nr. 9512 vom 21. Oktober 1915; Bildmontage d. Verf.– Quelle: https://files.genealogy.net/verlustlisten/09512.jpeg

Dass Wagner in den amtlichen Verlustlisten als „vermißt“ gemeldet wurde, ist der Tatsache geschuldet, dass es bei den Kämpfen in der Region Arras durch die intensiven Artillerieeinsätze beider Seiten, die überdurchschnittliche Zahl von Minenstollen und die Bodenbeschaffenheit zu hohen Verlusten durch Verschüttungen kam und die Opfer nur ganz selten geborgen und/oder identifiziert werden konnten.

Der Todeszeitpunkt von Joseph Wagner wurde in der Vermisstenkartei des „Vereins vom Roten Kreuz“ in Frankfurt am Main[70] auf den 25. September 1915 datiert.

Abb. 16 – Vermisstenkartei für Wagner Joseph – Quelle: https://grandeguerre.icrc.org

Diese Zeitangabe zu Wagners Tod deckt sich mit den Schilderungen des Gefreiten Probst über die Verluste in seiner Kompanie am 25. September. Auf dem Mahnmal für die Leiderer Opfer des 1. Weltkrieges[71] ist jedoch der 27.9.1915 als Todeszeitpunkt angegeben.[72]

Abb. 17 – Weltkrieg-1-Denkmal in Aschaffenburg Leider – Eintrag für Joseph Wagner – Foto (Ausschnitt): P. Grasmann

Ohne ihre persönlichen Daten wird im linken Seitenschiff der Pfarrkirche St. Laurentius in Aschaffenburg an die Opfer des 1. Weltkrieges auf 2 Gedenktafeln[73] aus dem Jahr 1925 erinnert. Bei den Vermissten ist dort auch Joseph Wagner aufgeführt.

Abb. 18 – Gedenktafel aus dem Jahr 1925 für die Vermissten und an den Kriegsfolgen Verstorbenen in der Pfarrkirche St. Laurentius in Aschaffenburg-Leider – Foto: P. Grasmann

Anhang:

Abbildungen:

 Abb. 1 – Weltkrieg-1-Denkmal Friedhof Aschaffenburg-Leider – Foto: Peter Grasmann

 Abb. 2 – Wagner Joseph – Eintrag in das Taufregister 1892, Blatt 209, Eintrag Nr. 4 der Muttergottespfarrkirche Aschaffenburg – Quelle: Ort/Pfarrei: Aschaffenburg-Unsere Liebe Frau (Innenstadt), Signatur: 00315; Pfarrmatrikel Aschaffenburg-Unsere Liebe Frau (Innenstadt) (Taufen – Sonstiges) (inkl. Register) – 1. Januar 1876–31. Dezember 1940 –

Link: https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/wuerzburg/aschaffenburg-unsere-liebe-frau-innenstadt/00315/?pg=131

Abb. 3 – Joseph Alkuin Wagner (vorne rechts sitzend) um 1905 – Quelle: Kaup, W. u. a.: Leben in Leider. Bd. 10. Bildband. A. a. O., S. 59

Abb. 4 – Übersicht Wehrpflicht Deutsches Reich ab 1905 – nach: Hein, M.: Das kleine Buch vom Deutschen Heere. S. 66 ff. – © Grasmann, Peter (2021)

Abb. 5 – Schematischer Aufbau eines Infanterie-Reserve-Regiments im deutschen Heer – Stand August 1914 – Nach H. Cron: Die Geschichte des deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918. S. 116 f. u. 298 f. – © Grasmann, Peter, 2026

Abb. 6 – Das 8. K. b. Reserve-Infanterie-Regiment – Friedensgliederung August 1914 – Nach: Cron, H.: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918. Berlin 1937 und Histories of two hundred and fifty-one divisions of the German Army which participated in the war 1914–1918. S.101

Abb. 7 – Wagner, Joseph – Dienstliche Daten aus seiner Kriegsstammrolle beim I. Rekrutendepot des 8. b. Infanterie-Reserve-Regiments

Abb. 8 – Winter 1914/15 –Typische Pionierarbeiten an der Front: Grabenverkleidung mit Strauchwerk und Ästen. Quelle: Bayerische Pioniere im Weltkriege: Leistungen und Taten Speyerer Pioniere von Kriegsbeginn bis Frühjahr 1917. München 1918. Abb. 8 [54] – Link: http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D31800000000

