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Weltkrieg-1-Denkmal Friedhof Aschaffenburg-Leider – Stein Andreas 1882–1917

Stein Andreas (19.10.1882–26.4.1917) – 5. Kompanie/8. b. Infanterie-Regiment

Andreas Stein wurde am 19. Oktober 1882 in Leider, Bezirksamt Aschaffenburg, als Sohn des Gastwirtes Julius Stein und seiner Ehefrau Eva Stein, geb. Sickenberger, geboren. Die Wohnung der Familie Stein befand sich zu diesem Zeitpunkt in Leider Hs. Nr. 8 [1].

Abb. 2: Stein Andreas – Eintrag ins Taufregister der Muttergottespfarrkirche Aschaffenburg 1882 (Bildmontage d. Verf. )

1914 hatte die Familie Julius Stein dann ihren Wohnsitz in Leider Nr. 71 [2]. Julius Stein betrieb zu diesem Zeitpunkt die Gastwirtschaft „Zum goldenen Anker“. Andreas erlernte nach dem Schulbesuch den Beruf des Schreiners. Über seine Dienstpflichtzeit ist lediglich die Überstellung zur Ersatzreserve am 6.6.1904 dokumentiert, d. h. er muss diese von Mitte 1902 bis Juni 1904 abgeleistet haben.

Mit den zunehmenden Verlusten der deutschen Streitkräfte in den ersten 5 Kriegsmonaten wuchs auch die Zahl der Einberufung älterer Jahrgänge. Am 2.1.1915 rückte Stein, inzwischen 32 Jahre alt, ins II. Rekrutendepot des Ersatzbataillons im bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 8 nach Landau in der Pfalz ein.[1] Am 8.3.1915 folgte die Abordnung zur 4. Kompanie des Ersatz-Bataillons des Reserve-Infanterie-Regiments 5 in Metz. Am 11.5.1915 wurde Stein abkommandiert an die Westfront zur 5. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments (8. b. Inf. Reg.)[2].

Abb. 3: Das bayer. 8. Infanterie-Regiment innerhalb der 33. Reserve-Division der Armee des deutschen Kaiserreiches 1914–1918

Laut Gefechtskalender des 8. b. Inf. Reg. war dieses seit Kriegsbeginn an der Westfront an etlichen Kampfeinsätzen beteiligt:

1914

31.7.14–19.8.14   Grenzschutz gegen Frankreich

20.8.14–22.8.14   Schlacht in Lothringen

22.8.14–27.8.14…Schlacht bei Longwy—Longuyon und am Othain-Abschnitt

                              24.8.14.–25.8.14   Schlacht bei Etain

2.9.14–3.9.14   Stellungskämpfe vor Verdun

4.9.14–12.9.14…Kämpfe in der Südstellung von Metz

                           5.9.14–9.9.14     Kämpfe um die Stellungen vor Nancy

                           6.9. 14                Mamey–Jezainville

                           8.9.14–9.9.14     Fey en Haye–Pont a Mousson

                           10.9.14–12.9.14 Essey–Pannes

13.9.14–28.9.14…Stellungskämpfe vor Verdun

                            21.9.14              Gincrey–Foameix

                            27.9.14–28.9.14 Ville en Woëvre

29.9.14–16.2.15  Kämpfe auf den Maashöhen bei Combres

 1915

17.2.15–28.3.15…Kämpfe um die Combres-Höhe

30.3.15–11.8.16    Kämpfe auf den Maashöhen zwischen Vaux les Palmeix und Lamorville (22.4.–7.5.15 Kämpfe bei Les Eparges“[5])

Das Gefecht bei Les Esparges am 5. Mai 1915 bilanzierte der Regimentschronist mit folgenden Zeilen: „Die Verluste waren allenthalben recht beträchtlich, das Regiment verlor beinahe ein Drittel seines Bestandes. Angreifen ist nicht allzuschwer, besonders bei genügender Artillerievorbereitung, aber nach einem Angriff, der nicht voll gelingt, das wenige Gewonnene bei gleichzeitigem Gegenangriff zäh zu halten, ist unendlich schwer. Unser Regiment hat auch an diesem wenig glücklichen Kampf- und Angriffstage diese harte Prüfung bestanden und getreulich seine Pflicht erfüllt.“[6]

Karte 1: Gefechtsorte und Ruhestellung des 8. b. Inf. Reg auf den Maashöhen Juli 1915 bis April 1916 – Kartengrundlage: © OpenStreetMap,; (bearb. d. Verfasser)

Einerseits erfuhr Andreas Stein damit gleich bei seiner Ankunft beim 8. b. Inf. Reg. am Frontabschnitt auf den Maashöhen[7], welche Kriegsschrecken ihn erwarten würden. Liest man aber die folgenden Zeilen der Regimentschronik, könnte andererseits der Eindruck entstehen, das 8. b. Inf. Reg. habe sich bis weit in das Jahr 1916 hinein in seiner Stellung im Ritterwald bei Dompierre und Dommartin in der Woevre-Ebene von den enormen Verlusten der zurückliegenden Kämpfe „erholen“ können: „Von nun an bleibt das Regiment ununterbrochen im Ritterwald in Stellung, Bereitschaft und Ruhe. Wechsel zwischen Stellung und Ruhe: 6 Kompagnien Stellung. 4 Kompagnien Bereitschaft, 2 Kompagnien Ruhe.

Bereitschaft wurde abwechselnd vom 4. u. 8. Inf. Rgt. gestellt. Der zeitgemäße Ausbau der vorderen und rückwärtigen Stellungen, Stollenbau, Minensprengungen, Erkundungen, der ausgesprochene Grabenkrieg nahm uns voll in Anspruch. Daß auch wir, wie so mancher Kämpfer an der Westfront von der Sehnsucht geplagt wurden, endlich einmal nach einem andern Kriegsschauplatz zu kommen, wo deutsche Truppen kämpften, war begreiflich. Graben und immer wieder graben, dauernd in derselben, wenn auch schönen, Gegend und Umgebung nimmt schließlich auch die Nerven einer Truppe in Anspruch. Der Weg zur Erfüllung unserer Wünsche war aber noch weit und kostete noch die schwersten Kämpfe im Westen. Nicht nur die Stellungen vorne, auch die Ruhequartiere und Bereitschaften wurden nach Möglichkeit zur Erhaltung der Stimmung und Gefechtskraft ausgebaut und eingerichtet. […] Unsere Ärzte, die so oft getreu bis in den Tod in vorderster Linie wirkten, fanden auch hier ein reiches Feld ihrer Tätigkeit und haben wacker mitgeholfen. Bad, Entlausungsanstalt. Von der Division wurde ein ,Kino´ gebaut, das auch bei Nachbartruppen ,berühmt´ war, im benachbarten Viéville, das nur zu früh in Trümmer geschossen wurde, gabs eine Zeit lang einen ,Zirkus`, der sich sehen lassen konnte, in Billy ,den Krug zum grünen Kranz´ oder den ,bayerischen Hisl`, wo Preußen und Bayern, wie in unserem Metz in schönstem Einvernehmen sich erholten. Die Regimentsmusik hat hier ihre Aufgabe glänzend erfüllt. Wie oft hat sie, wie auch in späteren Jahren als unbedingt notwendiger Bestandteil des Regiments zerrüttete Nerven wieder ins Geleise bringen müssen? Bei Etain schon hat sie zwar den Hauptteil der Instrumente unfreiwillig nach Verdun abgegeben, aber bald war sie wieder in Ordnung. Der Dienst der Musiker als Hilfskrankenträger bei allen Großkämpfen wird manchem Verwundeten unvergeßlich bleiben. Manche Granate flog über die spielende Musik hinweg, auf dem Rückmarsch 1918 wurde sie von Fliegerbomben getroffen, bei Arras gerieten 12 Musiker als Hilfskrankenträger in englische Gefangenschaft, manchem Braven der Unseren hat sie das letzte Geleite gegeben.

