{"id":6895,"date":"2023-03-29T08:36:01","date_gmt":"2023-03-29T06:36:01","guid":{"rendered":"https:\/\/heimathub.de\/?p=6895"},"modified":"2024-01-31T09:26:40","modified_gmt":"2024-01-31T08:26:40","slug":"die-eisenbahnerkantine-in-der-goldbacher-strasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/heimathub.de\/die-eisenbahnerkantine-in-der-goldbacher-strasse\/","title":{"rendered":"Die Eisenbahnerkantine in der Goldbacher Stra\u00dfe 51"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Leberk\u00e4sweck und Limo<\/strong><\/h3>\n<p>Die Eisenbahnerkantine in Aschaffenburg kenne ich seit meiner Kindheit. Ich bin in der \u00d6sterreicher Kolonie in der N\u00e4he des \u00d6sterreicher Denkmals aufgewachsen, als Sohn eines Eisenbahners. Mein Gro\u00dfvater war bei der Eisenbahn, mein Onkel war bei der Eisenbahn. In der \u00d6sterreicher Kolonie, eingegrenzt von der Bahnlinie von Aschaffenburg nach Goldbach, von der Bahnlinie nach Miltenberg und von der Hauptstrecke nach W\u00fcrzburg und N\u00fcrnberg, wohnten sehr viele Eisenbahner und Postler, teils in Siedlungsh\u00e4usern, teils in bahn- und posteigenen Wohnblocks. Von meinem Zimmer im Dachgescho\u00df in der Tiroler Stra\u00dfe h\u00f6rte ich die Z\u00fcge nach W\u00fcrzburg, wenn ich sie bewusst h\u00f6ren wollte. Ansonsten \u00fcberh\u00f6rte ich den Bahnl\u00e4rm, er geh\u00f6rte zum Alltag. Wir spielten am \u00d6sterreicher Denkmal, keine zehn Meter von den Bahngleisen entfernt. Als die G\u00fcterz\u00fcge nach Goldbach noch fuhren, so in den 1960er Jahren, legten wir manchmal an dem unbeschr\u00e4nkten Bahn\u00fcbergang bei den Kleing\u00e4rten Ein-Pfennig-M\u00fcnzen auf die Bahngleise. Diese wurden von den G\u00fcterwagen flachgepresst auf die Gr\u00f6\u00dfe eines Markst\u00fccks. Wenn wir in die Stadt liefen, dann mussten wir vorbei am Goldbacher Viadukt, querten die Bahnschranke und dann an der \u201eKantine\u201c vorbei in die Innenstadt, entweder links entlang der langen Mauer, hinter der die Papierfabrik stand, oder rechts entlang am Main-Echo-Geb\u00e4ude vorbei und dann am Holz-Geiger und am Spielwaren Kl\u00fcglein, und schon war die Kaufhalle oben an der Herstallstra\u00dfe in Sicht.<\/p>\n<p>Wenn mein Vater mir seinen Arbeitsplatz und den Lokschuppen zeigte, dann nur bei besonderen Anl\u00e4ssen wie Geburtstag oder Zeugnis. Anschlie\u00dfend ging es in die Kantine, f\u00fcr einen Leberk\u00e4sweck und eine Limo. Ich war stolz zwischen echten Lokf\u00fchrern zu sitzen.<\/p>\n<h3><strong>Die Eisenbahnerkantine: gutes Essen f\u00fcr wenig Geld<\/strong><\/h3>\n<p>Die Eisenbahnkantine war ein schlichtes Geb\u00e4ude, mit dem Eingang auf der Bahnseite, innen mit Neonlicht und dem Charme einer Wartehalle. Dort gab es f\u00fcr wenig Geld gutes Essen und was zu trinken. Und das rund um die Uhr, weil sie ja als Verpflegungseinrichtung f\u00fcr die Eisenbahner und die Lokf\u00fchrer gedacht war, deren Dienst au\u00dferhalb der \u00fcblichen Arbeitszeiten lag und die auch nachts noch eine warme Mahlzeit wollten. Die Kantine lag in der Goldbacher Stra\u00dfe 51 auf dem Weg zwischen dem Bahnhof und dem \u00dcbernachtungsheim f\u00fcr die Lokf\u00fchrer in der Goldbacher Stra\u00dfe 46 in der \u00d6sterreicher Kolonie. 1984 wurde das \u00dcbernachtungs-Haus von der Baugenossenschaft der Verkehrsangeh\u00f6rigen gekauft und zu Wohnungen umgebaut. In der Merlostra\u00dfe 1, am D\u00e4mmer Steg, gab es eine weitere \u00dcbernachtung (Sozialgeb\u00e4ude) f\u00fcr ausw\u00e4rtiges Zugpersonal. Hier haben zu Tag- und Nachtzeiten Zugbegleiter aus Bamberg, N\u00fcrnberg, Lichtenfels und Dillenburg ihre Ruhezeiten verbracht. 