Abb. 9 – Deutsche Pioniere bei der Arbeit: Erdaushub für einen unterirdischen Stollen südlich von Arras. – Linki: https://archeologie.culture.gouv.fr/archeologie1418/de/der-minenkrieg

Abb. 10 – Zuordnungen des Reserve-Pionier-Bataillons Nr. 4 während der Einsatzzeit von Joseph Wagner vom Februar 1915 bis zum September 1915 – © Grasmann, Peter; 2026

Abb. 11 – Auszug aus der Kriegsstammrolle von Joseph Wagner bei der b. Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14 – Rubrik: Mitgemachte Gefechte (Ausschnitt aus Kriegsstammrolle Res.Pi.Komp. Nr. 14) – Link: https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/1631/images/31421_BH16266-00099?usePUB=true&_phsrc=WNG1

Abb. 12 – Deutsche Schützengraben an der Westfront. Links Warnglocke und Unterstand für eine Revolverkanone, rechts Eingang Minenstollen – Quelle: Baer, C.H., Der Völkerkrieg. Bd. 10, A. a. O., S. 100a

Abb. 13 – Frühjahr 1915 – Das Schlachtfeld südlich der Lorettohöhe – Quelle: Grosser Bilderatlas des Weltkrieges. 1916 . Bd. 2. A. a. O., S. 45 [58] – Ausschnitt

Abb. 14 – Herbst 1915 vor Arras – Pioniere in ihrem Stollen – Quelle: Bayerische Pioniere im Weltkriege. A. a. O., Abb. 55

Abb. 15 – Wagner, Joseph – Vermisstenmeldung in der Deutschen Verlustliste Nr. 9512 vom 21. Oktober 1915; Bildmontage d. Verf.– Quelle: https://files.genealogy.net/verlustlisten/09512.jpeg

Abb. 16 – Vermisstenkartei für Wagner Joseph – Quelle: https://grandeguerre.icrc.org

Abb. 17 – Weltkrieg-1-Denkmal in Aschaffenburg Leider – Eintrag für Joseph Wagner – Foto (Ausschnitt): P. Grasmann

Abb. 18 – Gedenktafel aus dem Jahr 1925 für die Vermissten und an den Kriegsfolgen Verstorbenen in der Pfarrkirche St. Laurentius in Aschaffenburg-Leider– Foto: P. Grasmann

Karten:

Karte 1 – 1915–Jahresanfang – Die 3.b.Inf.Div. im II. b.Armee-Korps im Ypern-Bogen am Nordflügel der Westfront – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd.7. A. a. O., Karte 3; (bearb. d. Verf.)

Karte 2 – 1915 Jahresanfang –Westfront – Die 1.b.Inf.Res.Div. im I.b.Res.Korps im Artois nordöstl. Arras – Quelle:  Der Weltkrieg 1914–1918. Bd.7. A. a. O., Karte 3

Karte 3 – Topographie des Kriegsschauplatzes Arras – Loretto-Höhe – Lens – Quelle: Kriegsatlas. 52 Karten von allen Schauplätzen des Weltkrieges. A. a. o., S. 10

Karte 4 – 9. Mai 1915: Frontverlauf im Bereich der 1. und 5. b. Reserve-Division bei Arras – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., Karte 3; (bearb. d. Verf.)

Karte 5 – Die deutschen Stellungen zwischen Angres u. St. Laurent nach dem 12. Mai 1915 – Quelle: Der Weltkrieg 1914-1918. Bd. 8. A. a. O., Skizze 5; (bearb. d. Verf.).

Karte 6 – 16. Juni 1915 – Die Lage am Frontabschnitt zwischen Loos und Arras. – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O.; Skizze 5; (bearb. d. Verf.)

Karte 7 – Die Lage bei der b. Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14 am 25.9.1915 abends – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 9. A. a. O., Karte 4 (Ausschnitt, bearb. d. Verf.)

Karte 8 –  25. September 1915 – Die Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14 an der Front zwischen Ecurie und Neuville im Rahmen der Herbstschlacht von Arras und La Bassée – Quelle: Das Bayernbuch vom Weltkriege 1914–1918. Bd. 2. Bearb. v. Konrad Krafft von Dellmensingen u. Friedrichfranz Feeser. Stuttgart 1930. S. 214 [239]; Karte bearb. d. Verf.