Wir ,Hunnen und Barbaren´ wuchsen uns immer mehr zu einer herrlichen Kampfgemeinschaft zusammen, der es an nichts fehlte; wir hatten unseren Komponisten, (,Combresmarsch´), Dichter, unsere Sänger, Photographen und Maler, die wie überall auch in ,dunkelster´ Gegend wie Chapitrewald, Kasenmattenschlucht usw., 100 m vom Feind reichlich Licht, Motive und den Mut zur Arbeit fanden, wo fast ausschließlich mit anderen Werkzeugen gearbeitet wurde.“[8]

Der durch diese Darstellung vielleicht entstandene Eindruck von „Erholungsurlaub von der Front“ täuscht. Immer wieder setzten die Alliierten in Form von plötzlichen Artillerie-, Infanterie- oder gar Flugzeugangriffen gezielte „Nadelstiche“, die auch währen des Stellungsbaues im „Ritterwald“ in den Reihen des 8. b. Inf. Reg. Opfer forderte.[9]

Abb. 4: – Gesamtverluste des 8. b. Infanterie-Regiments in der Zeit vom 8.5.1915 bis 10.8.1916 bei den Kämpfen auf den Maashöhen (Ruhestellung) und im St. Mihiel-Bogen – Zahlenquelle: Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 43. 8. b. Infanterie-Regiment. A. a. O., S. 65-68

Während das 8. b. Inf. Reg. im „Ritterwald“ auf den Maashöhen seine Stellungen stetig weiter sicherte und ausbaute, liefen über den Winter 1915/16 in den Kommandozentralen der Kriegsparteien die Vorplanungen für das Frühjahr und den Sommer 1916.

Die deutsche Oberste Heeresleitung (OHL) unter Leitung von Erich von Falkenhayn sah nach Beurteilung der Gesamtkriegslage an allen anderen Fronten und den zermürbenden Stellungskämpfen ohne jeden Raumgewinn während des Winters 1915/16 in einem konzentrierten Angriff auf Verdun die Chance, den französischen Gegner und das britische Expeditionskorps durch entsprechenden Materialeinsatz an der prestigeträchtigen Festung zu binden und auszubluten. Vielleicht konnte ja sogar die Fortsetzung der britischen Bündniszusage bei entsprechend hohen Verlusten unterbrochen werden?

Ab dem 21. Februar 1916 tobten dann um die Festung Verdun und den sie umgebenden Ring von Sperrforts vor allem Artilleriegefechte von bisher ungeahntem Ausmaß. Selbst im ca. 15 km von Verdun entfernten „Ritterwald“ konnten Andreas Stein und seine Regimentskollegen den Donner der Artilleriegeschütze um Verdun hören „und das Einschlagen der schweren Kaliber bei Fort Vaux, Haudiaumont usw. beobachten.“[10]

Karte 2: Der Festungsgürtel um Verdun – Quelle: lllustrierte Geschichte des Weltkrieges 1914/15. Band 1. Stuttgart, Berlin, Leipzig, Wien. S. 384

Von Avocourt im Nordwesten Verduns über Consenvoye und Azannes im Norden spannte sich im Februar 1916 die Front halbkreisförmig über Etain im Osten bis nach Combres im Südosten. Parallel dazu verlief ein Gürtel von 20 Forts, der die Festung Verdun vor einem deutschen Angriff schützen sollte.[11]

21.2.1916   Beginn der Schlacht von Verdun mit einem deutschen Großangriff auf die nordöstliche Verteidigungsfront der Festung Verdun

25.2.1916   Eroberung des Forts Douaumont durch deutsche Einheiten[12]

Abb. 5: Frühjahr 1916 – Kampffeld bei Douaumont – Quelle: Großer Bilderatlas des Weltkrieges 1916-1918. Bd. 3. A. a. O., S. 6

 März – Juni 1916:   Im gesamten Bereich des Frontgürtels um Verdun[13] Vormarsch der deutschen Angreifer mit zum Teil beträchtlichen Geländegewinnen, aber auch unvorstellbaren Verlusten an Mensch und Material. Auf dem linken Maasufer wurden in diesen Kriegswochen Orte wie Forges, Raben-Wald, Waldes von Cumières, die Höhe „Toter Mann“ („le Mort Homme“), die „Höhen 265“ oder die „Höhe 304“ zum Inbegriff dessen, was bis in die Gegenwart den Mythos der Schlacht um Verdun geprägt hat: die Sinnlosigkeit einer mit brutaler Gewalt geführten Materialschlacht, die auf beiden Seiten nur Verlierer kannte. Auf dem rechten Maasufer dasselbe Schreckensbild: Fort und Dorf Douaumont, Fleury oder das Fort Vaux wurden dort die zentralen „Orte des Grauens.“

Im Mai und Juni 1916 erfolgte die Verlegung des 8. b. Inf. Reg. in südwestlicher Richtung in den sog. „St. Mihiel-Bogen“ an die Front im Raum Troyon.[14] Hier kämpfte Steins Regiment im Verbund der 33. Reserve-Division und als Teil der Armee-Abteilung Strantz am südöstlichen Abschnitt der „Verdun-Front“.[15] Dieser Frontabschnitt war aus strategischen Gründen für beide Seiten von besonderer Bedeutung: Die deutschen Einheiten hatten durch die westliche Ausbuchtung der Frontlinie bei St. Mihiel die für die Versorgung der Festung Verdun wichtige Bahnlinie Verdun–Toul unterbrechen können. Andererseits bestand für die deutschen Truppen ständig die Gefahr einer Umfassung durch die Alliierten. Mit dem Ende des Vormarsches der deutschen Einheiten rings um Verdun Ende Juli verschärfte sich diese Bedrohungslage im St. Mihiel-Bogen dramatisch.

 Karte 3: Frühjahr 1916 – Die 33. Res. Inf. Div. im Frontbogen vor St. Mihiel – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 10. A.a.O. Karte 2 (Ausschnitt, bearb. d. Verf.)

Karte 4: Frontlinienentwicklung Verdun von Februar bis. Dezember 1916 – Quelle: Beumelburg, W.: Sperrfeuer um Deutschland. S. 79 (Ausschnitt, bearb. d. Verf.)

Warum kam nach den anfänglichen Erfolgen der deutschen Armeen deren Vormarsch Ende Juli 1916 zum Stillstand?[16] Drei Gründe dafür werden  in den meisten Publikationen zum Kampf um Verdun 1916 vorrangig genannt:

  1. das zögerliche Handeln der deutschen OHL in Bezug auf einen gleichzeitigen massiven Angriff auf Verdun aus nordwestlicher und südöstlicher Richtung;
  2. der Beginn der Somme-Schlacht Ende Juni 1916 band zusätzliche deutsche Einheiten, die dringend an der Verdun-Front gebraucht worden wären und
  3. die Beschaffenheit des Geländes beiderseits der Maas: „Die Charakteristik des Schlachtfeldes an der Maas, die Ausläufer der Argonnen auf dem westlichen und die Cotes Lorraines auf dem östlichen Ufer, trugen viel zum unerhört verlustreichen Ausgang der Schlacht bei. Zahlreiche Höhenzüge und Schluchten, dichte Wälder mit undurchdringlichem Unterholz, Wasserläufe, Steinbrüche und Steilhänge dominierten das Gelände, der zähe Lehmboden erschwerte den Stellungsbau. Dazu kamen zahlreiche kleine und kleinste Kampfstellungen, Maschinengewehrnester, Stollen und Drahthindernisse, die auf französischer Seite zusätzlich zu den großen und mittleren Forts in den Verteidigungsbereich der Festung hinein gebaut wurden, sowie das in dieser Intensität bisher nicht gekannte ständige Artilleriefeuer.

