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Weltkrieg-1-Denkmal Friedhof Aschaffenburg-Leider  Fischer, Franz (17.7.1898–7.10.1917)

Fischer, Franz (17.7.1898–7.10.1917) – (10. Kompanie/5. b. Inf.Reg.)

Franz Fischer wurde am 17.7.1898 als 6. Kind der Eheleute Heinrich Fischer und seiner Frau Margarethe, geb. Wagenhöfer, in Leider, Bezirksamt Aschaffenburg, Bayern, geboren.[1]

Abb. 2 – Fischer, Franz – Eintrag im Taufregister der Muttergottes-Pfarrkirche Aschaffenburg am 17. Juli 1898, Blatt 313, Eintrag Nr. 62 – Fotomontage d. Verf.

 

Der Wohnsitz der Familie Fischer war Leider Hs. Nr. 25 ½.[2] Nach der Umnummerierung von 1937 wurde daraus das Anwesen Brunnengasse 1 [3]. Franz Fischer erlernte den Beruf des Schneiders. „Ausgehoben“[4] wurde Fischer 1916 an seinem Wohnsitz in Aschaffenburg. In seiner beim I. Ersatz-Bataillon des 5. bayer. Infanterie-Regiments in Bamberg angelegten Kriegsstammrolle wurde er wie folgt beschrieben: „Größe: 1.63 – Gestalt. schl.(ank) – Kinn: rund – Mund: kln (klein) – Nase: sg. (??) –Haare: bl. (blond) – Bart: ./. – besondere Kennzeichen: ./.“[5]

Abb. 3 – Fischer, Franz – Eintrag in die Kriegsstammrollen des 5 bayer. Infanterie-Regiments (Bamberg), I. Ersatz-Bataillon

 

Laut Fischers Kriegsstammrolle[6] erfolgte der Eintritt zum Militär freiwillig. Da er aber noch keine militärisches Ausbildung absolviert hatte, erfolgte am 22.11.1916 eine Einstellung als Rekrut. Zu diesem Zeitpunkt bestand jedes Infanterie-Regiment – in der Regel – aus 3 Bataillonen zu je 4 Kompanien, 1 Maschinengewehr-Kompanie (M.G.K.) und einem Ersatz-Bataillon zu 4 Kompanien und 2 Rekruten-Depots.[7]

Abb. 4 – Gliederung eines Infanterie-Regiments (Inf.Reg.) im Regelfall

 

Fischer wurde dem Rekruten-Depot 1 des I. Ersatz-Bataillons im 5. b. Infanterie-Regiment „Großherzog Ernst Ludwig von Hessen“ in Bamberg zugewiesen.[8]

Abb. 5 – Titelseite der Truppenstammrolle des 1. Ersatzbataillons im 5. b. Infanterie-Regiment (Ausschnitt)

 

Am 2.12.1916 erfolgte seine Vereidigung.[9] Nach seiner militärischen Grundausbildung wurde Fischer am 30.3.1917 zur ersten von vier Kompanien des neugebildeten bayerischen Feldrekruten-Depots Nr. 4 überstellt. Damit hatte Franz Fischer den typischen Weg der Rekruten an der Wende zwischen 1916 und 1917 beschritten. Die Gründe für die Einrichtung der Feldrekrutendepots lagen in den hohen Verlusten beim deutschen Heer vor allem durch den schon im Herbst 1914 begonnenen und immer noch andauernden Stellungskrieg und die Ausweitung der industriellen Waffen- und Munitionsproduktion. In seinem Grundlagenwerk zur Infanterie des 1. Weltkrieges stellte Jürgen Kraus zu den Rekruten- bzw. Feld-Rekrutendepots fest:

„Die Ausbildung der Ersatzmannschaften erfolgte zunächst bei den Ersatz-Bataillonen in der Heimat. Um den Ersatz vor der Einreihung in die Truppe intensiver unter kriegsmäßigen Bedingungen auszubilden, richteten die Korps nach Einsetzen des Stellungskrieges hinter der Front besondere Rekrutendepots ein. Am 21.11.1914 empfahl das KM[10] allgemein die Einrichtung derartiger Rekrutendepots und forderte am 08.12.1914 die Stellv. Generalkommandos in der Heimat auf, zu diesem Zweck jeweils 1000 Rekruten an die Korps im Felde abzusenden. `Als Voraussetzung galt eine Ausbildungszeit von vier Wochen in der Heimat. Mit Erl. vom 17.01.1915 wurde die Stärke der Rekruten-Depots auf 2000 Mann festgelegt […].Am 22.03.1916 ordnete das KM für alle Rekrutendepots die künftige Bezeichnung `Feld-Rekrutendepot´ an und bestimmte für je 1000 Mann folgendes Ausbildungspersonal: 1 Bataillons-Kommandeur, 4 Kompanieführer, 12 Leutnante, 4 Feldwebel, 4 Vizefeldwebel und 50 Unteroffiziere. Allerdings gestaltete sich die Bereitstellung des Ausbildungspersonals stets sehr schwierig, da es nicht von der Heimat überwiesen werden konnte und von den Fronttruppen nur ungern abgegeben wurde.

Die Stärken der Feld-Rekrutendepots waren weder bei den Korps noch bei den Divisionen einheitlich, sondern richteten sich nach den unterstellten Truppen. Am 28.02.1916 legte das KM als Höchstgrenze für jedes Infanterie-Regiment 450 Mann fest. Damit konnte ein Regiment immer auf den Ersatz von etwa zwei Kompanien zurückgreifen.“ [11]

Als Franz Fischer am 31.3.1917 bei „seinem“ Feldrekrutendepot[12] eintraf, befand sich dieses im nördlichen Teil der Westfront im seit 1914 umkämpften Flandern. Hier wurden in speziellen Ausbildungslagern hinter der Frontlinie die Rekruten auf den Einsatz an der Front drillmäßig vorbereitet. Exerzieren, Schießausbildung, Marschtraining und Gefechtsübungen gehörten zu den Grundelementen dieser Nachschulung. Gelegentlich wurden Rekruten zu Schanz‑ und Arbeitsdiensten[13] herangezogen, jedoch nicht regulär im Kampf eingesetzt.

Bereits seit 23.9.1916 lag das 5. b. Inf.Reg. im Verbund der 4. b. Inf.Div. nordöstlich von Armentières im Stellungskrieg gegen neuseeländische und britische Regimenter.[14] Gerade in diesem Frontabschnitt erwartete die O.H.L.[15] für Frühjahr und Sommer 1917 eine Großoffensive der Alliierten.

 Abb. 6 – Das 5. K. b. Infanterie-Regiment innerhalb der Armee des deutschen Kaiserreiches (Kriegsgliederung 1917) – nach: Cron, H.: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914 – 1918. Berlin 1937 und Der Weltkrieg 1914 bis 1918. Bearbeitet im Reichsarchiv. Die Grenzschlachten im Westen. Bd. 1. Berlin 1925 – © Grasmann, Peter, 2026

 

Der sich abzeichnende Zusammenbruch des russischen Zarenreiches, die relative „Ruhe“ an der Ostfront und der deutsche Rückzug auf die sogenannte „Siegfried-Stellung“ an der Westfront setzten bei den Deutschen etliche Divisionen frei. Deren am 1. Februar 1917 erfolgte Erklärung des uneingeschränkten U-Boot-Krieges setzte die Alliierten unter Druck, die bereits seit 1916 geplante Offensive gegen die deutsche Nordflanke möglichst bald zu starten. Damit wollten die Alliierten zum dritten Mal versuchen, die belgischen Nordseehäfen in ihren Besitz zu bringen, um so die deutschen U-Boot-Basen auszuschalten. Dadurch würde auch die Sicherheit der alliierten Versorgungsrouten in Ärmelkanal, Nordsee und Nordatlantik deutlich erhöht. Gleichzeitig konnte bei einem Erfolg des Unternehmens mit einer möglichen Umklammerung der deutschen Armeen im nördlichen Abschnitt der Westfront gerechnet werden. Grundlage dieser Planungen waren die Erkenntnisse des alliierten Führungsstabes über die großen Verluste an Mensch und Material bei den deutschen Einheiten bei den verheerenden Schlachten des Jahres 1916.