Literatur:

Adressbuch für Frankfurt am Main und Umgebung. Frankfurt a. Main. 1912. Link: https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/periodika/periodical/pageview/8723397

Amtliche Kriegsdepeschen. Nach Berichten des Wolff´schen Telegr.-Bureaus. 2. Bd. 1. Februar 1915 bis 31. Juli 1915. Berlin. – Link: https://archive.org/details/amtlichekriegsde02contuoft

Amtliche Kriegsdepeschen. Nach Berichten des Wolff´schen Telegr.-Bureaus. 3. Bd. 1. August 1915 bis 31. Januar 1915. Berlin. – Link: https://archive.org/details/amtlichekriegsde03contuoft

Aschaffenburger Adreß-Buch. Adreß- und Geschäfts-Handbuch für die Kgl. bayer. Stadt Aschaffenburg einschließlich Damm und Leider. Aschaffenburg 1910. Stadt- u. Stiftsarchiv Aschaffenburg, Präsenzbibliothek

Baer, C. H. (Hrsg.): Der Völkerkrieg. Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1. Juli 1914. 10. Band. 10. Von Aug. 1915–Febr. 1916. – Link: https://archive.org/details/dervlkerkriege10baeruoft

Bayerische Pioniere im Weltkriege: Leistungen und Taten Speyerer Pioniere von Kriegsbeginn bis Frühjahr 1917. München 1918. – Link: http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D31800000000

Cron, H.: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914 – 1918. Berlin 1937.

Das Bayernbuch vom Weltkriege 1914–1918. Bd. 1. Bearb. v. Konrad Krafft von Dellmensingen u. Friedrichfranz Feeser. Stuttgart 1930

Das Bayernbuch vom Weltkriege 1914–1918. Bd. 2. Bearb. v. Konrad Krafft von Dellmensingen u. Friedrichfranz Feeser. Stuttgart 1930

Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 7. Bearbeitet im Reichsarchiv. Die Operationen des Jahres 1915 [1]. Die Ereignisse im Winter und Frühjahr. Berlin 1931 – Link: http://digi.landesbibliothek.at

Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. Bearbeitet im Reichsarchiv. Die militärischen Operationen zu Lande. Die Operationen des Jahres 1915. Die Ereignisse im Westen im Frühjahr und im Sommer, im Osten vom Frühjahr bis zum Jahresschluß. Berlin 1932. – Link: http://digi.landesbibliothek.at

 Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 41. 2. b. Res.Inf.Reg. Bayerische Armee. Hrsg. v. bayer. Kriegsarchiv. München 1926 – Link: http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz510718019

Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Auszüge aus den amtlichen Kriegstagebüchern. Bayerische Armee. Das K. b. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 8. Herausgegeben für den Anteil der bayerischen Armee vom bayerischen Kriegsarchiv. München 1929. Verlag Max Schick. Link: http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz510899552

Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Das Altenburger Regiment. 8. Thür.Inf.Reg. Nr. 153. Bd. 183. Truppenteile des ehem. preuß. Kontingents. Oldenburg i. O.-Berlin 1927- Link: http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz499909364

Geschichte des Infanterie-Regiments von Winterfeldt (2. Oberschlesisches) Nr. 23 – Im Weltkriege. Berlin 1929 – Link: http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz502151226

Grosser Bilderatlas des Weltkrieges. Bd. 2. München 1916. – Link: https://grandeguerre.icrc.org/en/File/Search/#/1/2/147/0/German/Military/Hartmann%2C%2BAdam

Histories of two hundred and fifty-one divisions of the German Army which participated in the war (1914-1918). Washington 1920. – Link: https://archive.org/details/historiesoftwohu00unit/page/n5/mode/2up

Kaup, Wilhelm; Kaup, Wolfgang; Hapke, Klaus: Leben in Leider. Portrait eines Stadtteiles. Aschaffenburger Studien im Auftrag der Stadt Aschaffenburg – Stadt- und Stiftsarchiv. II. Dokumentationen. Band 10. Aschaffenburg 1995. (Bildband)

Kaup, Wilh.; Kaup, Wolfg.; Hapke, K.: Leben in Leider. Portrait eines Stadtteils. II. Textband. Aschaffenburger Studien im Auftrag der Stadt Aschaffenburg. Stadt- und Stiftsarchiv. Band 11. Aschaffenburg 1995

 Krafft von Dellmensingen, Konrad: Der Durchbruch. Hamburg 1937-38. – Link: http://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC11039089/1/

 Kriegsatlas.52 Karten von allen Schauplätzen des Weltkrieges. Wien-Berlin 1916. – Link: http://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC15423712/1/

 

Online-Ressourcen:

