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Stadt Aschaffenbug unterzeichnet Open Heritage Statement

Kulturerbe für alle zugänglich machen

Die Stadt Aschaffenburg hat das „Open Heritage Statement“, einen globalen Aufruf für einen
gerechten Zugang zum öffentlichen Kulturerbe, unterzeichnet, der von Creative Commons
und der Open Heritage Coalition ins Leben gerufen wurde.
Der Zugang zum Kulturerbe ist ein wesentlicher Bestandteil des Grundrechts auf Teilnahme
am kulturellen Leben. Er ist unerlässlich für den Schutz der kulturellen und sprachlichen
Vielfalt, eine wichtige Säule der nachhaltigen Entwicklung und notwendig für den Erhalt
demokratischer Gesellschaften.

Dennoch bleibt ein Großteil des Kulturerbes aufgrund unnötiger Barrieren unzugänglich. Nur ein kleinerer Teil der Kulturerbe-Institutionen stellen ihre Sammlungen derzeit offen zur Verfügung. Für die meisten Institutionen bleibt die Bereitstellung eines offenen, gleichberechtigten Zugangs eine Herausforderung.

115 Organisationen aus zahlreichen Ländern haben unterzeichnet

Die Erklärung wurde bisher von mehr als 115 Organisationen und Einrichtungen aus
zahlreichen Ländern innerhalb der Koalition unterzeichnet. Sie definiert gemeinsame Werte,
hebt wichtige Herausforderungen hervor und legt Prioritäten fest, um die globale Kluft beim
gleichberechtigten Zugang zum kulturellen Erbe zu schließen. Sie soll die Grundlage für
einen Dialog über einen internationalen Rahmen für offenes Kulturerbe schaffen und die
laufende Arbeit der UNESCO in den Bereichen kulturelle Rechte, digitale Transformation und
Wissensaustausch für eine nachhaltige Entwicklung unterstützen.
Das Open Heritage Statement ist in Deutschland unter anderem vom Bundesarchiv, dem
Landesarchiv Württemberg, dem deutschen Archivverband und
verschiedenen Universitätsbibliotheken unterzeichnet worden. Die Anregung zur Mitwirkung
kam über die deutsche UNESCO-Kommission und wurde seitens der Stadt
Aschaffenburg über das Stadt- und Stiftsarchiv aufgegriffen.
Mehr Infos und das Statement unter https://openheritagestatement.org/

Foto: Der Brief von Emilie Brentano an ihren Sohn Lujo (1855), aus dem
fast vollständig digitalisierten Nachlass der Familie Brentano, ist ein Beispiel für ein
freies Kulturerbe. Er ist online in der Deutschen Digitalen Bibliothek zugänglich.
(Quelle: Stadt- und Stiftsarchiv NL 1, Nr. 179).