Im April (Briten) und Mai (Franzosen) 1917 versuchten die Alliierten in den Frühjahrsoffensiven bei Arras bzw. an der Aisne und in der Champagne mit einem zahlenmäßig höheren Einsatz von Truppen und Material als in der Verdun-Schlacht 1916 erneut die deutschen Linien zu durchbrechen. Das Vorhaben scheiterte unter hohen Verlusten auf beiden Seiten. In dieser Phase wurde die Nordflanke auf deutscher Seite vor allem durch die Zuführung von Artillerie deutlich verstärkt. Diese Maßnahme war Teil einer allgemeinen Umstrukturierung im deutschen Heer sowohl bei den Gruppierungen als auch der Ausrüstung: „Hand in Hand mit der Vermehrung der Divisionen ging die Vereinheitlichung ihrer Organisation, Bewaffnung und Ausrüstung, so dass in dieser Hinsicht zwischen Infanterie-, Reserve-, Landwehr- und Ersatz-Divisionen kein Unterschied mehr bestand. Aber auch für den Kampfwert gaben diese Bezeichnungen vielfach keinen Maßstab mehr ab. Die Kriegsgliederung einer Division[16], wie sie bei der großen Mehrzahl bis zum Frühjahr 1917 durchgeführt war, wies folgende Teile auf: Infanterie: Drei Regimenter zu je drei Bataillonen, jedes zu vier Infanterie-Kompanien und einer Maschinengewehr-Kompanie (mit sechs M. G. 08), außerdem bei jedem Bataillon vier leichte Minenwerfer, die meist durch Abgaben der zur Pionierwaffe gehörenden selbständigen Minenwerfer-Kompanien gewonnen waren. Die Ausstattung der Infanterie-Kompanien mit je drei leichten Maschinengewehren (M. G. 08/15) und zwei leichten Granatwerfern war in die Wege geleitet, steckte aber noch in den Anfängen. Man kam damit hinsichtlich der Maschinengewehre bei jeder Division auf einen Sollbestand von 54 schweren Maschinengewehren (eine Zahl, die an Hauptkampffronten durch Zuteilung von Maschinengewehr-Scharfschützen-Abteilungen erhöht werden konnte) und 108 leichten Maschinengewehren, blieb aber noch weit zurück hinter der Ausstattung der Gegner; denn die englische Division hatte 64 schwere und 192 leichte, die französische sogar 88 schwere und 432 leichte (fusils mitrailleurs) Maschinengewehre.“[17]

Bis zum 20. Mai 1917 war am Frontabschnitt von Franz Fischer im sog. Wytschaete-Bogen[18] der Stellungskrieg die vorherrschende Form der Kriegsführung.

21.5.–6.6.17   Verstärkung des britischen Artilleriebeschusses aus ca. 2000 Geschützen auf die Stellungen im gesamten Wytschaete-Bogen als Vorbereitung einer größeren Offensive – Zuteilung der 4. b. Inf.Div. zur 4. Armee und hier der am Südende des Wytschaete-Bogens agierenden „Gruppe Lille“:[19] „Die 4. bayerische Infanterie-Division hatte unter dem starken britischen Feuer zwar gelitten, war jedoch, wie das Armee-Oberkommando am 2. Juni nach dem Einsatz der 9. Reserve-Division urteilte, `nach Verschmälerung ihres Abschnittes den kommenden Anforderungen wieder gewachsen´“[20].

7.–14.6.17   „Infanterieschlacht in Flandern. (Neue englische Offensive) […] – Großes Hauptquartier, 7. Juni. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: Zwischen Ypern und Armentières tobt seit gestern der Artilleriekampf in unverminderter Kraft; heute früh ist nach umfangreichen Sprengungen und stärkstem Trommelfeuer mit Infanterieangriffen der Engländer die Schlacht in Flandern voll entbrannt.“[21]

 

Karte 1 – Sommer 1917 – Stellung der 4. b. Inf.Div. am Südrand des Wytschaete-Bogens – Quelle: Battle of Messines map, URL: https://nzhistory.govt.nz/media/photo/battle-messines-map, (Manatū Taonga — Ministry for Culture and Heritage), updated 1-Aug-2022 (bearb. d. Verf.)

 

Englische, australische und kanadische Mineure hatten in zweijähriger Vorbereitungsarbeit Stollen unter den deutschen Stellungen gegraben und dort Minen mit mehr als 400 Tonnen Sprengstoff vergraben.[22] Am frühen Morgen des 7.6.1917 wurden diese im Abstand von jeweils wenigen Sekunden nacheinander gezündet.

Noch am Vorabend hatte der britische Generalmajor Charles Harrington bei einem Pressetermin den Journalisten mitgeteilt: „Gentlemen, ich weiß nicht, ob wir morgen die Geschichte verändern werden, aber wir werden mit Sicherheit die Geografie verändern.“[23] Der Eindruck dieser Sprengungen, die unter der vordersten deutschen Linie von der Eisenbahn Comines–Ypern bis etwa St. Yves erfolgten, muss gewaltig gewesen sein: „Man sah 19 riesige `Rosen mit karminroten Blättern´ oder ungeheuere `Pilze´ langsam und majestätisch aus dem Boden aufsteigen. Sie brachen dumpf brüllend auseinander, gleich darauf schossen leuchtende mehrfarbige Feuersäulen und Rauch empor, dunkles Material flog durch die Feuersäulen gen Himmel.“[24]

Abb. 7 – 7.6.1917 – Schema eines britischen Sprengstollens unter den deutschen Stellungen im Wytschaete-Bogen – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 12. A. a. O., Beil. 21 (Ausschnitt)

Abb. 8 – Britischer Minenangriff auf die deutschen Stellungen im Wytschaete-Bogen am 7. Juni 1917 – Verteilung der Sprengungen auf die deutschen Divisionsabschnitte – Quelle: Der Weltkrieg 1914 bis 1918. Die militärischen Operationen zu Lande. 12. Band. Die Kriegsführung im Frühjahr 1917. Berlin 1939, A. a. O. S. 454

 

Aus britischer Sicht stellten sich die Ereignisse des 7. Juni 1917 folgendermaßen dar:

„Die Einnahme von Messines Ridge durch die Briten (7. Juni 1917). Von Juli 1916 bis Mai 1917 blieb der Sektor von Ypern vergleichsweise ruhig. Es gab nur wenige Angriffe auf beiden Seiten, aber die Gewehre donnerten Tag und Nacht. […] Im Juni 1917 unternahmen sie in der Gewissheit ihrer Kraft ihre erste grosse Anstrengung, und nach einem sorgfältig ausgearbeiteten Plan befreiten sie Ypern durch eine viermonatige Reihe von Offensiven völlig und durchbrachen den eisernen Kreis, der die Stadt zwei Jahre lang erstickt hatte. Mehrere Monate vor der Schlacht war der Angriff auf den Messines Ridge sorgfältig geplant worden, und zwar mit Hilfe eines Reliefmodells, das sich im Freien auf einer Fläche befand, die etwa der eines Tennisplatzes entsprach. Hier wurden in Relief alle Konturen und Besonderheiten des Bodens wiedergegeben. Alles, bis hin zu einem isolierten Baumstamm, wurde reproduziert.