WIKIPEDIA. Die freie Enzyklopädie. – Link: https://www.wikipedia.org/

MATRIKULA – Kirchenbücher (Tauf-, Trauungs- und Sterbebücher) aus Österreich, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Italien, Luxemburg, Serbien und Slowenien. – Link: https://data.matricula-online.eu/de/

GenWiki – Genealogienetz des Vereins für Computergenealogie – Link: https://wiki-de.genealogy.net/Hauptseite

Anmerkungen:

[1] Im Taufregister von 1892 (Siehe Abb. 2!) wurde beim ersten Vornamen die neuere Schreibweise „Josef“ verwendet. In den meisten weiteren amtl. Unterlagen wird die Namensform „Joseph“ verwendet. Sie wird im Folgenden beibehalten. Als zweiter Vorname ist im gleichen Dokument eindeutig der Name „Alkuin“ aufgeführt. In der Vermisstenkarte aus dem Jahr 1917 wird als zweiter Vorname jedoch „Albin“ verwendet. Alle weiteren beim Verfasser vorliegenden Dokumente führen Wagner nur mit seinem ersten Vornamen. Recherchen in den Standesamts- und Geburtenregistern der Stadt Aschaffenburg nach Joseph/Joseph Wagner  unter dem im Taufregister angeführten Geburtsdatum blieben ergebnislos. Anm. d. Verf.

[2] Siehe Abb. 2!

[3] Quelle: Übersicht über die Änderung der Straßennumerierung des Stadtteils Leider. In: Kaup, Wilhelm; Kaup, Wolfgang; Hapke, Klaus: Leben in Leider. Portrait eines Stadtteiles. Aschaffenburger Studien im Auftrag der Stadt Aschaffenburg – Stadt- und Stiftsarchiv. II. Dokumentationen. Band 11. Aschaffenburg 1995. (Textband)

[4] Erläuterungen zum Foto der Familie Johann und Maria Wagner (geb. Müßig) finden sich bei: Kaup, Wilh.; Kaup, Wolfg.; Hapke, K.: Leben in Leider. Portrait eines Stadtteils. II. Textband. Bd. 11. A. a. O., S. 53

[5] Siehe Abb. 4!

[6] Quelle: Bayer. Hauptstaatsarchiv. Kriegsarchiv. Kriegsranglisten und -stammrollen des Königreichs Bayern, 1. Weltkrieg 1914-1918 für Joseph Wagner -Infanterie-Ersatztruppenteile der Reserve-Infanterie-Regimenter- bayer- Reserve-Infanterie-Regiment No-08 (Pirmasens) Ersatz-Bataillon-08257- Kriegsstammrolle: B – Link: https://www.ancestry.de/search/collections/1631/records/5356783?tid=&pid=&queryId=486fd3b0-a106-4211-b1c7-60043d6d6349&_phsrc=FPd20&_phstart=successSource

[7] Diese Zahl beruht auf einer Auswertung der unter Anm. 6 genannten Kriegsstammrolle.

[8] Siehe Abb. 5!

[9] Siehe Abb. 6!

[10] Quelle: Kriegsranglisten und -stammrollen des Königreichs Bayern, 1. Weltkrieg 1914-1918-Pioniere-Pionier-Formationen: Reserve-Pionier-Kompanien-bayer- Reserve-Pionier-Kompanie 14-16266- Kriegsstammrolle: Bd. 1. Eintragnr. 184 [100]. Die Seitenangaben in [ ] beziehen sich auf Vorlagen im PDF-Format. Dieser Hinweis gilt auch für weitere Auszüge, Bilder etc. aus PDF-Dokumenten. Anm. d. Verf. – Link: https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/1631/images/31421_BH16266-00099?usePUB=true&_phsrc=WNG1

[11] Quelle: Bayer. Hauptstaatsarchiv. Kriegsarchiv. Kriegsranglisten und -stammrollen des Königreichs Bayern, 1. Weltkrieg 1914-1918 für Joseph Wagner -Infanterie-Ersatztruppenteile der Reserve-Infanterie-Regimenter-bayer- Reserve-Infanterie-Regiment No-08 (Pirmasens) Ersatz-Bataillon-08257- Kriegsstammrolle: B – Link: https://www.ancestry.de/search/collections/1631/records/5356783?tid=&pid=&queryId=486fd3b0-a106-4211-b1c7-60043d6d6349&_phsrc=FPd20&_phstart=successSource

[12] 3-mal Typhus: 2.12.14, 6. u. 12. 1.1915. 2-mal Cholera: 20.1. u. 6.2.15. Siehe Abb. 7! Quelle: siehe Anm. 6!