Das gegnerische Wirkungsfeuer dezimierte die deutschen Truppen in den vorderen Linien. Doch war es das französische Sperrfeuer, das jede Verbindung zwischen Etappe und Front nahezu unterband: Schon in ihren Ruhequartieren an der Ausgangsstellung vom Februar und noch weiter rückwärtig waren die Truppen vor Feuerüberfällen nicht sicher. Weiter frontwärts wurde jeder Schritt zur Lebensgefahr. Das schwierige Gelände, das oft kilometerweit unter schwerstem Feuer rennend durchquert werden mußte, bot durch seine Beschaffenheit kaum Orientierungspunkte. Ablösungen zur Front forderten höchste Verluste. Der Truppe in den vorderen Stellungen konnte oft tagelang keine Verpflegung bereitgestellt werden, was insbesondere in den heißen Sommermonaten den Durst unerträglich machte und die Kampffähigkeit weiter grundlegend schwächte. Zahlreiche Opfer, die nicht durch Einwirkung des Gegners umkamen, sondern verdursteten, im Morast ertranken oder in notdürftigen Stollen verschüttet wurden, waren die Folge.“[17]

 Juli/August 1916   Östlich von Verdun deutscher Vorstoß über Fleury, westlich bis in die Weinberg-Schlucht, östlich bis in die Nähe des Fort Souville. Vor allem der Kampf um Fleury zeigte die verheerenden Wirkungen moderner „Industriewaffen“: Französisches Artilleriedauerfeuer forderte auf deutscher Seite eine hohe Anzahl an Verlusten, während im Nahkampf in Fleury deutsche Flammenwerfer ihre Vernichtungsarbeit an den französischen Verteidigern gnadenlos verrichteten.[18]

Fehlende Reservekräfte auf deutscher Seite und ein unbändiger Verteidigungswille auf französischer Seite verhinderten den deutschen Durchbruch nach Verdun.

Dem sich abzeichnenden Misserfolg des deutschen Vorstoßes auf Verdun folgte Ende August der Rücktritt von Falkenhayn als Chef der O.H.L. Gleichzeitig erzwangen die Brussilow-Offensive an der Ostfront und die Somme-Schlacht neue Umstrukturierungen im deutschen Heer. Davon betroffen war abermals auch das 8. b. Inf. Reg.

1.8.1916   Zuordnung der 8. b. Infanterie-Brigade zur 14. b. Infanterie-Division und damit unter den Oberbefehl des XVIII. Reserve-Korps[19] – Verbleib am Frontabschnitt bei Troyon noch bis Mitte August

Abb. 6: Das 8. b. Infanterie-Regiment innerhalb der 14. b. Infanterie-Division

15.–19.8.1916   Verlegung  des 8. b. Inf. Reg. in die Kampfregion Fleury-Vaux[20]

„Schon der Anmarsch aus weiterer Ferne geschah nicht selten unter Feuer über Ornes, Bezonvaux hinweg, dann über den Hardaumont, durch die vielen Batterien, die Brûlé-, Hassoul- oder Kasemattenschlucht bei Nacht, im Morgengrauen oder Nebel, durch die vergasten, fast ständig unter Feuer liegenden Schluchten, hinweg über das »liebliche« Vauxtal, durchs »liebliche« Dorf Vaux, wies [= wie es; Anm. d. Verf.] in einem unter Trümmern aufgefundenen Fremdenführer genannt war, vorbei am Vaux-Teich, hinauf in Stellung zum Chapitrewald oder dem J.-Werk und Souvillenase, alles im beschleunigten Marschtempo, wenns einigermaßen ruhig war, im Laufschritt, wenn es hieß »vorwärts« und »durch« um jeden Preis und — wenn die Lungen es schafften.

In Stellung vier Tage lang, vielmehr vier lange Tage und Nächte, bisweilen mit Überstunden, wurde versucht von Granatloch zu Granatloch einen Graben zu ziehen, der nach kurzer Feuerdauer wie weggeblasen war, in einem -Feuer, in dem man nicht selten keine 20 m weit sehen konnte vor Pulverdampf und in dem Leuchtsignale die Schicht nach oben nicht zu durchdringen vermochten.“[21]

Karte 5: Sommer/Herbst 1916 – Einsatzraum der 14. b. Infanterie-Division – Quelle: Illustr. Geschichte des Weltkrieges 1914-1916. Bd. 5. A. a. O., S. 3

 Ab 20.8.1916   „Die ersten Teile des Regiments auf der Front Chapitrewald. Von nun an wechseln die Bataillone bzw. Halbbataillone zwischen Ruhelagern, Bereitschaftsplätzen und den vordersten Stellungen. Die Zeiten der Ruhe waren naturgemäß der Lage entsprechend, meist recht kurz bemessen, bis zu vier Tagen, wer Glück hatte.

Ruhelager: Herbebois, Azannes und Gremilly, Neuer Wald und BilIy sous Mangiennes.

Der Kampf in seiner Heftigkeit brachte uns viel Neues. Um den vordersten Teilen den unbedingt nötigen Nachschub zu schaffen wurden bei jeder Kompagnie vierte Züge gebildet, Trägertrupps, die sehr häufig nicht ausreichten. Stellungsmaterial, Stollenrahmen, Bretter, Stacheldraht, Verpflegung, vor allem Trinkwasser mußte nach vorne geschleppt werden, ganze Kompagnien wurden zur Nachrichtenübermittlung verwendet, das Versagen aller technischen Mittel war bei Kampf die Regel. Die Brieftaube war oft das- einzige Mittel, uns Meldungen rückwärts zu bringen, das Verlässigste war aber nur der Mensch, Meldehunde gab es damals leider bei uns noch nicht. Verwundetentransport, Nachschub und Nachrichtenübermittlung war mitunter weit schwieriger als die Tätigkeit vorne zunächst am Feind. Durch das feindliche Feuer kamen die Truppenteile häufig mehr als durcheinander, Stäbe und Truppen wurden bald gelichtet, bald zusammengeballt. Ohne Verluste sein Ziel zu erreichen, nach vorne durchzukommen, hier haltend, dort laufend, die Abteilung in kleinere Gruppen zerlegend, war ein Kunststück für Führer und Leute.“[22]

28.–29.8.1916   Kämpfe im Bergwald

Karte 6: Kampfgelände der 14. b. Inf. Div. um Fort Vaux – Quelle: Schlachten des Weltkrieges. Bd. 14. A. a. O., Karte 1 (Ausschnitt; bearb. d. Verf.)

3.9.1916   Erstürmung der französischen Stellungen beiderseits der Souville-Schlucht

„Die erreichte Linie lief von 535 über 538, den Steinbruch-Graben entlang, nach der Nordostecke des Steinbruchs 562a. Darüber hinaus vorgehende Patrouillen fanden bis zur Straße Vaux—St. Fine Kap. keinen Feind mehr an. Östlich des Forts Souville flüchteten die Franzosen in Scharen, verfolgt von dem Feuer der aufmerksamen deutschen Artillerie.