Die britische Anstrengung nahm am 7. Juni erstmals konkrete Form an. Der von Sir Douglas Haig geplante Angriff hatte zum Ziel, die Bergrücken zwischen Wytschaete und Messines einzunehmen, die am 1. November 1914 von den Deutschen eingenommen worden waren. Sieben Tage lang schlug eine Artillerievorbereitung von unglaublicher Intensität in die Dörfer Messines und Wytschaete ein, bis diese völlig verschwunden waren.

Am 7. Juni, etwa eine Stunde vor Tagesanbruch, um 3.10 Uhr, erleuchtete ein intensives Licht den Himmel, während eine Reihe von schrecklichen Explosionen zu hören war; 19 Minen, von denen einige über ein Jahr lang gebohrt worden waren, explodierten entlang der feindlichen Stellungen.

Die Deutschen wurden völlig überrascht und gaben dem ungestümen Ansturm nach. In wenigen Minuten wurde die erste Linie entlang der gesamten angegriffenen Front vorgetragen. Dann griffen die britischen Truppen fast ohne Unterbrechung die Westhänge des Messines-Wytschaete-Rückens an und hielten gegen 6. 30 Uhr die Kämme entlang der gesamten Linie. Das Dorf Messines leistete Widerstand, wurde aber ebenso wie das Dorf Wytschaete von den Neuseeländern in einem heftigen Angriff erobert. Um die Mittagszeit begann die zweite Phase der Offensive.

Nach dem Abstieg von den Osthänge des Bergrückens nahmen die Briten eine zweite starke Position ein, dann griffen sie eine neue Linie an – vor allem in Rayon Wood –, in der sich grosse Schutzhütten aus Stahlbeton befanden, von denen jede einer Kompanie Schutz bieten konnte. Gegen 16 Uhr wurde das westlich des Kampfzentrums gelegene Dorf Oosttaverne erobert. Bei Sonnenuntergang waren die Ziele des Tages vollständig erreicht; an bestimmten Punkten überstieg der Vormarsch die Tiefe von zwei Meilen.

Dieser schöne Erfolg war der sorgfältigen Vorbereitung unter dem Befehl des Generals Herbert Plumer, der zerstörerischen Wirkung der Minen, der Gewalt und Präzision der Bombardierung, der ausgezeichneten Zusammenarbeit der Luftstreitkräfte und dem harmonischen Zusammenwirken aller Armeen zu verdanken. Die Panzer leisteten ausgezeichnete Dienste.“[25]

Abb. 9 – Sprengtrichter im belgisch-französischen Grenzgebiet mit 80 m Durchmesser – Quelle: Großer Bilderatlas des Weltkrieges. Bd. 3. S. 325

 

Der Regimentschronist des 5. b. Inf.Reg. beschreibt die Ereignisse am 7. Juni 1917 aus der Sicht der deutschen Verteidiger im Frontbereich des 5. und 9. bayerischen Infanterieregiments[26] nordöstlich von Armentiers so:

„Da nach dem Verlauf der letzten Tage mit einem unmittelbar bevorstehenden großen englischen Angriff zu rechnen war, wurde der Ploegsteertwald von unserer Artillerie in-den frühesten Morgenstunden des 7. nochmals ausgiebig mit Gasgranaten belegt, um die Bereitstellung von Angriffstruppen nach Möglichkeit zu unterbinden. Außerdem verschossen die schweren Minenwerfer 620 Gasminen auf das gleiche Ziel. Der Ploegsteertwald hatte freilich schon längst aufgehört, ein Wald zu sein, aber bei der großen Ausdehnung gewährten die zahlreichen `Zahnstocher´ immerhin noch Deckung gegen Sicht. Die Zeit dieses Gasschießens war gut gewählt; es fiel zusammen mit dem Beginn der großen englischen Offensive gegen den Wytschaete-Bogen.

Schon seit 30 früh hörte man wütendes Trommelfeuer in Richtung Messines im Abschnitt der 40. Inf. Div.

Um 40 vorm. erfolgten beim 9. Inf.Rgt. und am rechten Flügel des 5. Inf.Rgts. mehrere überraschende Sprengungen im vorderen Kampfgraben; gleichzeitig setzte auch hier das Trommelfeuer in außergewöhnlicher Stärke gegen die vordere Linie und Z-Gelände ein. Wenige Minuten später ging der Feind zum Angriff gegen 9. Inf.Rgt. und den rechten Flügel 5. Inf.Rgts. bis zum Kapitalweg vor. Unter dem Schutze des Trommelfeuers gelang es dem Feind, beim 9. Inf.Rgt. durchzustoßen. Durch Einschwenken nah Norden und Süden drückte er die Grabenbesatzungen einerseits nach Norden in den Douvegrund, anderseits gegen das 5. Inf.Rgt. umfassend zurück, während gleichzeitig dichte. Kolonnen durch die Einbruchstelle in die Tiefe des Z-Geländes gegen den Halkettgraben vorstießen. Hier entspann sich in der Folge ein erbitterter Nahkampf mit der Besatzung des Z-Geländes und den herbeigeeilten Unterstützungen, wodurch der Angriff des Feindes zunächst zum Stehen kam.

Beim 5. Inf.Rgt. war die rechte Flügelkompagnie (1. Komp.) zurückgedrückt worden. Der Feind war bis zum 2. Kampfgraben vorgedrungen und drehte diesen nach Osten um. Während sich aber Teile „der 1. Komp. noch im vorderen Kampfgraben hielten und den Graben nach Norden abriegelten, ging der Rest der Kompagnie unter Führung des Lts.d.R. Ott in südlicher Richtung hinter den Kapitalweg zurück und baute hier, unterstützt durch einige vom linken Flügel herbeigeeilte Gruppen der 3. und 4, Komp. unter Vzfw. Meinhardt eine neue Front mit Schußrichtung nach Norden auf, um dadurch. die Umfassungsbewegungen des Feindes aufzuhalten.

Lt.d.R. Eck, der Führer der 2. Komp., brachte im Sprengtrichter an: seinem rechten Flügel und in dessen Nähe drei Maschinengewehre in Stellung, mit denen er das Vorgehen der Engländer wirksam flankieren konnte.

Als nun vollends die 9. und 10./5 aus der 2. Stellung gegen 110 vorm. zum Gegenstoß ansetzte, da sah sich der Feind in der Flanke gefaßt und ging fluchtartig in seine Gräben zurück. Ein mächtiges Artilleriefeuer verhinderte indessen das weitere Nachstoßen dieser beiden Kompagnien. Sie riegelten nunmehr im Anschluß an die 1./5 das Z-Gelände vor der 2. Stellung bis zum Zollhaus mit Schußrichtung Nordwest ab. Die 12./5. wurde in die 2. Stellung vorgezogen. Durch diese Maßnahmen. gelang es, die Aufrollungsversuche beim 5. Inf.Rgt. zu vereiteln und zugleich ein Vorgehen gegen 9. Inf.Rgt. wirksam zu flankieren.“[27]

 

Karte 2 – 7. Juni 1917 – Die Lage beim 5. und 9. b. Inf.Reg. (I.R) in Flandern – Quelle: Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 59. Das 5. k. b. Infanterie-Regiment Großherzog Ernst Ludwig von Hessen. A. a. O., Anhang: Blatt 8.