1978 wurde das Sozialgeb\u00e4ude aufgel\u00f6st. Heute ist dort das Gesundheitsamt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Die Kantine war ein L-f\u00f6rmiges Geb\u00e4ude in der Kurve, in der die Bahngleise nach Miltenberg abzweigten, in der Goldbacher Stra\u00dfe 51. Es gab einen Gastraum, der etwa 7 Meter breit und 25 Meter lang war, K\u00fcche, Toiletten f\u00fcr G\u00e4ste und Personal, zwei Lagerr\u00e4ume, zwei Aufenthaltsr\u00e4ume, einen Vorratsraum.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Die Kantine war in erster Linie f\u00fcr die Bahnmitarbeiter errichtet worden. Es konnten aber auch andere G\u00e4ste die Kantine nutzen. Deshalb gab es auch zwei Preiskategorien, f\u00fcr die Internen und die Externen. Auch die Essenausgabe an der K\u00fcche war aufgeteilt, in einen Bereich f\u00fcr die Arbeiter, in einen Bereich f\u00fcr die Angestellten, und einen Thekenbereich f\u00fcr die Getr\u00e4nke. Dort wurde auch Bad Br\u00fcckenauer Mineralwasser verkauft, zu einem g\u00fcnstigen Preis, von dem Pfennigbetr\u00e4ge an das Sozialwerk der Bundesbahn (BSW) abgef\u00fchrt wurden. Vor allem per Eisenbahnwagon wurden die Lebensmittel angeliefert. Rudolf Ruby, der von 1953-1956 eine Schlosserlehre bei der Bahn absolvierte, musste \u201eals Lehrbub auch beim Ausladen helfen. Die Kantine hatte einen eigenen Gleisanschluss. Da kamen im Herbst 100 Doppelzentner Kartoffeln, die in den Vorratskeller geschafft wurden. Zur Weihnachtszeit ein Wagon mit Lebkuchen. \u00dcber den Zentraleinkauf in N\u00fcrnberg wurden alle Eisenbahnerkantinen im Bereich der Direktion beliefert. Viele Lebensmittel kamen aus dem Knoblauchsland bei N\u00fcrnberg, beispielsweise die Essiggurken.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Das Sozialwerk war Betreiber der Eisenbahnerkantine, und die einzelnen Dienststellen der Eisenbahn in der Region mussten \u2013 je nach Mitarbeiterzahl \u2013 einen Betrag zur Finanzierung der Kantine abf\u00fchren. Dies stie\u00df bei den Dienststellen, die weit von der Kantine entfernt lagen und deren Service kaum nutzen konnten, wie beispielsweise Miltenberg oder Heigenbr\u00fccken, auf wenig Gegenliebe.<\/p>\n<p>Auch von Polizei, Taxifahrern und Arbeitsamtsmitarbeitern wurde die Kantine mehr oder weniger h\u00e4ufig besucht, wegen des g\u00fcnstigen Preises, der herzhaften Essen und der \u00d6ffnungszeiten rund um die Uhr. Einer erinnert sich: \u201eDie Teller waren viergeteilt f\u00fcr das Hauptgericht, die Suppe, die Beilage und den Salat. Und alle Teller waren mit dem Logo des Bahnsozialwerks bedruckt.\u201c Beliebt war die Stadt-Wurst, eine Art Krakauer Wurst. Ein ehemaliger Eisenbahner berichtet von der besonderen Art der Zubereitung: \u201eIch habe auf einer Dampflok angefangen zu arbeiten und dort haben wir immer die Stadtwurst auf den hei\u00dfen Rohren gegrillt, ein Leckerbissen.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Die Eisenbahnerkantine war ein Baustein der betrieblichen Sozialpolitik der Deutschen Bundesbahn, die teilweise durch das Bahnsozialwerk umgesetzt wurde. Die Kantine war innerhalb des BSW ein eigener Betrieb, der auf eigene Rechnung arbeitete und teilweise von der Bahn unterst\u00fctzt wurde. F\u00fcr die Besch\u00e4ftigten der Kantine war nicht immer klar, ob sie Mitarbeiter der Bahn oder des Sozialwerks waren. Dies war von Bedeutung bei der Frage, ob sie Freifahrtscheine \u2013 eine weitere Sozialleistung der Bahn \u2013 nutzen konnten oder nicht.