Sehr viel schneller hatte das von dem Rücken der Souville-Nase in südwestlicher Richtung vorgehende Ill./b.8 [23] seine Aufgabe gelöst. Nachdem es einen von 561 nach Nordwesten verlaufenden Graben trotz heftigen Feuers der feindlichen Besatzung im Nebel glatt überrannt hatte, nahm es bereits 730 vorm. die Chapitre-Weg genannte zweite französische Linie am Südrande des Chapitre-Waldes und machte dabei 160 Mann vom französ. I.R. 344 zu Gefangenen.

Während sich das Ill./b. 8, infolge des Nebels vom Feinde unbehelligt, in diese Linie einrichtete, gelang dem V.F[24]. Scharf, 10./b. 8, ein wohl einzig dastehendes Husarenstück. Er war, mit zwei Gruppen dem rechten Flügel des Bataillons als Flankendeckung folgend, in den Steinbruch 562a geraten, also in den Rücken des gegenüber dem bayer. I.R. 4 zu diesem Zeitpunkt sich noch haltenden Gegners. Am Nordrande des Steinbruchs entdeckt Scharf einen Stollen. Handgranaten hinein! Von drinnen blitzen Gewehr- und Pistolenschüsse auf. Neue Handgranatensalve in den Eingang! — Pause — Rufe aus dem Innern! Nach kurzer Verhandlung erscheinen — Hände hoch — die Franzosen: 7 Offiziere und 30 Mann vom I.R. 344, darunter der Regiments- und ein Bataillons-Kommandeur mit ihren Stäben. Unbehelligt kehrte Scharf zurück und lieferte seine Beute auf dem Gefechtsstande des Ill./b. 8 in der Battr. 544 ab. […] Die Divisionen des XVIII. R.K. hatten eine glänzende Leistung vollbracht. Der obere Teil der Souville-Schlucht war fast ganz, die Souville-Nase restlos in deutscher Hand.“[25]

4.–9.9.1916   Kämpfe um die Souville-Schlucht, um die Souville-Nase und im Bergwald. Dabei gingen die am 3.9. gewonnenen Gebiete – verbunden mit großen personellen Verlusten auf deutscher Seite – beinahe vollständig wieder verloren.

Bis Mitte September hatten sich die französischen Verbände die Höhenlinie Thiaumont—Fleury—Fort Souville—la Montagne-Rücken endgültig gesichert.[26]

9.9.–30.9.1916   Stellungskämpfe vor Verdun

Nach Monaten heftigster Kämpfe zeigten in den folgenden Wochen der Stellungskämpfe der Mangel an Reservekräften und Materialnachschub die physischen und psychischen Folgen in ungeahntem Ausmaße ab. „Leider war auf deutscher Seite das Mißverhältnis zwischen dem, was der Ausbau der Stellungen an Arbeiten erforderte, und dem Endergebnis dieser Arbeiten sehr kraß. Einmal war die ziffernmäßige Stärke der Stellungstruppe und ihre körperliche Leistungsfähigkeit stark herabgesetzt: vor allem aber schoß die feindliche Artillerie tagtäglich planmäßig zusammen, was die Deutschen an Schanzarbeiten verrichteten. Mitte Oktober bestand die deutsche vordere Linie immer noch aus nur einem einzigen, nicht einmal überall zusammenhängenden Graben. Eine zweite Linie war nur durch einige alte, kurze Grabenstücke und wenige M.G. Stützpunkte, meist ehemalige JRäume oder Batterien des Gegners, notdürftig gekennzeichnet.

Die höhere Führung forderte, die Arbeitsleistungen der Truppe dadurch zu steigern, daß jeder Kompagnie ein bestimmtes Maß von Arbeit zugeteilt und sie nicht eher abgelöst wurde, als bis das festgesetzte Pensum erledigt war. Diese drakonische Maßnahme hatte erst recht keinen Erfolg und glich die Übermacht des feindlichen Artilleriefeuers nicht aus. Körper und Nerven des deutschen Soldaten waren am Ende ihrer Leistungsfähigkeit; die durch meist mehrfachen, monatelangen Einsatz vor Verdun ausgemergelten, halb verhungerten Kämpfer waren am Ende ihrer körperlichen und seelischen Kraft angelangt.

Dazu legte sich die vielfache feindliche Überlegenheit an allem, – an Menschen, an Artillerie, an Fliegern, an Munition und Material wie ein Alp auf die Truppe. Kleinmut und Verdrossenheit lähmten den Willen und machten die Mannschaft nur zu geneigt, der Unzulänglichkeit des Truppenführers zuzuschreiben, was in Wirklichkeit in der ganzen, immer düsterer sich gestaltenden Lage Deutschlands begründet war.“[27]

 Abb. 7: Verlustübersicht des 8. b. Inf. Reg. bei den Kämpfen um Verdun 1916 [28]

 30.9.1916   Ablösung der 14. b. Inf.Div. durch die 9. Inf. Div. und Wechsel unter den Oberbefehl der Armee-Abteilung Strantz

2.10.1916   Übernahme der Stellungen der 10. Preußischen Infanterie-Division

6.10.–30.10.1916   Stellungskämpfe auf den Maashöhen bei Combres und an der Grande Tranché

2.–10.11.1916   Rückzug in Ruhequartiere nach Metz und Umgebung

11.11.1916   Die hohen Verlustzahlen bei den deutschen Truppen während der seit dem 1. Juli 1916 tobenden Gefechte der Schlacht an der Somme veranlasste die OHL durch häufiger wechselnde Zuordnungen der Truppenteile eine beweglichere Abwehrstrategie zu vollziehen. In deren Folge wurde – nur wenige Wochen vor dem Übergang in den abermaligen „Winter-Stellungskrieg“ – auch das 8. b. Inf. Reg. mit der gesamten 14. Inf. Div. aus der Armeeabteilung Strantz ausgliedert und der 1. Armee im Frontabschnitt Serre[29] unterstellt.

Abb. 8: Englischer Panzer an der Somme-Front – Quelle: Großer Bilderatlas des Weltkrieges 1916–18. Bd. 3. S. 33

22.11.1916   „Vormarsch über Cambrai und Einsatz bei Bucquoy–Puisieux–Serre.

Das feindliche Feuer bei Verdun wurde an der Somme ersetzt durch die unglaublichen Bodenverhältnisse. Die Stellungen waren recht gut ausgebaut, die Wege zur Stellung aber, die Stellung selbst infolge der Herbstwitterung und des dauernden Verkehrs in schmutzigsten, lehmigsten Zustand, die Granatlöcher waren zu Weihern geworden, die Gräben fielen stets wieder ein und verwandelten sich in Sumpfkanäle. In dem weithin übersichtlichen, welligen Gelände mußte auf unserer wie auf Feindesseite jeder Verkehr außerhalb der Gräben stattfinden, deshalb immer Ablösung und Nachschub bei Nacht. Die tiefen Stollen waren häufig mit Wasser angefüllt, Leute, die allein gingen, waren nur zu leicht der Gefahr ausgesetzt, sich in dem gleichaussehenden Gelände nicht zurecht zu finden, in Granattrichtern und Grabenkanälen zu versinken, Pferde versanken des öfteren und konnten nicht gerettet werden, nur das eine gute hatte der haltlose Boden, das mitunter recht beträchtliche Artilleriefeuer kam nicht zur vollen Wirkung, da auch die Granaten wie alles im Schlamm stecken blieben. Anfangs gelang rechtzeitig geplanter Nachschub an Bekleidung nicht und gerade an Bekleidung, vor allem Schuhwerk, mußten Höchstanforderungen gestellt werden. Die Plage und der Kampf mit dem Ungeziefer, vor allem der Kleiderlaus in den verschmutzten Stollen, anderen Räumen, Decken und Kleidern hat wohl an der Somme einen vorher nie geahnten Höhepunkt erreicht. So ein Sommekämpfer in Lumpen und Lehmschicht gehüllt, mit Lumpen den Fuß umwickelt, damit-der Rest des Schuhzeugs noch hielt, durch und durch verlaust, müde aus Stellung sich dahinschleppend ins Ruhequartier war kein ungewöhnlicher Anblick. Der Gesundheitszustand ließ unter solchen Verhältnissen zeitweise recht zu wünschen übrig.