 

Da nach den Sprengungen vom 7. Juni schwere Regenfälle einsetzten, konnten die Alliierten jedoch nicht wie geplant ihre Tanks als neue Waffe einsetzen. Diese versanken im Schlamm der Sprengtrichter, jegliches Vorwärtskommen wurde unmöglich. Das Ziel, den Wytschaete-Bogen zu durchstoßen, war damit gescheitert, die neue Frontlinie war lediglich begradigt. Ab jetzt trug die neue Linie den Namen „Sehnenstellung“.

Mehr als 2200 britische Artilleriegeschütze setzten die Zerstörung aller deutschen Stellungen im Wytschaete-Bogen fort. Gas- und Infanterieangriffe sorgten in den folgenden Tagen dafür, dass der gesamte Wytschaete-Bogen für die deutschen Truppen verlorenging. Insgesamt 26.000 deutsche Soldaten verloren innerhalb einer Woche Leben oder Gesundheit oder gerieten in Gefangenschaft.

16.6.–9.7.1   Nach den schweren Verlusten Rückverlegung der 4. b. Inf.Div von der Frontlinie in den Ruheraum um Oudenaarde – Zuteilung der 4. b. Inf.Div. zur 4. Armee.

10.–21.7.17   Verlegung der 4. b. Inf.Div an den Frontabschnitt zwischen Raum Frelinghien – Prémesques, ca. 8 km östlich von Armentières – Fortsetzung des Stellungskrieges gegen Einheiten des Britischen Expeditionskorps.[28]

22.7.–17.9.17   Sommerschlacht in Flandern

„Gasschießen“, Artillerieangriffe und Stoßtruppunternehmen von beiden Kriegsparteien kennzeichneten die Sommerwochen des Regiments im Verbund der 4. b. Inf.Div. an der flandrischen Front. Nahezu täglich gab es Tote und Verwundete. Franz Fischer konnte in den Wochen vom 24.6. bis 7.7.17 und 4. bis 24.9.17 zwei Lichtsignalkurse bei der Fernsprechabteilung Nr. 4 absolvieren, die zu den Divisionstruppen der 4. b. Inf.Div. zählte. Zwischen beiden Lehrgängen war Fischer zur 10. Kompanie des 5. b. Infanterie-Regiments versetzt worden, die ebenfalls Bestandteil der 4.b. Inf.Div. war und an der flandrischen Front im Feld stand.

 

Karte 3 – Stellungsraum der 4. b. Inf.Div. am 30. Juli 1917 – Quelle: Erinnerungsblätter dt. Regimenter. Feldartillerie-Regiment. Nr. 91. A. a. O., Reliefkarte (bearb. d. Verf.)

 

Durch die erfolgreiche Begradigung der Hauptkampflinie[29] sah sich die alliierte Führung veranlasst, die Offensive gegen die deutschen Linien im Abschnitt der 4. Armee fortzusetzen bzw. noch zu verstärken. Wie von der deutschen OHL erwartet, begann am 26. September die Herbstschlacht um Flandern.

 

Karte 4 – Einsatzorte der 4. b. Infanterie-Division von Juli bis Oktober 1917 und Frontveränderungen in Flandern – Quelle: Erinnerungsblätter dt. Regimenter. Bd. 59. 5. K. b. Infanterie-Regiment. A. a. O. Karte 13, (bearb. d. Verf.)

 

25.9.17   Verlegung der 4. b. Inf.Div. als Eingreif-Division der deutschen 4. Armee östlich der Linie Westroosebeke-Passchendaele[30] – 3 1/3 deutsche Stellungs-Divisionen und 4 Eingreif-Divisionen standen 7 britischen Divisionen im Kampfabschnitt Ypern/Wytschaete einander gegenüber[31]

26.9.17   Ab 545 morgens Vorbereitung des britischen Angriffs durch artilleristisches Trommelfeuer insbesondere auch auf die Flächen zwischen den deutschen Stellungs-Divisionen und den Eingreif-Divisionen – Vorrücken britischer Einheiten um ca. 1 Kilometer Tiefe

„Auf Grund dieses Angriffsbefehls[32] verschoben sich I. und. II./5.[33] – dieses voraus mit seinem Führer an der Spitze vom Pottegemsgut am Feldbahngleis entlang in die Ausgangslage nördlich Passchendaele und entfalteten sich hier zum Angriff beiderseits des Sträßchens Passchendaele—Mosselmarkt.

Um 212 wurde angetreten: II./5 in geöffneten Kompagniekolonnen bis in Höhe des B.T.K. [34], wo Schützen entwickelt wurden, I./5 von Anfang an in breiter Schützenlinie[35] mit drei Kompagnien vorn. Schweres Artilleriefeuer lag auf Passchendaele und den Anmarschstraßen, im Zwischengelände dagegen nur mäßiges Streufeuer. Gegen 30 erreichten die Bataillone die Höhe beim K.T.K. 100, die bereits geräumt war. Auf ihrem Osthang lag starkes Sperrfeuer. Doch wurde auch diese Feuerzone im raschen Lauf und ohne wesentliche Verluste durcheilt. Nah Überschreiten des Höhenrückens beim K.T.K. 100 erhielten die Kompagnien vorderer Linie M.G.-Feuer vom Höhenrücken jenseits des Paddebaches und von halbrechts, von Höhe 32.

Sprungweise mit kurzen Atempausen arbeiteten sich die Kompagnien unaufhaltsam vorwärts. Vor ihnen gingen schwache feindliche Kräfte, die unter dem Schutze des Sperrfeuers bereits die Höhe beim F.T.K. heraufgekommen waren, kampflos zurück. Bei Annäherung an den Ostrand des Paddegrundes wurden starke feindliche Schützenlinien, gefolgt von geschlossenen Abteilungen, erkannt, wie sie vom jenseitigen Hang in den Paddegrund hinabstiegen. Es war ein besonders günstiger Zufall, daß die Bataillone gerade in diesem Augenblich den Höhenrand des Paddegrundes, der hier etwa 500 m breit war, erreicht hatten. Wer hätte in solchem Moment den Tatendrang der Truppe zügeln können, um den Feind erst vollends in den Grund herunterzulassen und ihn dann um so sicherer zu vernichten? Ein verheerendes Infanterie- und M.G.-Feuer prasselte im nächsten Augenblick auf den überraschten Feind nieder, der hierauf teils hinter den Höhenrand jenseits des Grundes zurückflutete, teils in den nächsten Granatlöchern Deckung suchte.

