Ausstellung: „Ich fahr dahin in Teuffels Namen“ – Hexenverfolgung in der Reichsstadt Schweinfurt

Die Hexenverfolgung in Franken wurde und wird in der Forschung kontrovers diskutiert, besonders
angesichts hoher Opferzahlen in den Hochstiften Würzburg, Bamberg und Eichstätt. Aber auch in
der protestantischen Reichsstadt Schweinfurt wurden Erwachsene und Kinder der „Hexerei“ ange
klagt. Es kam zu 22 Verfahren gegen 52 vermeintliche Hexen und Hexer. Sechs Personen bezahl
ten diese Vorwürfe mit dem Leben, weitere wurden (vorübergehend) der Stadt verwiesen. In sieben
Fälle kam es zum Freispruch.
Am Beispiel des Schweinfurter Hexenprozesses von 1616 beleuchtet die kleine Ausstellung Ver
fahren, Vorgehensweisen und handelnde Personen bei Hexenprozessen in Schweinfurt. Aufge
zeigt werden die Unterschiede zum Verfahren im Hochstift Würzburg. Die Ausstellungsobjekte
stammen aus dem Stadtarchiv Schweinfurt, dem Besitz der Stadt Schweinfurt und dem Staatsar
chiv Kitzingen (früher Würzburg).
Zu sehen ist die Ausstellung vom 20. Oktober bis 13. November 2026 im Hauptgebäude des Bayeri
schen Hauptstaatsarchivs (Treppenhaus, 1. OG), Schönfeldstraße 5, 80539 München.
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30–18.00 Uhr, Freitag 8.30–13.30 Uhr.
Eintritt frei.
Allgemeine öffentliche Führungen: Mittwoch, 28. Oktober und Montag, 9. November jeweils
um 15 Uhr
Weitere Informationen unter www.gda.bayern.de