Aber alles wurde standhaft ertragen, die Stimmung war meist recht gehoben bei dem Gedanken, daß es unseren Gegnern, den Engländern, gegen die wir das erstemal im Kampfe standen, doch um kein Haar besser gehen konnte.“[30]

22.11.1916–15.3.1917   Stellungskämpfe an der Somme

„Die Stellung war vollkommen verschlammt, an Stelle von Gräben waren tiefe Breimulden, die Hindernisse zerschossen, die Stollen verhältnismäßig gut. Die Gefechtstätigkeit war sehr lebhaft, feindliches Artilleriefeuer aller Kaliber lag auf der Stellung, starke Feuerüberfälle gingen auf die Anmarschwege, die Fliegertätigkeit war rege.“  Alleine bis zum 10.12. verlor die 14. b. Inf.Div. durch die fortlaufenden Attacken der gegenüberliegenden Einheiten der britischen 5. Armee 11 Offiziere und 331 Mannschaften. Auch wenn sich ab diesem Zeitpunkt die Kriegshandlungen auf beiden Seiten der Front abschwächten, der winterbedingte Stellungskrieg Einzug hielt, kam es immer wieder an wechselnden Frontabschnitten zu Artillerieangriffen oder Infanterievorstößen. So meldete z. B. das Große Hauptquartier in Berlin am 30. Dezember 1916: „Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: Nordwestlich von Lille, an der Somme – vornehmlich auf dem Nordufer – und in einzelnen Abschnitten der Aisne-Front nahm zeitweilig das Feuer zu. Mehrfach wurden Vorstöße englischer und französischer Patrouillen abgewiesen.“

Karte 7 – 16.12.1916: Die 14. b. Inf. Div. an der Somme Front Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918.Bd.11. Skizze14 (Ausschnitt; bearb. d. Verf.)

In den Herbst- und Wintermonaten 1916/17 liefen sowohl bei der Entente als auch bei den Mittelmächten bereits die strategischen Planungen für das Kriegsjahr 1917. An der Westfront deutete nach den erfolglosen Offensiven des Jahres 1916 alles darauf hin, dass die Alliierten mit ihrer Übermacht an Mensch und Material im Frühjahr 1917 erneut eine Großoffensive gegen die Deutschen starten würden. Deren Offensiv-Schwerpunkt, so die Annahme der deutschen O.H.L. würde der weit nach Westen vorspringende Frontbogen bei St. Quentin sein. „Auf deutscher Seite wies schon der Wunsch, den uneingeschränkten Unterseebootkrieg Zeit zur Wirkung zu lassen, darauf hin, diesem Kampfe möglichst lange aus dem Wege zu gehen. Auch auf Schonung und sparsame Verwendung der Kräfte war im Hinblick auf die kommenden Abwehrschlachten Bedacht zu nehmen. So entschloß sich die O.H.L. schon sehr frühzeitig, jenen Stellungsbogen zu räumen und die Truppen in eine kürzere Stellung, die `Siegfriedstellung´, zurückzuführen, die von der Scarpe nördlich von Arras über St. Quentin zur Aisne östlich Soissons verlief und während des Winters befehligt worden war.“[31]

Zu diesem Vorhaben gehörte es jedoch auch, Kräfte an der zu Winterbeginn 1916/17 erreichten Frontlinie zu halten, während im Rückzugsraum, der den Codenamen „Alberich“ trug, ein etwa 15 km breiter Streifen nach dem Prinzip der „verbrannten Erde“ dem Erdboden gleichgemacht wurde. Entlang der begradigten „Siegfriedlinie“ erfolgte gleichzeitig der massive Ausbau der deutschen Stellungen.[32] Die 14. b. Inf.Div. gehörte zu Einheiten, die bis 15. März 1917 an vorderster Front im Stellungskrieg gegen britische Einheiten der 5. Armee stand.

Karte 8: Deutscher Rückzug von der Somme in der 2. März-Hälfte 1917. Quelle: Immanuel, F.: Der Weltkrieg 1914 bis 1919. A. a. O., S. 211, Zeichnung 48

16./17.3.1917.   Verlegung der 14. b. I.D im Rahmen der deutschen Rückzugsbewegungen hinter die Siegfried-Stellung nach Bavai, ca. 20 km südöstlich von Valenciennes

22.3.1917   Verlegung in das Kampfgebiet nördlich der Scarpe im Osten von Arras unter den Befehl des I. b. R.K.[33] im Verband der 6. Armee.

23.3.–1.4.1917   Stellungskämpfe im Artois

2.–8.4.1917   Vorbereitung der Frühjahrsschlacht bei Arras[34]: massive Verstärkung der britischen Feuerkraft und Heranführung neuer, ausgeruhter Einheiten – Stoßtruppunternehmen und täglich zunehmender Artilleriebeschuss durch die britischen Verbände zerstörten bereits vor Beginn der eigentlichen Schlacht die deutschen Abwehrstellungen im Raum Arras

9.4.1917   Beginn der Frühjahrsschlacht bei Arras im Abschnitt der 6. Armee, der seit 22.3.1917 auch die 14. b. Inf.Div. und mit ihr das 8. b. Inf.Reg. mit Andreas Stein angehörte.