In der Folge entwickelte sich nun ein mehrstündiges Feuergefecht, in dessen Verlauf die Kompagnien 2. Linie eingesetzt wurden. Besonders mißlich war, daß der Anschluß zur Nachbardivision rechts nicht erreicht worden. war. Da von der Höhe 32 her feindliche Schützen im Vorgehen erkannt wurden, wurde die 5. Komp. mit ihren Maschinengewehren am rechten. Flügel eingesetzt. Durch ihr flankierendes Feuer wurde das Vorgehen des Feindes zum Stehen gebracht. Zur Bestreichung der Lücke zur Nachbardivision wurde der letzte M.G.-Zug gestaffelt eingesetzt mit dem Auftrag, Umfassungsversuche des Feindes oder ein Vorgehen in der Lücke zu verhindern.

Nachdem sich der Feind von seiner ersten Überraschung erholt hatte, brachte er zahlreiche Maschinengewehre am jenseitigen Höhenrand in breiter Ausdehnung in Stellung. Von 59 bis 80 richtete die feindliche Artillerie auf die ganze Linie und auf die Höhe des K.T.K., wo der Feind offenbar Reserven vermutete, ein mächtiges Vernichtungsfeuer. Durch dieses Artilleriefeuer entstanden große Verluste: Es fielen der wackere Führer des 1./5, Hptm. d. R. Schlier, Bez. Amts-Assessor in Berchtesgaden, durch einen Granatsplitter ins Herz getroffen, und 16 Unteroffiziere und Mannschaften; es wurden verwundet 6 Offiziere und 121 Mann, vermißt wurden seitdem 13 Mann, die anscheinend unbemerkt in Granatlöchern fielen oder verschüttet wurden.

Da nach Lage der Verhältnisse ohne vorgängige Artillerievorbereitung an eine Fortsetzung des Angriffs über den sumpfigen Paddegrund hinüber vorerst nicht gedacht werden konnte, so gruben sich die Kompagnien ein, um wenigstens gegen Splitterwirkung gedeckt zu sein. Dadurch kam der Angriff zum Stehen, doch bleibt es das Verdienst der beiden Bataillone 5. Inf. Rgts., den englischen Angriff gegen die Höhe des K.T.K. im Keime erstickt zu haben.

Das Artilleriefeuer dauerte mit Unterbrechungen die ganze Nacht hindurch. .Es steigerte sich in der Frühe des 27. zwischen 50 und 80 zum Trommelfeuer, das einen neuen Angriff vermuten ließ. Um 630 abds. setzte wiederum ein mächtiges Trommelfeuer auf der ganzen Front ein. Um 70 setzte der Feind zum Angriff an, doch brach der Angriff in unserem Infanterie- und Sperrfeuer vollständig zusammen. Vor dem linken Flügel kam der Angriff gar nicht erst zur Entwicklung. Nach diesem Mißerfolg flaute das feindliche Feuer am 28. merklich ab.“[36]

 

Karte 5 – Gefechtsbereich des 5. b. Inf.Reg. während der letzten Septemberwoche 1917 – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 13. A. a. O., Beilage 6, (bearb. d. Verf.)

 

27.9.–3.10.17   Weiteres Vordringen der Alliierten in Richtung Osten – 38.500 Mann Verluste auf deutscher Seite im Zeitraum zwischen dem 11. und dem 30. September an der Hauptkampffront[37] führten zur Verlegung von Teilen der Eingreiftruppen an die Stellungslinie.

4.10.17   „Nach einer Zeitspanne guten Wetters hatte am 3. Oktober abends Sturm und Regen eingesetzt. Am 4. Oktober um 530 vormittags begann das Vorbereitungsfeuer der Gruppe Ypern für das Unternehmen bei Zonnebeke. Das für den Angriff bestimmte Regiment war in die Sturmausgangsstellung vorgezogen worden. Da brach etwa um 6° morgens, kurz vor seinem Antreten zum Sturm, gewaltiges Trommelfeuer gegen die Front von nördlich von Langemarck bis zum Kanal bei Hollebeke los; es machte den deutschen Angriff zunichte. Nach etwa einstündiger Dauer trat die britische Infanterie, an vielen Stellen von Kampfwagen begleitet, zum Sturm an gegen die gesamte Front der Gruppe Ypern und den nördlichen Teil der Gruppe Wytschaete bis in Gegend von Kl. Zillebeke. Auf der ganzen Strecke zwischen der Bahn Staden–Boesinghe und der Straße Menin–Ypern drang sie in die Kampfzone ein und gelangte über Poelkappelle, Broodseinde, Reutel und Polderhoek hinaus. Im Laufe des Nachmittags kam es zu hin- und herwogenden Kämpfen, in denen Poelkappelle bis zur Kirche zurückgewonnen wurde, nach wiederholten Gegenstößen schließlich auch der größte Teil von Reutel sowie Schloß Polderhoek. Südlich der Straße Menin–Ypern, wo die Fortschritte der Briten nur gering gewesen waren, wurde die alte vordere Linie zurückerobert. Die erbitterten Kämpfe dauerten bis etwa 10° abends an. Dann flaute das überaus starke feindliche Artilleriefeuer ab, das tagsüber ununterbrochen auf den deutschen Stellungen gelegen hatte, während Sturm, Regen und tiefliegende Wolkendecke die beiderseitige Fliegertätigkeit eingeschränkt hatten. Als Schlußergebnis blieb den Engländern ein Einbruch von annähernd zehn Kilometern Breite, der zwischen Poelkappelle und dem rechten Flügel der Gruppe Wytschaete bis fast 2000 Meter tief war. Die Verluste waren wiederum außerordentlich hoch. Die Engländer geben die Zahl der Gefangenen auf mehr als 5000 an.“[38]

5.–7.10.17   Die Taktik der deutschen O.H.L., die Kampfzone durch Reserveeinheiten zu verstärken, galt nach den schweren Verlusten des 4.10. als gescheitert. General von Kuhl[39] notierte am 5. Okt. 1917 in seinem persönlichen Kriegstagebuch: „Die Schlacht war nicht sehr günstig gestern; großer Verbrauch von Divisionen, die Eingreif-Divisionen mußten nun doch alle hineingeworfen werden, kamen nun aber alle spät und verzettelt. Die neue Taktik war viel zu schematisch […] Man muß mehr Freiheit lassen. Die Verstärkung der vordersten Linie nutzt nichts, sie wird doch überrannt.“[40]

Jetzt schuf man mit den vordersten Trichterfeldern, einem dünnen Postenschleier[41] und einigen leichten Maschinengewehren ein sog. Vorfeld. 500 bis 1000 Meter dahinter sollte die „Hauptwiderstandslinie“ folgen als vorderer Rand der „Großkampfzone“. Vernichtungs- und Sperrfeuer sollte dann vor das Vorfeld gelegt werden, um evtl. Angriffe zu stoppen und die eigenen menschlichen Ressourcen zu schonen. Eine für den 5.10.17 geplante deutsche Offensive im Raum Gheluvelt gegen die rechte Flanke der im Ypern-Bogen vorstoßenden Engländer durch die 4. Armee unterblieb wegen fehlender Kräfte und Munitionsmangel.

Artilleriegefechte vor allem im Raum östlich und nordöstlich von Ypern – Vorschub britischer Batterien als Vorbereitung auf einen alliierten Vorstoß entlang der Linie Gheluvelt-Passchendaele-Langemarck-Poelkapelle auf die Bahnlinie Ypern–Roulers[42].

