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Hermann Eymanns Fotografien im Schönborner Hof

Ausstellungseröffnung am 28. Oktober 2026

Am 28. Oktober 2026 wurde im Schönborner Hof die neue Ausstellung des Stadt- und Stiftsarchivs eröffnet. Im Mittelpunkt standen der Pressefotograf Hermann Eymann und seine Aufnahmen aus der nationalsozialistischen Zeit sowie den Jahren 1948 und 1949. Eymann, am 2. Dezember 1900 in Wilgartswiesen geboren, arbeitete von 1933 bis 1939 für die „Aschaffenburger Zeitung“ und 1948/49 für das „Main-Echo“. Die rund 80 ausgestellten Fotografien, die aus dem Bildarchiv von Klaus Eymann stammen, dokumentieren zwei Krisenphasen der Stadtgeschichte: die Etablierung der NS-Diktatur und den Wiederaufbau der vom Krieg zerstörten Stadt.

Kritische Betrachtung der Stadtgeschichte

Mehr als 150 Besucherinnen und Besucher hatten am 28. Oktober Gelegenheit, Eymanns Fotografien und Dokumente zu seiner Familiengeschichte kennenzulernen. Archivleiter Joachim Kemper begrüßte die Gäste. Die ukrainische Sängerin Bloshka begleitete die Veranstaltung mit melancholischen Melodien auf der Gitarre. Auch Klaus Eymann, Sohn des Fotografen und ehemaliger Geschäftsführer des „Main-Echo“, hieß die Gäste willkommen. Er freue sich darüber, dass die Fotografien aus seinem Archiv nun öffentlich zu sehen seien.

Oberbürgermeister Markus Schlemmer dankte Klaus Eymann für die Ausstellungsidee und unterstrich die Bedeutung der Schau für die Stadtgeschichte. Bürgermeister Eric Leiderer betonte, dass die Fotografien aus der NS-Zeit nicht nur angeschaut, sondern auch kritisch hinterfragt werden müssten. Kurator Vaios Kalogrias ordnete Hermann Eymanns Biografie kritisch ein, insbesondere seine Tätigkeit im „Dritten Reich“.

Besuchszeitraum

Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar 2027 im Schönborner Hof zu sehen.

Fotonachweis: Alexander Klotz