Karte 9: Die 14. b. Inf. Div. am Morgen des 9. April 1917 östlich von Arras

„Zuerst schlugen die Engländer am 9. April – am Ostermontag – bei Arras im Abschnitt der 6. Armee zu. Die ganze erste Wucht des Stoßes traf den Abschnitt des I. b. R.K., der sich von Givenchy (ausschließl.) bis zur Scarpe erstreckte. Zur Rechten, westlich und nordwestlich Givenchy, lag die 16. b. I.D., die erst im Januar bei Lille neu gebildet worden war. In den Raum des I. b. R.K. teilten sich die 79. R. D., und die 14. B. I.D.[35] Die Truppen hielten im allgemeinen noch die Stellungen, die nach Abschluß der Schlachten des Jahres 1915 in deutscher Hand geblieben waren. Allerdings waren diese Stellungen ungünstig. Der Höhenrand beiderseits la Folie (nordöstl. Neuville St. Vaast), der die vordersten Schützengräben trug, und der allein den Beobachtern der Artillerie Einblick in das Vorgelände gewährte, fällt zwischen Givenchy und Farbus steil und unvermittelt in die kahle und deckungslose Ebene von Douai ab. Die Stellung entbehrte also hier der für die Verteidigung unerläßlichen Tiefe. Die zwischen Vimy, Farbus und Bailleul zusammengedrängten Batterien sahen sich in der Schlacht durch das feindliche Trommelfeuer bald von ihren auf dem Höhenrand stehenden Beobachtern getrennt und mit Blindheit geschlagen. Der Steilhang hinderte sie an der Wirkung ins nahe Vorfeld, das freie Vorfeld hinter Vimy aber versagte ihnen jeden Schuß. […] In der Nacht zum 9. April müssen die deutschen Batterien noch einmal eine gründliche Beschießung mit Gasgranaten über sich ergehen lassen. Dann erheben 530 vorm. die feindlichen Feuerschlünde ihre tausendfache Stimme zu einer Macht, die sogar die Eindrücke aus der Schlacht an der Somme aus dem Jahre 1916 übertraf. Die deutschen Batterien antworten. Aber schon bald, 60 vorm., springt auf der ganzen Strecke zwischen Souchez und Neuville Vitasse (6 km südöstl. Arras) die englische Infanterie aus ihren Gräben. Unter dem Schutz von Rauchgeschossen und Flammenwerfern wälzt sich, in Wellen, Sturmtrupps und dicht geschlossenen Reserven gegliedert, wohl eine dreifache Übermacht heran. Nach einiger Zeit folgen an einzelnen Stellen auch Kampfwagen nach. Fast überall wird die zusammengeschossene, erschöpfte, seit Tagen nur mangelhaft verpflegte Besatzung der deutschen Gräben rasch überwältigt. […] Die eingesetzten Bataillone der 14. B.I.D. – 4.b.I.R. rechts, 25. b.I.R. Mitte, 8. b.I.R. links – hatten sich zwar sowohl in der 1. Stellung, wie in der Zwischenstellung dem eindringenden Feind wiederholt und hartnäckig entgegen geworfen, waren aber doch etwa schon um 90 vorm. über den Bahndamm nordöstlich und östlich St. Laurent zurückgeglitten. Es waren nur mehr kümmerliche Trümmer. […] Der 9. April hatte schwere Opfer gefordert, von der 1. b.R.D. allein über 100 Offiziere, an 3000 Mann und über 30 Geschütze. Die 14. b.I.D. war, als sie in die Schlacht eintrat, schon durch die aufreibenden Kämpfe bei Bapaume verbraucht.“[36]

 Andreas Stein war eines der ca. 3000 Opfer aus den Reihen der 1. b. R.D. Er geriet an diesem ersten Tag der Frühjahrsschlacht bei Arras verletzt in englische Gefangenschaft. Am 24.6.1917 verstarb Stein an den Folgen seiner Verwundungen. Das Militärhospital Lewisham in London benannte die Amputation des linken Beines und eine Verletzung des linken Ellenbogenbeingelenks als Todesursache.

Abb. 9: Vermerk über den Tod von Andreas Stein in seiner Kriegsstammrolle – Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen, 1914-1918; Band: 985. Kriegsstammrolle: 5. Kompanie, Bd. 1 – Auszug

Beigesetzt wurde Andreas Stein auf dem Cannock Chase German Military Cemetery in Staffordshire, England in der Endgrablage: Block 15 Reihe 1 Grab 2 [37], wo für ihn und den am 11.9.1917 ebenfalls in der Gefangenschaft verstorbenen Musketier Paul Bundschuh aus Berlin ein Grabstein errichtet wurde.

 Abb. 10: Andreas Stein – Grabmal auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Cannock Chase, Staffordshire, England

 Abb. 11: Stein, Andreas – Auszug Pfarrmatrikel Aschaffenburg-Unsere Liebe Frau Sterbefälle inkl. Register – 1. Januar 1876 bis 31. Dezember 1920, S. 436

Die Eintragung des Todesfalles Stein Andreas in die Sterbematrikel erfolgte erst während der Weihnachtstage 1917 gemeinsam mit der Eintragung des am 19. August 1917 in Maracesti, Rumänien, gefallenen Leiderers Otto Junker.

Auf dem Mahnmal für die Opfer des 1. Weltkrieges in Aschaffenburg–Leider erinnert eine Inschrift an Andreas Stein.[38] In der Leiderer Pfarrkirche St. Laurentius ist eine gleichlautende Inschrift auf einer von zwei Gedenktafeln für die Opfer des 1. Weltkrieges im linken hinteren Bereich des Kirchenschiffes angebracht.

Abb. 12: Weltkrieg-1-Denkmal in Aschaffenburg–Leider – Eintrag für Andreas Stein – Foto (Ausschnitt): P. Grasmann

 Nach Abschluss der Kämpfe bei Arras und einem Kurzeinsatz an der Yser folgten für das 8. b. Inf. Reg. weitere verlustreiche Einsätze an der Ostfront (1917) und 1918 bis zum Kriegsende wieder an der Westfront.[39]

 Abb. 13: Auszug aus dem Gefechtskalender des 8. K. b. Inf. Reg.

9027 – Diese Zahl steht für das Schicksal von Andreas Stein[40] und für weitere 9026 Regimentsmitglieder, die Opfer dieses vom Großmachtstreben europäischer Staatsoberhäupter ausgelösten Krieges wurden.

 Abb. 14-Gesamtverluste des 8. b. Inf. Reg. während des 1. Weltkrieges.

  

Anhang:

Abbildungen:

 

Abb. 1: Weltkrieg-1-Denkmal Friedhof Aschaffenburg-Leider – Foto: Peter Grasmann

Abb. 2: Stein Andreas – Eintrag ins Taufregister der Muttergottespfarrkirche Aschaffenburg 1882, (Bildmontage d. Verf. ) – Quelle: https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/wuerzburg/aschaffenburg-unsere-liebe-frau-innenstadt/00314/?pg=91

Abb. 3: Das bayer. 8. Infanterie-Regiment innerhalb der 33. Reserve-Division der Armee des deutschen Kaiserreiches 1914–1918 – nach: Cron, H.: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918. Berlin 1937; Histories of two hundred and fifty-one divisions of the German Army which participated in the war 1914–1918. S. 403 ff.

Abb. 4: – Gesamtverluste des 8. b. Infanterie-Regiments in der Zeit vom 8.5.1915 bis 10.8.1916 bei den Kämpfen auf den Maashöhen (Ruhestellung) und im St. Mihiel-Bogen – Zahlenquelle: Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 43. 8. b. Infanterie-Regiment. A. a. O., S. 65-68

Abb. 5: Frühjahr 1916 – Kampffeld bei Douaumont – Quelle: Großer Bilderatlas des Weltkrieges 1916-1918. Bd. 3. A. a. O., S. 6

Abb. 6: Das 8. b. Infanterie-Regiment innerhalb der 14. b. Infanterie-Division – Quellen: Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. 8. b. Infanterie-Regiment „Großherzog Friedrich II. v. Baden“. Bd. 43. Auszüge aus den amtlichen Kriegstagebüchern. Bayerische Armee. Hrsg. vom bayer. Kriegsarchiv. München 1926. S. 141 und Wikipedia: 14. Königl. Bayer. Division – Link: https://de.wikipedia.org/wiki/14._K%C3%B6niglich_Bayerische_Division

Abb. 7: Verlustübersicht des 8. b. Inf. Reg. bei den Kämpfen um Verdun 1916 – Zahlenquelle: Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 43. 8. b. Infanterie-Regiment. A. a. O., S. 98, Anlage 1 a

Abb. 8: Englischer Panzer an der Somme-Front – Quelle: Großer Bilderatlas des Weltkrieges 1916–18. Bd. 3. S. 33

Abb. 9: Vermerk über den Tod von Andreas Stein in seiner Kriegsstammrolle – Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen, 1914-1918; Band: 985. Kriegsstammrolle: 5. Kompanie, Bd. 1 – Auszug

Abb. 10: Stein, Andreas – Grabmal auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Cannock Chase, Staffordshire, England – Bildquelle: https://de.findagrave.com/memorial/147995849#source