Englische Darstellungen zu den Geschehnissen zwischen dem 4. und 8. Oktober fassen die Ergebnisse der Kämpfe im Wytschaete-Bogen so zusammen: „Die zunehmende Tätigkeit der Deutschen hinderte die Briten in keiner Weise daran, eine neue Offensive vorzubereiten. Am Morgen des 4. Oktober griffen englische Divisionen, unterstützt von walisischen, schottischen und irischen Bataillonen, auf einer Frontbreite von zehn Meilen zwischen Tower Hamlet und nördlich von Langemarck an. Die Deutschen, durch diesen unerwarteten Angriff verwirrt und überrascht – sie selbst bereiteten gerade einen Angriff mit fünf Divisionen vor – wichen bereits zu Beginn des Gefechts zurück. Ein rasches Vorrücken von einer halben bis nahezu zwei Meilen wurde erreicht. Südlich der MeninStraße wurden die Ziele fast sofort genommen.

Nördlich derselben Straße war der Widerstand des Feindes hartnäckiger. Dennoch wurden die Dörfer Reutel und Polderhoek samt dem gleichnamigen Schloss erobert, wodurch zugleich der Kamm des Höhenzuges freigemacht wurde, dessen Osthänge zum Dorf Becelaere hinabfallen.

Weiter nördlich nahmen die Australier Noordhemhoek und Molenaarelsthoek, erreichten den BroodseindeKamm und rückten damit über die Straße Becelaere–Broodseinde hinaus vor.

Auf der anderen Seite der Bahnlinie Ypern–Roulers kamen die Briten Passchendaele merklich näher, eroberten Gravenstafel sowie eine Anzahl befestigter Gehöfte und näherten sich dem westlichen Ortsrand von Poelcappelle.[43]

 

Karte 6 – Frontverschiebungen nordöstlich von Ypern zwischen dem 4. und 8. 10.1917 – Quelle: Ypres and the battle of Ypres. Ohne Jgg. A. a. O.; S. 31

 

Im Rahmen dieser Gefechte wurde Franz Fischer bei Langemarck[44] wahrscheinlich durch ein Artilleriegeschoss verschüttet. Er galt ab dem 7.10.1917 als vermisst. In der 1771. Ausgabe der Deutschen Verlustliste vom 8. Januar 1918 auf Blatt 22355 wurde er als „vermißt“ gemeldet.[45]

 

Abb. 10 – Franz Fischer – Vermisstenmeldung in der 1771. Deutschen Verlustliste vom 8. Januar 1918, Blatt 22355 – Fotomontage d. Verf.

 

Erst am 26.10.1939 wurde Franz Fischer amtlich für „vermißt“ erklärt mit dem Datum des „7. Oktober 1917“ als Bezugstag.[46] In der gleichen Quelle ist folgender handschriftlicher Vermerk zum Tod von Franz Fischer aufgeführt: „Auskunft zum Zwecke der Todeserklärung durch das Reichskriminalpolizeiamt, Reichszentrale für Vermißte und unbek.(annte) Tote, Berlin. G†. A. G. Aschaffenburg v. 26.2.1940 T(odes)-tag. 7.10.1917.“

 

Abb. 11 – Amtliche Todeserklärung für Franz Fischer vom 26.10.1939 – Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen 1914-1918; Band: 814. Lfd. Nr. 1071, Beiblatt [504-507]

 

Fischers Personendaten auf dem Mahnmal für die Opfer des 1. Weltkrieges in Aschaffenburg-Leider sind bezüglich seines Todesdatums fehlerhaft. Nach der amtlichen Todeserklärung[47] müsste hier der 7.10.1917 als Sterbedatum angeführt sein[48]. Damit war Franz Fischer das jüngste Kriegsopfer des Aschaffenburger Stadtteiles Leider mit einer Lebensspanne von gerade einmal 19 Jahren, 4 Monaten und 6 Tagen. Wofür?

 

Abb. 12 – Weltkrieg-1-Denkmal in Aschaffenburg Leider – Eintrag für Franz Fischer – Foto (Ausschnitt): P. Grasmann

 

Auch auf den Gedenktafeln für die Leiderer Opfer des 1. Weltkrieges im linken hinteren Seitenschiff der Pfarrkirche St. Laurentius[49] wird an Franz Fischer erinnert, hier allerdings ohne seine persönlichen Lebensdaten.

 

Abb. 13 – Weltkrieg-1-Denkmal in der Pfarrkirche St. Laurentius in Aschaffenburg Leider – Eintrag für Franz Fischer und andere – Foto (Ausschnitt): P. Grasmann

 

Anhang:

Abbildungen:

 Abb. 1 – Weltkrieg-1-Denkmal Friedhof Aschaffenburg-Leider – Foto: Peter Grasmann

 Abb. 2 – Fischer, Franz – 17. Juli 1897 – Taufregistereintrag Blatt 313, Eintragnr. 62, Pfarrkirche Unsere Liebe Frau, Aschaffenburg – Fotomontage d. Verfasser – Quelle: _https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/wuerzburg/aschaffenburg-unsere-liebe-frau-innenstadt/00315/?pg=69

Abb. 3 – Fischer, Franz – Eintrag in die Kriegsstammrollen des 5. b. Infanterie-Regiments (Bamberg), I. Ersatz-Bataillon – Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen, 1914-1918; Band: 4957. Kriegsstammrolle: Bd.15 – Link: https://www.ancestry.com/search/collections/1631/records/11406382?tid=&pid=&queryId=1253973d-2270-4b86-bc77-6eed8d5ce160&_phsrc=Vbk1&_phstart=successSource

Abb. 4 – Gliederung eines Infanterie-Regiments (Inf.Reg.) im Regelfall – Quelle: Cron, H.: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914 – 1918. Berlin 1937. S. 298 – © Grasmann, Peter; 2026

Abb. 5 – Titelseite der Truppenstammrolle des 1. Ersatzbataillons im 5. b. Infanterie-Regiment (Ausschnitt) – Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen, 1914-1918; Band: 4957. Kriegsstammrolle: Bd.15 – Ancestry.com. Kriegsranglisten und -stammrollen des Königreichs Bayern, 1. Weltkrieg 1914–1918 Link:

https://www.ancestry.com/search/collections/1631/records/11406382

Abb. 6 – Das 5. K. b. Infanterie-Regiment innerhalb der Armee des deutschen Kaiserreiches (Kriegsgliederung 1917) – nach: Cron, H.: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914 – 1918. Berlin 1937 und Der Weltkrieg 1914 bis 1918. Bearbeitet im Reichsarchiv. Die Grenzschlachten im Westen. Bd. 1. Berlin 1925 – © Grasmann, Peter, 2026

Abb. 7 – 7.6.1917 – Schema eines britischen Sprengstollens unter den deutschen Stellungen im Wytschaete-Bogen – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 12. A. a. O., Beil. 21 (Ausschnitt)

Abb. 8 – Britischer Minenangriff auf die deutschen Stellungen im Wytschaete-Bogen am 7. Juni 1917 – Verteilung der Sprengungen auf die deutschen Divisionsabschnitte – Quelle: Der Weltkrieg 1914 bis 1918. Die militärischen Operationen zu Lande. 12. Band. Die Kriegsführung im Frühjahr 1917. Berlin 1939, A. a. O. S. 454

Abb. 9 – Sprengtrichter im belgisch-französischen Grenzgebiet mit 80 m Durchmesser – Quelle: Großer Bilderatlas des Weltkrieges. Bd. 3. S. 325 – Link: https://search.library.wisc.edu/digital/APAKKQJTIGUFEE8L

Abb. 10 – Franz Fischer – Vermisstenmeldung in der 1771. Deutschen Verlustliste vom 8. Januar 1918, Blatt 22355 – Fotomontage d. Verf.