<\/p>\n<p>Die Eisenbahnerkantine in der Goldbacher Stra\u00dfe wurde ca. 1936 in Aschaffenburg errichtet. Nach Erinnerungen des ehemaligen Werkstattmeisters Helmut Heeg<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> wurde der Holz- und Trockenbau in N\u00fcrnberg abgebaut und nach Aschaffenburg gebracht. In N\u00fcrnberg hatte das Geb\u00e4ude als Jubil\u00e4umssaal zur Erinnerung an die erste Eisenbahnfahrt 1835 gedient. Nach Erinnerungen von Rudolf Ruby<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>, einem ehemaligen Eisenbahner, war das Geb\u00e4ude ein Fachwerkbau, der entsprechend ausgemauert wurde.\u00a0 Die \u201egro\u00dfe\u201c Kantine in der Goldbacher Stra\u00dfe diente dem Zugpersonal, das in Aschaffenburg \u00fcbernachten wollte. Es gab noch eine \u201ekleine\u201c Kantine im Bahnhof, in der das Fahrpersonal sich bei kurzen Pausen erholte.<\/p>\n<h3><strong>Nach dem 2. Weltkrieg \u2013 der Weg zur Normalisierung<\/strong><\/h3>\n<p>Im 2. Weltkrieg war die Zerst\u00f6rung der Transportwege ein zentrales Ziel der Alliierten. Dazu geh\u00f6rten auch die Bahnanlagen in Aschaffenburg, die zu 70 Prozent (Rangierbahnhof) und zu 50 Prozent (Hauptbahnhof) ausgeschaltet waren.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> US-Pioniereinheiten hatten zwar die Strecke Aschaffenburg-W\u00fcrzburg-Schweinfurt-Bamberg schon nach dem 8. Mai 1945 wieder befahrbar gemacht \u2013 dabei spielte die trotz der schweren Luftangriffe verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringe Zerbombung der Schweinfurter Gleisanlagen eine gewisse Rolle \u2013 doch f\u00fcr den zivilen Verkehr, f\u00fcr seine Normalisierung auch in der geregelten Versorgung des Hinterlandes war erst der Kr\u00e4fteeinsatz von bahneigenen und sp\u00e4ter von durch die Arbeits\u00e4mter herangezogenen \u2013 nicht immer freiwilligen \u2013 Hilfsarbeitern notwendig. In Aschaffenburg vollzog sich der Wiederaufbau des Hauptbahnhofs bis Ende 1947, des Rangierbahnhofs bis Ende 1948.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Ein ehemaliger Eisenbahnmitarbeiter, der neben der Eisenbahnerkantine wohnte, hat noch Kindheitserinnerungen: \u201eGleich nach dem Krieg konnten wir in der Eisenbahnerkantine f\u00fcr 10 Pfennig einen Teller Suppe bekommen. Der zweite Teller war umsonst. Hinter der Kantine war ein Fahrradschuppen f\u00fcr 50 Fahrr\u00e4der der Eisenbahn-Bediensteten. Dieser Stellplatz war st\u00e4ndig bewacht, weil Fahrr\u00e4der damals sehr begehrt waren.<\/p>\n<p>1954 war Fu\u00dfballweltmeisterschaft und in der Kantine gab es einen Schwarz-Wei\u00df-Fernseher. \u201eEs war einer der wenigen Fernseher weit und breit. Immer wenn die Deutschen spielten, war die Kantine rammelvoll. Viele G\u00e4ste standen und wir konnten als Kinder kaum was sehen. Aber es war Begeisterung pur.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Rudolf Ruby hat aus dem Ged\u00e4chtnis eine Skizze der damaligen Aufteilung der Kantine aufgezeichnet.<\/p>\n<p>Viele Eisenbahner waren Mitglied im Bahnsozialwerk, das f\u00fcr die Familienangeh\u00f6rigen in der Bahnkantine Weihnachtsfeiern veranstaltete. Der Zuspruch war so gro\u00df, dass zweitweise zwei Weihnachtsfeiern stattfinden mussten. In den 1970er und 1980er Jahren war G\u00fcnter J\u00e4ger der Chef der Eisenbahnerkantine. Bis 1962 hatte er in der Lokleitung des Bahnbetriebswerks gearbeitet, danach wechselte er als Chef in die Kantine. Dort konnte er seine organisatorischen und repr\u00e4sentativen F\u00e4higkeiten gut nutzen. Gleichzeitig war er Vorstand des Eisenbahnersportvereins ESV Rot-Wei\u00df Aschaffenburg 1931 e.V. Das war eine gute Kombination, die beiden Seiten zum Vorteil gereichte. So wirkte er dabei mit, dass der Metzger, der die Kantine belieferte und nicht aus Aschaffenburg stammte, aber ein guter Fu\u00dfballer war, sich nach einigen Gespr\u00e4chen den Eisenbahnern anschloss und als Mittelst\u00fcrmer in der ersten Mannschaft re\u00fcssierte.