Abb. 11: Stein, Andreas – Auszug Pfarrmatrikel Aschaffenburg-Unsere Liebe Frau Sterbefälle inkl. Register – 1. Januar 1876 bis31. Dezember 1920, S. 436 – Bildmontage

Abb. 12: Weltkrieg-1-Denkmal in Aschaffenburg–Leider – Eintrag für Andreas Stein – Foto (Ausschnitt): P. Grasmann

Abb. 13: Auszug aus dem Gefechtskalender des 8. K. b. Inf. Reg. Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen, 1914-1918; Band: 985. Kriegsstammrolle: 5. Kompanie, Bd. 1. S. [12] – Link: https://www.ancestry.de/search/collections/1631/records/1436761

Abb. 14-Gesamtverluste des 8. b. Inf. Reg. während des 1. Weltkrieges. Quelle: Erinnerungsbl. d. Regimenter. 8. K. b. Inf. Reg. Bd. 43. A. a. O., S. 100, Bildmontage

Karten:

Karte 1: Gefechtsorte und Ruhestellung des 8. b. Inf. Reg auf den Maashöhen 1915 bis April 1916 – Kartengrundlage: © OpenStreetMap; (bearb. d. Verfasser)

Karte 2: Frühjahr 1916 – Die 33. Res. Inf. Div. im Frontbogen vor St. Mihiel – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 10. A.a.O. Karte 2 (Ausschnitt, bearb. d. Verf.)

Karte 3: Der Festungsgürtel um Verdun – Quelle: lllustrierte Geschichte des Weltkrieges 1914/15. Band 1. Stuttgart, Berlin, Leipzig, Wien. S. 384

Karte 4: Frontlinienentwicklung Verdun von Februar bis. Dezember 1916 – Quelle: Beumelburg, W.: Sperrfeuer um Deutschland. S. 79 (Ausschnitt, bearb. d. Verf.)

Karte 5: Sommer/Herbst 1916 – Einsatzraum der 14. b. Infanterie-Division – Quelle: Illustr. Geschichte des Weltkrieges 1914-1916. Bd. 5. A. a. O., S. 3

Karte 6: Kampfgelände der 14. b. Inf. Div. um Fort Vaux – Quelle: Schlachten des Weltkrieges. Bd. 14. A. a. O., Karte 1 (Ausschnitt; bearb. d. Verf.)

Karte 7: – 16.12.1916: Die 14. b. Inf. Div. an der Somme Front – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918.Bd.11. Skizze14 (Ausschnitt; bearb. d. Verf.)

Karte 8: Deutscher Rückzug von der Somme in der 2. März-Hälfte 1917. Quelle: Immanuel, F.: Der Weltkrieg 1914 bis 1919. A. a. O., S. 211, Zeichnung 48

Karte 9: Die 14. b. Inf. Div. am Morgen des 9. April 1917 östlich von Arras – Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 12. A. a. O., Beilage 9; (Ausschnitt; bearb. d. Verf.)

 

Literatur:

Aschaffenburger Adreß-Buch. Adreß- und Geschäfts-Handbuch für die Kgl. bayer. Stadt Aschaffenburg einschließlich Damm und Leider. Aschaffenburg 1914. Stadt- u. Stiftsarchiv Aschaffenburg, Präsenzbibliothek

Bernhardi, Friedrich v.: Deutschlands Heldenkampf 1914-1918. München 1922 – https://archive.org/details/deutschlandsheld00bern

Beumelburg, W.: Schlachten des Weltkrieges. Ypern 1914. Band 10. In Einzeldarstellungen bearbeitet und herausgegeben im Auftrage des Reichsarchivs. Oldenburg i. O. – Berlin 1925 – Digitalisat: http://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC00633954/1/

Beumelburg, W.: Sperrfeuer um Deutschland. Oldenburg i. O.-Berlin 1929 – Link: https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC05919513/1/

Cron, H.: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918. Berlin 1937

Der Weltkrieg 1914 bis 1918. Bd. 1. Bearbeitet im Reichsarchiv. Die militärischen Operationen zu Lande. Die Grenzschlachten im Westen. Berlin 1925 – Link: https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC01831210/1/LOG_0003/

Der Weltkrieg 1914 bis 1918. Bd. 5. Bearbeitet im Reichsarchiv. Die militärischen Operationen zu Lande. Der Herbst-Feldzug 1914. 1. Im Westen bis zum Stellungskrieg, im Osten bis zum Rückzug. Berlin 1929 – Link: http://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC01859873/1/

Der Weltkrieg 1914 bis 1918. Bd. 12. Im Auftrage des Oberkommandos des Heeres bearbeitet und herausgegeben von der kriegsgeschichtlichen Forschungsanstalt des Heeres. Die militärischen Operationen zu Lande. Die Kriegsführung im Frühjahr 1917. Berlin 1939. – Link: https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC01860055/1/

Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. 8. K. b. Infanterie-Regiment „Großherzog Friedrich II. v. Baden.“ Bd. 43. Auszüge aus den amtlichen Kriegstagebüchern. Bayerische Armee. Hrsg. vom bayer. Kriegsarchiv. München 1926.- Link: https://digital.wlb-stuttgart.de/index.php?id=6&tx_dlf%5Bid%5D=103492&tx_dlf%5Bpage%5D=1

Grasmann, Peter: Herbst1914Zeitlose. Aschaffenburg 2019. Books on Demand. ISBN: 9783752639711

Histories of two hundred and fifty-one divisions of the German Army which participated in the war 1914–1918. Washington 1920 – Link: https://archive.org/details/historiesoftwohu00unit/page/n6/mode/2up

lllustrierte Geschichte des Weltkrieges 1914/15. Band 1. Stuttgart, Berlin, Leipzig, Wien. – Link: http://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC07455481 _Erster_Band/1/.

Illustrierte Geschichte des Weltkrieges 1914-16. 5. Bd. 2. Halbjahr 1916. Stuttgart-Berlin-Leipzig-Wien. Ohne Jgg. – Link: http://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC07455481_Fuenfter_Band/1/

Kalogrias, V., & Kemper, J. (Hrsg.). (2024). Geschichte der Stadt Aschaffenburg im 19. und 20. Jahrhundert. Bd. 1. Von der Dalbergzeit (1803-1813) bis zum Ersten Weltkrieg (1914-1918) (2., verbesserte Auflage) (Sonderpublikationen des Stadt- und Stiftsarchivs Aschaffenburg). Aschaffenburg: Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg; Stadt Aschaffenburg. – Link: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-101177-9

Kaup, Wilh.; Kaup, Wolfg.; Hapke, K.: Leben in Leider. Portrait eines Stadtteils II. Textband. Aschaffenburger Studien im Auftrag der Stadt Aschaffenburg. Stadt- und Stiftsarchiv. Band 11. Aschaffenburg 1995

Klotz, Matthias: Der Erste Weltkrieg in Aschaffenburg. Eine Dokumentation. Aschaffenburg 2014 – Link: https://stadtarchiv-aschaffenburg.de/wp-content/uploads/2020/04/1.-Weltkrieg-in-AB_Internet_1.pdf

Kraus, Jürgen: Handbuch der Verbände und Truppen des Deutschen Heeres 1914–1918. Teil Vl: lnfanterie. Bd. 1. Infanterie-Regimenter. Wien 2007

Lambers, Andree: Die Schlacht von Verdun in der militärgeschichtlichen Rezeption, 1919–1945. Osnabrück 2006

Schwink, Otto: Der Große Krieg in Einzeldarstellungen. Heft 10. Die Schlacht an der Yser und bei Ypern im Herbst 1914 – Link: http://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC06982697/1/