 Abb. 11 – Amtliche Todeserklärung für Franz Fischer vom 26.10.1939 – Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen 1914-1918; Band: 814. Lfd. Nr. 1071, Beiblatt [504-507]

 Abb. 12 – Weltkrieg-1-Denkmal in Aschaffenburg Leider – Eintrag für Franz Fischer – Foto (Ausschnitt): P. Grasmann

 Abb. 13 – Weltkrieg-1-Denkmal in der Pfarrkirche St. Laurentius in Aschaffenburg-Leider – Eintrag für Franz Fischer und andere – Foto (Ausschnitt): P. Grasmann

 Karten:

Karte 1 – Juni 1917 – Stellung der 4. b. Inf.Div. am Südrand des Wytschaete-Bogens – Quelle: Battle of Messines map, URL: https://nzhistory.govt.nz/media/photo/battle-messines-map, (Manatū Taonga — Ministry for Culture and Heritage), updated 1-Aug-2022 (bearb. d. Verf.)

Karte 2 – 7. Juni 1917 – Die Lage beim 5. und 9. b. Inf.Reg. (I.R) in Flandern – Quelle: Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 59. Das 5. k. b. Infanterie-Regiment Großherzog Ernst Ludwig von Hessen. A. a. O., Anhang: Blatt 8.

Karte 3 – Stellungsraum der 4. b. Inf.Div. am 30 Juli 1917 – Quelle: Erinnerungsblätter dt. Regimenter. Feldartillerie-Regiment. Nr. 91. A. a. O., Reliefkarte (bearb. d. Verf.) – Link Kartenseite: https://digital.wlb-stuttgart.de/index.php?id=6&tx_dlf%5Bid%5D=14396&tx_dlf%5Bpage%5D=82

Karte 4 – Einsatzorte der 4. b. Infanterie-Division von Juli bis Oktober 1917 und Frontveränderungen in Flandern – Quelle: Erinnerungsblätter dt. Regimenter. Bd. 59. 5. K. b. Infanterie-Regiment. A. a. O. Karte 13, (bearb. d. Verf.

Karte 5 – Gefechtsbereich des 5. b. Inf.Reg. während der letzten Septemberwoche 1917 – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 13. A. a. O., Beilage 6, (bearb. d. Verf.)

Karte 6 – Frontverschiebungen nordöstlich von Ypern zwischen dem 4. und 8. 10.1917 – Quelle: Ypres and the battle of Ypres. Ohne Jgg. A. a. O.; S. 31

 Literatur:

Amtliche Kriegsdepeschen. Nach Berichten des Wolff´schen Telegr.-Bureaus. 6. Bd. 1. Februar 1917 bis 31. Juli 1915. Berlin o. Jgg. – Link: https://archive.org/details/amtlichekriegsde06contuoft

Aschaffenburger Adreß-Buch – Adreß- und Geschäfts-Handbuch für die kgl. Bayer. Stadt Aschaffenburg einschließlich Damm und Leider. 1904. S. 38. Stadt- u. Stiftsarchiv Aschaffenburg, Präsenzbibliothek

Cron, H.: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914 – 1918. Berlin 1937.

Der Weltkrieg 1914 – 1918. Bearbeitet im Reichsarchiv. Die militärischen Operationen zu Lande. Bd. 1. Die Grenzschlachten im Westen. Berlin 1925 – Link: http://digi.landesbibliothek.at

Der Weltkrieg 1914 – 1918.  Bearbeitet im Reichsarchiv. Bd. 11. Die Kriegsführung im Herbst 1916 und im Winter 1916/17. Vom Wechsel in der Obersten Heeresleitung bis zum Entschluß zum Rückzug in die Siegfried-Stellung. Berlin 1938. – Link: http://digi.landesbibliothek.at

Der Weltkrieg 1914 – 1918. Im Auftrage des Oberkommandos des Heeres bearbeitet und herausgegeben von der kriegsgeschichtlichen Forschungsanstalt des Heeres. Die militärischen Operationen zu Lande. Bd. 12. Die Kriegsführung im Frühjahr 1917. Berlin 1939 – Link: https://digi.landesbibliothek.at

Der Weltkrieg 1914-1918. Im Auftrage des Oberkommandos des Heeres bearbeitet und herausgegeben von der Kriegs geschichtlichen Forschungsanstalt des Heeres. Bd. 13. Die Kriegführung im Sommer und Herbst 1917. Die Ereignisse außerhalb der Westfront bis November 1918. Berlin 1942 – Link: http://digi.landesbibliothek.at

Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 59. Das 5. k. b. Infanterie-Regiment Großherzog Ernst Ludwig von Hessen. Auszüge aus den amtl. Kriegstagebüchern. Bayerische Armee. München 1929

Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Feldartillerie-Regiment Nr. 91. Artillerie-Heft 5. Oldenburg i. Oldbg. 1921 – Link: http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz505043904

Kaup, Wilh.; Kaup, Wolfg.; Hapke, K.: Leben in Leider. Portrait eines Stadtteils. II. Textband. Aschaffenburger Studien im Auftrag der Stadt Aschaffenburg. Stadt- und Stiftsarchiv. Band 11. Aschaffenburg 1995

Kraus, Jürgen-Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914 – 1918. Infanterie-Band 3-Ersatztruppen und Feldrekrutendepots. Wien 2013.

Ypres and the battle of Ypres. – Link: https://opclub.stpaulsschool.org.uk/wp-content/uploads/2025/09/Book-of-Ypres-and-the-Battles-of-Ypres-by-Michelin-.pdf

 

Online-Ressourcen:

Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Abteilung IV Kriegsarchiv, München. Kriegsranglisten und -stammrollen des Königsreichs Bayern, 1. Weltkrieg 11914-1918 – Link: https://www.ancestry.de/search/collections/catalog/?title=Kriegsstammrollen&limitToCountry=1

Onlineprojekt Gefallenen-Denkmäler – Link: http://denkmalprojekt.org/index.htm

Open Street Map (Digitales Kartenwerk) – Link: https://www.openstreetmap.org.

Taufregister der Muttergottespfarrkirche Aschaffenburg 1882, (Bildmontage d. Verf. ) – Quelle: https://data.matricula-online.eu/de

WIKIPEDIA – Die freie Enzyklopädie: Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

 

Anmerkungen:

 [1] Siehe Abb. 2! Quelle: Taufregister der Muttergottes-Pfarrkirche Aschaffenburg am 17. Juli 1898, Blatt 313, Eintrag Nr. 62 – Link: https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/wuerzburg/aschaffenburg-unsere-liebe-frau-innenstadt/00315/?pg=239

[2] Quelle: Aschaffenburger Adreß-Buch. Adreß- und Geschäfts-Handbuch für die kgl. Bayer. Stadt Aschaffenburg einschließlich Damm und Leider. 1904. S. 38. Stadt- u. Stiftsarchiv Aschaffenburg. Dieser Wohnsitz ist auch im Taufregister, Spalte 5, so benannt. Siehe Abb. 2!

[3] Quelle: Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg. Veröffentlichung vom 16. Januar 1937. Betreff: Änderung der Hausnummerierung in Leider. In: Kaup, Wilh.; Kaup, Wolfg.; Hapke, K.: Leben in Leider. Portrait eines Stadtteils. II. Textband. Aschaffenburger Studien im Auftrag der Stadt Aschaffenburg. Stadt- und Stiftsarchiv. Band 11. Aschaffenburg 1995. S. 115–119.