[13] Die Quellenlage ist bei Wagner sehr verwirrend: Einmal wird das Ersatz-Bataillon des 2. Pionier-Bataillons in Speyer angegeben (so in Abb. 7), dann wieder die bayer. Res.-Pionier-Kompanie Nr. 14. Letztere war nach schriftl. Mittlg. des bayer. Hauptstaaatsarchivs (Kriegsarchiv) vom 24.2.2022, AZ: BayHStA-A IV-5051.12-987/1/2 und AZ: BayHStA-A IV-5051.12-987/1/3 tatsächlich die Einheit Joseph Wagner s. Diese Mitteilungen beinhalten auch den exakten Gefechtsplan der Kompanie.

[14] D. h. an die Front. Anm. d. Verf.

[15] Quelle: Mittlg. des bayer. Hauptstaaatsarchivs (Kriegsarchiv) vom 24.2.2022. Näheres siehe Anm. 12!

[16] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 9. S. 370 ff. Siehe dazu auch ausführlich: Cron, H.: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914 – 1918. A. a. O., S. 167 ff.

[17] Abkürzung in militär. Schriftwesen: b.Res.Pi.Komp. Nr.14 oder 14.b.Res.Pi.Komp.

[18] Siehe Abb. 10! Vom Autor erstellt auf der Basis der schriftl. Mittlg. des bayer. Hauptstaaatsarchivs (Kriegsarchiv) vom 24.2.2022, AZ: BayHStA-A IV-5051.12-987/1/2 und AZ: BayHStA-A IV-5051.12-987/1/3. Darin wird auch mitgeteilt, dass die in den zwei übermittelten Listen aufgeführten Zuordnungen teilweise voneinander abweichen.

[19] 3. bayerischen Infanterie-Division – Übl. Abkürzungen: 3.b.Inf.Div.; in Kartenwerken: 3.b. – Siehe Karte 1!

[20] Histories of two hundred and fifty-one divisions of the German Army which participated in the war (1914-1918). Washington 1920. S. 81

[21] Maschinen-Gewehr-Kompanien: In militär. Publikationen meistens als MGK bezeichnet. Anm. d. Verf.

[22] Siehe Karte 3!

[23] Amtliche Kriegsdepeschen. Nach Berichten des Wolff´schen Telegr.-Bureaus. 2. Bd. A. a. O., S.420

[24] Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 41. 2. b. Res.Inf.Reg. A. a. O., S. 44 f.

[25] 2.b.Res.Inf.Reg.: Militär. Kurzform für 2. bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment. (In Karte 4 als R.2 benannt.) Dieses war Teil der 1. bayer. Reserve-Infanterie-Division (1.b.R. in Karte 4).

[26] Siehe Karte 4!

[27] Detaildarstellungen finden sich u. a. bei http://www.stahlgewitter.com/weltkrieg/1915_loretto.htm

[28] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 58 ff.

[29] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 64

[30] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 65

[31] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 66

[32] So die Bezeichnung der Kämpfe vom 9.5. bis 23.7.1915 im Gefechtskalender der bayerischen Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14. Quelle: Schreiben des bayer. Hauptstaatsarchivs (Kriegsarchiv) vom 24.3.2022.

[33] Quelle: Kriegsranglisten und -stammrollen des Königreichs Bayern, 1. Weltkrieg 1914-1918-Pioniere-Pionier-Formationen: Reserve-Pionier-Kompanien-bayer. Reserve-Pionier-Kompanie 14-16266- Kriegsstammrolle: Bd. 1. Eintragnr. 184 [100] – Link: https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/1631/images/31421_BH16266-00099?usePUB=true&_phsrc=WNG1

[34] Siehe z. B. Abb. 11! Quelle: Baer, C.H., Der Völkerkrieg. Bd. 10, A. a. O., S. 100a

[35] „Spanische Reiter, Friesische Reiter, vierkantige, 3-5 m lange Balken, durch welche 2,3 m lange Latten kreuzweise gesteckt sind; dienen zum Sperren des Eingangs in Feldwerke, Hohlwege etc.“ Quelle: http://www.zeno.org/Brockhaus-1911/A/Spanische+Reiter?hl=spanischer+reiter

[36] Zu ihm zählten die vier im Vorsatz genannten Reserve-Infanterie-Regimenter. Anm. d. Verf.