The story of the Great War; history of the European War from official sources. Complete historical records of events to date. Edited by Francis J. Reynolds, Allen L. Churchill [and] Francis Trevelyan Miller- Vol 6. – Link: https://archive.org/details/storyofgreatwarh01reynuoft

 

Digitale Ressourcen:

Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Abteilung IV Kriegsarchiv, München. Kriegsranglisten und -stammrollen des Königsreichs Bayern, 1. Weltkrieg 11914-1918 – Link: https://www.ancestry.de/search/collections/catalog/?title=Kriegsstammrollen&limitToCountry=1

Onlineprojekt Gefallenen-Denkmäler – Link: http://denkmalprojekt.org/index.htm

Open Street Map (Digitales Kartenwerk): https://www.openstreetmap.org/#map=6/51.33/10.45

Taufregister der Muttergottespfarrkirche Aschaffenburg 1882, (Bildmontage d. Verf. ) – Quelle: https://data.matricula-online.eu/de

WIKIPEDIA – Die freie Enzyklopädie: Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

Anmerkungen:

[1] Adress-Buch der Stadt Aschaffenburg. Adress- und Geschäfts-Handbuch für die Kgl. Bayer. Stadt Aschaffenburg – einschließlich Damm und Leider. Aschaffenburg 1910. S. 47 ff. Nach der Umnummerierung von 1937 wurde daraus die Adresse Ruhlandstraße 26.

[2] Daraus wurde nach der Umnummerierung 1937 die Anschrift Leiderer Stadtweg 70. Quelle: Sehe Anmerkung 1!

[3] Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen, 1914-1918; Band: 9153. Kriegsstammrolle: Bd. 1-Lfd. Nr. 521

[4] Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen, 1914-1918; Band: 8031. Kriegsstammrolle: Bd. 1- Lfd. Nr. 810 – Link: https://www.ancestry.de/search/collections/1631/records/6231259 und Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen, 1914-1918; Band: 985. Kriegsstammrolle: 5. Kompanie, Bd. 1. Lfd. Nr. 406 – Link: https://www.ancestry.de/search/collections/1631/records/1436761

[5] Gefechtsplan 8. b. Inf. Reg – Quelle: Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. 8. K. b. Infanterie-Regiment „Großherzog Friedrich II. v. Baden.“ Bd. 43. Auszüge aus den amtlichen Kriegstagebüchern. Bayerische Armee. Hrsg. vom bayer. Kriegsarchiv. München 1926. S. 10. Diese Quelle wird im Folgenden als „Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 43. 8. b. Infanterie-Regiment. A. a. O., S. n“ zitiert (Anm. d. Verf.)

[6] Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 43. 8. b. Infanterie-Regiment. A. a. O., S. 20

[7] Siehe Karte 1!

[8] Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 43. 8. b. Infanterie-Regiment. A. a. O., S. 21 f.

[9] Siehe Abb. 4 – Gesamtverluste des 8. b. Infanterie-Regiments in der Zeit vom 8.5.1915 bis 10.8.1916 bei den –Kämpfen auf den Maashöhen (Ruhestellung) und im St. Mihiel-Bogen

[10] Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 43. 8. b. Infanterie-Regiment. A. a. O., S. 22

[11] Siehe Karte 2! Quelle: lllustrierte Geschichte des Weltkrieges 1914/15. Band 1. Stuttgart, Berlin, Leipzig, Wien. S. 384. Siehe auch Karte 3 und 4!

[12] Siehe Abb. 5 und Karten 4 und 5!

[13] Siehe Karte 3 und 4! Quellen: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 10. A.a.O. Karte 2 (Ausschnitt, bearb. d. Verf.)/ Beumelburg, W.: Sperrfeuer um Deutschland. S. 79 (Ausschnitt, bearb. d. Verf.)

[14] Siehe Karte 2! Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 10. A.a.O. Karte 2 (Ausschnitt, bearb. d. Verf.)

[15] Siehe Karte 2! Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 10. A.a.O. Karte 2 (Ausschnitt, bearb. d. Verf.)

[16] Zur Frontentwicklung zwischen Februar und Ende Juni 1916 siehe Karte 4!

[17] Lambers, Andree: Die Schlacht von Verdun in der militärgeschichtlichen Rezeption, 1919–1945. Osnabrück 2006

[18] Detaillierte Schilderungen der Kämpfe auf den östlichen Maashöhen vom Juli und August 1916 finden sich in „Der Weltkrieg 1914–1918. A. a. O., Bd. 10“ und „Schlachten des Weltkrieges. Band 14“.

[19] Siehe Abb. 6! – Quellen: Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. 8. b. Infanterie-Regiment „Großherzog Friedrich II. v. Baden“. Bd. 43. Auszüge aus den amtlichen Kriegstagebüchern. Bayerische Armee. Hrsg. vom bayer. Kriegsarchiv. München 1926. S. 141 und Wikipedia: 14. Königl. Bayer. Division – Link: https://de.wikipedia.org/wiki/14._K%C3%B6niglich_Bayerische_Division

[20] Siehe Karten 5 und 6!

[21] Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 43. 8. b. Infanterie-Regiment. A. a. O., S. 23

[22] Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 43. 8. b. Infanterie-Regiment. A. a. O., S. 23

[23] III./ b. 8 bedeutet III. Bataillon des 8. bayerischen Infanterie-Regiments, zudem die 9.,10., 11. und 12. Kompanie gehörten. Anm. d. Verf.

[24] V.F. o. Vz.-Fw.: Vize-Feldwebel (Anm. d. Verf.)

[25] Schlachten des Weltkrieges. Bd. 14. A. a. O., S. 178 f.

[26] Siehe dazu Karte 6: Kampfgelände der 14. b. Inf. Div. um Fort Vaux!

[27] Schlachten des Weltkrieges. Bd. 14. A. a. O., S. 180 f.

[28] Zahlenquelle: Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 43. 8. b. Infanterie-Regiment. A. a. O., S. 98, Anlage 1 a

[29] Siehe Karte 7!

[30] Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Bd. 43. 8. b. Infanterie-Regiment. A. a. O., S. 25 f.

[31] Die Bayern im Großen Kriege 1914 – 1918. Auf Grund der amtlichen Kriegsakten dargestellt. Amtliches Werk herausgegeben vom Bayerischen Kriegsarchiv. München 1923. 2. Aufl., S. 363

[32] Immanuel, F.: Der Weltkrieg 1914 bis 1919. Volkstümliche Darstellung des Krieges zu Lande, zur See, in den Schutzgebieten. Berlin 1920. S. 210 ff.

[33] I. b. R.K. = I. bayer. Reserve-Korps. Anm. d. Verf.

[34] Dauer in amtl. Quellen: 2.4. bis 20.5.1917. Die Bayern im Großen Kriege 1914 – 1918. A. a. O., S. 365 ff.

[35] Siehe Karte 9! Quelle: Der Weltkrieg 1914–1918. Bd. 12. A. a. O., Beilage 9; bearb. d. Verf.

[36] Die Bayern im Großen Kriege 1914–1918. A. a. O., S. 365 f.

[37] Siehe Abb. 10! Bildquelle: https://de.findagrave.com/memorial/147995849#source

[38] Siehe Abb. 12!

[39] Siehe Abb. 13. Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv; München; Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegsstammrollen, 1914-1918; Band: 985. Kriegsstammrolle: 5. Kompanie, Bd. 1. S. [12] – Link: https://www.ancestry.de/search/collections/1631/records/1436761

[40] Siehe Abb. 14! Quelle: Erinnerungsbl. d. Regimenter. 8. K. b. Inf. Reg. Bd. 43. A. a. O., S. 100, Bildmontage

 

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