[4] Im allgemeinen militärischen Sprachgebrauch bedeutete „Aushebung“ die unmittelbare Rekrutierung von Soldaten z. B. als Ersatz im Kriegsfalle.(Nach: Brockhaus‘ Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 127.) Hier ist der Begriff jedoch eher im Sinne einer Musterung zu verstehen. Das bedeutete die Erfassung aller persönlicher Daten einschließlich seines persönlichen Erscheinungsbildes. Anm. d. Verf.

[5] Siehe Abb. 3! – Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen, 1914-1918; Band: 4957. Kriegsstammrolle: Bd.15 Link: https://www.ancestry.com/search/collections/1631/records/11406382

[6] Siehe Abb. 3, Spalte 8, 2. Zeile!

[7] Siehe Abb. 4!

[8] Siehe Abb. 4 und 5! Quelle Abb. 5: Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen, 1914-1918; Band: 4957. Kriegsstammrolle: Bd.15 Link: https://www.ancestry.com/search/collections/1631/records/11406382

[9] Siehe Abb. 3, Spalte 9, unten rechts!

[10] KM: Abkürzung für Kriegs-Ministerium. Anm. d. Verf.

[11] Kraus, Jürgen: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914 – 1918. Infanterie-Band 3-Ersatztruppen und Feldrekrutendepots. Wien 2013. S. 297 ff.

[12] Dieses Feldrekrutendepot war erst am 1.6.1916 als Feldrekrutendepot der 4. b. Inf.Div. durch Teilung des Feldrekrutendepots des II. b. Armeekorps aufgestellt und sofort mobil eingesetzt worden. Quelle: Kraus, Jürgen-Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914 – 1918. Infanterie-Band 3-Ersatztruppen und Feldrekrutendepots. Wien 2013. S. 346. Zur geografischen Lage siehe Karte 1!

[13] Damit waren Einsätze beim Bau von Schützengräben, Unterständen u. anderen Bauwerken gemeint. Anm. d. Verf.

[14] Siehe Karte 1!

[15] OHL = Oberste Heeresleitung: „strategisch-operative Leitung bzw. der Oberbefehl über die aktiven Truppenteile des deutschen Heeres während des Ersten Weltkrieges. Diese Funktion übte faktisch der Chef des Generalstabes des Feldheeres aus.“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Oberste_Heeresleitung. Nähere Ausführungen dazu: Cron, H.: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914 – 1918. A. a. O., S. 4 ff.

[16] Diese Umstrukturierung wird auch deutlich bei der 4. b. Infanterie-Division. Siehe dazu Abb. 6!

[17] Der Weltkrieg 1914–1918. Die militärischen Operationen zu Lande. Bd. 12. Die Kriegsführung im Frühjahr 1917. A. a. O., S. 5

[18] Siehe Karte 1! Wytschaete-Bogen: Ausbuchtung der Frontlinie im Bereich des Ortes Wytschaete in westliche Wichtung. Anm. d. Verf.

[19] „Gruppe Lille“ war eine neu gebildete Armeegruppe, der auch die 4. b. Inf.Div. angehörte, und agierte am südlichen Abschnitt der Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht im Raum Wytschaete. Siehe Karte 1!

[20] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 12. A. a. O., S. 451

[21] Amtl. Kriegsdepeschen. Bd. 6. A. a. O., S. 2254

[22] Siehe Karte 1, Abb. 7, 8 und 9!

[23] Neil Shea: Eine der größten Explosionen vor der Erfindung der Atombombe. In: National Geographic. 9.11.2017 – https://www.nationalgeographic.de (Stand: 3.3.2022)

[24] Kranz, W.: Minierkampf und Kriegsgeologie im Wytschaete-Bogen. Vierteljahreshefte für Pioniere. 2. Jahrgang (1935). 3. Heft. Zitiert in: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 12. A. a. O., S. 453

[25] Ypres and the Battles of Ypres. A. a. O., S. 20

[26] In den Zitaten und Karten oft als 5. b.Inf.Reg. bzw. 5. Inf.Rgt./ 9. b.Inf.Reg. bzw. 9. Inf.Rgt. dargestellt. Beide Regimenter gehören zur 7. b. Infanterie-Brigade (Siehe Abb. 6!). Anm. d. Verf.

[27] Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 59. Das 5. k. b. Infanterie-Regiment Großherzog Ernst Ludwig von Hessen. A. a. O., S. 83 f. Zu den erwähnten Truppenbewegungen am 7.6.1917 siehe Karte 2!

[28] Siehe dazu Karte 3: Gegnerische Divisionen waren dort die 4. austral. Infanterie-Division u. 57. brit. Infanterie-Division – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 13. A. a. O., Beil. 4.

[29] Siehe Karte 4: Frontlinie Stand Ende August!

[30] Siehe Karte 4 oben!

[31] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 13. A. a. O., S. 76

[32] Gemeint ist der Tagesbefehl des Regiments-Kommandeurs, Major Fels, zum 26.9.1917. Anm. d. Verf.

[33] Militär. Kurzschreibweise für II. und I. Bataillon des 5. Infanterie-Regiments. Anm. d. Verf.

[34] Die Kurzbezeichnungen B.T.K., K.T.K. und F.T.K. sind in den üblichen Abkürzungsverzeichnissen nicht erklärt. Aus dem Kontext heraus stehen die Abkürzungen B.T.K., K.T.K. und F.T.K. in Gefechtsdarstellungen des Ersten Weltkriegs für Bataillons‑, Kompanie- und Feld-Truppen-Kommandeure Diese Bezeichnungen kennzeichnen führende Offiziere, unabhängig von ihrem jeweiligen Dienstgrad, die im Gefecht die taktische Leitung auf ihrer jeweiligen Ebene wahrnahmen.

[35] Schützenlinie: Gruppe von für den Feuerkampf nebeneinander in Stellung oder Vormarsch befindlichen Fußsoldaten (Infanteristen)

[36] Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 59. Das 5. k. b. Infanterie-Regiment Großherzog Ernst Ludwig von Hessen. A. a. O., S. 90 f.

[37] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 13. A. a. O., S. 77

[38] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 13. A. a. O., S. 79 – Zu den aufgeführten Orten siehe Karte 5!

[39] General d. Infanterie Hermann v. Kuhl (1856–1958)

[40] Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 13. A. a. O., S. 80

[41] Postenschleier: Bezeichnung für Vorposten in größerem Abstand zueinander zur Beobachtung feindlicher Infanterielinie. Anm. d. Verf.

[42] Siehe hierzu auch Karte 6! Quelle: Ypres and the battle of Ypres. Ohne Jgg. A. a. O.; S. 31

[43] Siehe Karte 6! Quelle: Ypres and the battle of Ypres. Ohne Jgg. A. a. O.; S. 31

[44] Siehe Karte 6! Quelle: Ypres and the battle of Ypres. Ohne Jgg. A. a. O.; S. 31 – Ortsangabe in amtlicher Todeserklärung, Abb. 11.

[45] Siehe Abb. 10!

[46] Siehe Abb.: 11! Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen 1914-1918; Band: 814. Lfd. Nr. 1071, Beiblatt [504-507] – www.ancestry.de

[47] Siehe Abb. 11!

[48] Siehe Abb. 12!

[49] Siehe Abb. 13!

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