<\/p>\n<p>Die Eisenbahnerkantine war Treffpunkt, wenn die Fu\u00dfballer des ESV Rot-Wei\u00df, meist mit roten Bahnbussen, zu Ausw\u00e4rtsspielen fuhren. Damals hatte die wenigsten Menschen ein eigenes Auto.\u00a0 Bei der Eisenbahnerkantine gab es auch einen Aushang mit den Mannschaftsaufstellungen. Wenn die Fu\u00dfballer ein Ausw\u00e4rtsspiel hatten und deshalb die Vereinsgastst\u00e4tte verwaist war und auch der Wirt als Zuschauer unterwegs war, kehrten die Fu\u00dfballer und ihre Anh\u00e4nger \u00f6fter nach der R\u00fcckkehr nach Aschaffenburg in der Kantine ein.<\/p>\n<p>Humor und Selbstironie war den Eisenbahnern nicht fremd. Das dr\u00fcckte sich gelegentlich in recht derben Klospr\u00fcchen aus. Eingeritzt in der Klot\u00fcre, so die Erinnerung eines Nutzers, war da zu lesen: \u201e5 Minuten sch\u2026 ein Hund, ein Eisenbahner eine Stund.\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p><strong>Aufschwung und Verkehr<\/strong><\/p>\n<p>Voraussetzung des Wirtschaftsaufschwungs in den 1950er und 1960er Jahren waren unter anderem gute Transportm\u00f6glichkeiten. Die Bahn, aber auch der Stra\u00dfenbau, etwa die Autobahnen und der Transport auf der Stra\u00dfe, erlebten einen Bedeutungszuwachs. Diese Jahre waren die Hoch-Zeit der Eisenbahn. \u201e\u00dcberall wurde ausgebessert, repariert, neu gebaut, modernisiert und Tag und Nacht rund um die Uhr Personen und G\u00fcter aller Art bef\u00f6rdert. Als Beispiel das Bahnbetriebswerk in der Goldbacher Stra\u00dfe 55: 1.000 Besch\u00e4ftigte (Stand 1957) und 120 Dampflokomotiven, darunter 60 schwere G\u00fcterzuglokomotiven der Baureihe 44, Eigengewicht 170 Tonnen.\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>1957 waren folgende \u00c4mter und Dienststellen bei der Bundesbahn in Aschaffenburg beheimatet<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"29\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"235\"><strong>Amt\/Dienststelle<\/strong><\/td>\n<td width=\"340\"><strong>Hauptaufgabe<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\"><\/td>\n<td width=\"235\"><\/td>\n<td width=\"340\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">1<\/td>\n<td width=\"235\">Maschinenamt<\/td>\n<td width=\"340\">Technische Gewerbeaufsicht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">2<\/td>\n<td width=\"235\">Betriebsamt<\/td>\n<td width=\"340\">Bau- und Betriebsaufsicht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">3<\/td>\n<td width=\"235\">Verkehrsamt<\/td>\n<td width=\"340\">Verkehrswesenaufsicht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">4<\/td>\n<td width=\"235\">Generalvertretung<\/td>\n<td width=\"340\">Kundenbetreuung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">5<\/td>\n<td width=\"235\">S\u00fcdbahnhof<\/td>\n<td width=\"340\">Personen- und G\u00fcterverkehr<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">6<\/td>\n<td width=\"235\">G\u00fcterabfertigung<\/td>\n<td width=\"340\">St\u00fcckgut und Wagenladungen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">7<\/td>\n<td width=\"235\">Bahnmeisterei S\u00fcd<\/td>\n<td width=\"340\">Unterhalt der Gleisanlagen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">8<\/td>\n<td width=\"235\">Bahnbetriebswerk<\/td>\n<td width=\"340\">Unterhalt und Einsatz der Lokomotiven<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">9<\/td>\n<td width=\"235\">Bahnbetriebswagenwerk<\/td>\n<td width=\"340\">Unterhalt der Reise- und G\u00fcterzugwagen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">10<\/td>\n<td width=\"235\">Signalmeisterei<\/td>\n<td