[37] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 65. Hinweis: Hervorhebung Datum durch Verf.

[38] Siehe Karte 5, oben!

[39] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 67 ff.

[40] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 70.

[41] Siehe Karte 5, Bildmitte!

[42] Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 73

[43] Siehe Karte 5 oben!

[44] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 75 f.

[45] Siehe Karte 5!

[46] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 93

[47] Bezeichnung dieses Zeitabschnitts im Gefechtsplan der bayerischen Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 14. Siehe auch Abb. 9 u. 10!

[48] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 96. Siehe auch Zahlenmaterial zum 17.06.1915!

[49] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 9. A. a. O., S. 11

[50] Amtl. Kriegsdepeschen. A. a. O., S. 836

[51] Amtl. Kriegsdepeschen. Bd. 3. A. a. O., S. 841

[52] Dto., S. 844

[53] Dto., S. 851

[54] Dto., S. 861

[55] Dto., S. 869

[56] Dto., S. 875

[57] Dto., S. 883

[58] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 8. A. a. O., S. 96

[59] Siehe beide Orte in Karte 7 oben! Anm. d. Verf.

[60] „Max Franz Immelmann (* 21. September 1890 in Dresden; † 18. Juni 1916 bei Annay, Département Pas-de-Calais, Frankreich) zählte zu den bekanntesten deutschen Jagdfliegern des Ersten Weltkrieges. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Immelmann

[61] Bayerische Pioniere im Weltkrieg. A. a. O., S. 62 f.

[62] Bayer. Hauptstaatsarchiv München. Kriegsarchiv. Kriegsranglisten und -stammrollen des Königreichs Bayern; 1. Weltkrieg 1914-1918 – Pioniere – Pionier-Formationen: Reserve-Pionier-Kompanien – bayer- Reserve-Pionier-Kompanie 14 – 16266- Kriegsstammrolle: Bd. 1. Eintrag Nr. 226 S. [118] – Link: https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/1631/images/31421_BH16266-00117?usePUB=true&_phsrc=oqD4

[63] Siehe Karte 8. Quelle: Das Bayernbuch vom Weltkriege 1914–1918. Bd. 2. A. a. O., S. 214 [239]; Karte bearb. d. Verf.

[64] Bayerische Pioniere im Weltkriege: Leistungen und Taten Speyerer Pioniere von Kriegsbeginn bis Frühjahr 1917. A. a. O., S. 65-67 [126–128].

[65] Zwischen den amtl. Verlustlisten, z. B. der Deutschen Verlustliste Nr. 9512 vom 21. Oktober 1915 als Quelle für Abb. 14, und den Einträgen in den Kriegsstammrollen der Res.Pi.Komp. Nr. 14 gibt es zum Teil widersprüchliche Angaben.

[66] Sollstärken einer Pionier-Kompanie laut Cron, H., Geschichte des deutschen Heeres 1914-1918. A. a. O., S. 170: „Der Etat einer Pionier-Kompanie stellte sich auf 6 Offiziere (Führer, 4 Leutnants, Arzt), 264 Utffz. u. Mannschaften., 22 Pferde, 4 Gerätewagen, Feldküche und je einen Lebensmittel- und Packwagen.“

[67] Dabei konnten die Verluste der 2. Komp. nicht mitgerechnet werden wg. des Verlustes der Kriegsstammrollen. Quelle: Erinnerungsbl. dt. Reg. Geschichte d. 23. Inf. Regiments von Winterfeldt. Bd.  , A. a. O., S. 306 ff.

[68] Quelle: Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Herbstschlacht_bei_La_Bass%C3%A9e_und_Arras

[69] Siehe Abb. 15!

[70] Siehe Abb. 16!

[71] Siehe Abb. 16!

[72] Der Autor geht davon aus, dass bei der Beschriftung des Friedhof-Denkmals für die einzelnen Soldaten deren Kriegsstammrollen als Datengrundlage verwendet wurden. Bei Wagner Joseph ist in der Kriegsstammrolle für das bayer- Reserve-Pionier-Kompanie 14-16266- Kriegsstammrolle: Bd. 1. Eintragnr. 184 [100] der Zusatzvermerk eingetragen: „Seit 27.9.1917 vermißt.“, die Jahreszahl ist dort handschriftlich auf 1915 korrigiert. Link: https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/1631/images/31421_BH16266-00099?usePUB=true&_phsrc=WNG1

[73] Siehe Abb. 17!

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