Die Geschichte des Flugplatzes beginnt im Jahr 1936 im Gemeindegebiet von Großostheim, genauer: auf dem Gelände des heutigen Ortsteiles Ringheim, etwa 1,5 km westlich des heutigen Flugplatzes. Dort musste die Gemeinde dem Reichsluftfahrtministerium rund 100 Hektar Wald überlassen. Der Wald wurde gerodet, in Vorbereitung des Krieges wurde ein Feldflugplatz angelegt (Luftbild und Karte: rote Linie). Interessante Informationen über die Entwicklung des Flugplatzes in dieser Zeit sind auf den Internetseiten der » Kulturinitiative Ringheim und den Seiten » Großostheim im Krieg / Reportagen zu finden.
Nach dem Krieg, im Jahr 1951, begann man, hier für Flüchtlinge aus dem Osten des ehemaligen Deutschen Reiches mit dem Ortsteil Ringheim eine neue Heimat aufzubauen. Und auch Flieger kehrten auf das Gelände zurück: Der » 1950 gegründete Flugsportclub Aschaffenburg (inzwischen Flugsportclub Aschaffenburg-Großostheim) begann im Jahr 1952 mit dem Flugbetrieb, zunächst mit Segelflugzeugen. 1960 begann in Ringheim die Ära des Motorfluges.
Der Flugplatz in Ringheim schrumpfte immer mehr durch die Erweiterung der Wohngebiete, seine Schließung war abzusehen (Luftbild und Karte: gelbe Linie). Wie groß das Interesse der Wirtschaft und der Politik an einem leistungsfähigen Flugplatz in der Region war, zeigte schon im Jahr 1968 die Gründung eines Zweckverbandes zur Beschaffung eines Geländes für einen neuen Flugplatz: Die IHK, der Markt Großostheim, die Stadt und der Landkreis Aschaffenburg und der Flugsportclub waren dessen Mitglieder. Der Flugsportclub sollte das Gelände vom Zweckverband pachten und die Aufgabe übernehmen, » für die Öffentlichkeit den Flugplatz aufzubauen und zu betreiben. 1976 starteten die letzten Flugzeuge auf dem alten Platz.
1977 begann der Flugbetrieb auf dem neuen Flugplatz , etwa 1,5 km östlich vom alten, „an der Waldspitze” gelegen. Inzwischen hat der Verein die Fläche des Platzes durch weitere Pachtgrundstücke und Ankäufe nahezu verdoppelt (Luftbild und Karte: grüne Linie).
(Die IHK ist zum 31.12.2019 aus dem Zweckverband ausgetreten.)
Website des Flugplatzes und des Flugsportclubs: www.fsca.de