width=\"340\">Unterhalt der Signalanlagen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">11<\/td>\n<td width=\"235\">Fahrleitungsmeisterei<\/td>\n<td width=\"340\">Unterhalt der elektrischen Fahrleistung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">12<\/td>\n<td width=\"235\">Hauptbahnhof<\/td>\n<td width=\"340\">Personen- und G\u00fcterverkehr<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"29\">13<\/td>\n<td width=\"235\">Bahnmeisterei Aschaffenburg Hbf<\/td>\n<td width=\"340\">Unterhaltung der Gleisanlagen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Ausweitung der Aufgaben und die wachsende Verkehrsbedeutung des Aschaffenburger Hauptbahnhofs hatten zu einer Aufstufung gef\u00fchrt und damit auch zu einer Anhebung der Stelle des Bahnhofsvorstehers.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> \u201eT\u00e4glich passieren 350 Z\u00fcge den Bahnhof, davon sind etwa 195 Reisez\u00fcge. Innerhalb von 24 Stunden rollen auf den Gleisen zwischen Aschaffenburg und Lohr Z\u00fcge im Gesamtgewicht von rund 117.000 Tonnen. Tag f\u00fcr Tag werden im Aschaffenburger Bahnhof 40 G\u00fcterz\u00fcge und vier Reisez\u00fcge umgespannt.\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>\u201eMit der Elektrifizierung der Hauptstrecken ab 1957 und der Einf\u00fchrung modernster Drucktasten-Signaltechnik wurde eine Rationalisierungswelle in Gang gesetzt, der die \u00c4mter und Dienststelle Nr. 1 bis 11 und die dazugeh\u00f6rigen Arbeitspl\u00e4tze zum Opfer fielen.\u201c<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Die Rationalisierungsma\u00dfnahmen dauerten bis in die 1990er Jahre. Das Maschinenamt Aschaffenburg wurde zum 1. Oktober 1966 aufgel\u00f6st. Die Aufgaben des Maschinenamts gingen an das Maschinenamt W\u00fcrzburg \u00fcber. \u201eEs bestand 110 Jahre, wenn man bedenkt, dass es aus dem im Jahre 1856 in Aschaffenburg eingerichteten K\u00f6niglich Bayerischen Bahnamt hervorgegangen ist. [\u2026] Seine Aufgaben umfassten in erster Linie die Unterhaltung, Pflege und den Einsatz der Triebfahrzeuge und Reisez\u00fcge sowie G\u00fcterwagen, die Versorgung mit Strom, Diesel, Kohle und Wasser, die Unterhaltung der Fahrleitungen, der elektrischen und maschinellen Anlagen. Zum Fahrzeugbestand des Maschinenamtes Aschaffenburg geh\u00f6rten 26 Dampflokomotiven, 37 elektrische Lokomotiven, 10 Diesellokomotiven, 8 Kleinlokomotiven, 25 Schienenbusse und 14 Stra\u00dfenbusse. Als Dienststellen waren dem Maschinenamt Aschaffenburg das Bahnbetriebswerk Aschaffenburg und die Fahrleitungsmeisterei Aschaffenburg sowie das Bahnbetriebswerk Gem\u00fcnden unterstellt. Beim Amt selbst waren 14 Beamte t\u00e4tig, bei den Dienststellen 959, wobei allein beim Bahnbetriebswerk Aschaffenburg 616 Menschen Besch\u00e4ftigte sind, davon im Triebfahrzeugdienst 418 Beamte und Arbeiter.\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Um den Weg zum Arbeitsplatz sicherer zu machen, wurde im April 1969 ein 40 Meter langer Steg zwischen einem Sockel neben der Eisenbahnerkantine und dem Bahnbetriebswerk und den Werkst\u00e4tten eingehoben. Damit mussten die Bahnbediensteten nicht mehr den Weg \u00fcber den Schienen benutzen. Der Weg \u00fcber den Steg war schneller und gefahrloser.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<h3><strong>Rationalisierung und Personalabbau<\/strong><\/h3>\n<p>1974 z\u00e4hlte man bei der Ortsverwaltung Aschaffenburg und den ihr angeschlossenen Hauptdienststellen in Obernburg und Miltenberg noch etwa 1.500 Mitarbeiter. 1982 waren es nurmehr 1.081. Von Aschaffenburg nach W\u00fcrzburg und Stuttgart abgezogen wurden vor allem Rangierer, Zugbegleiter sowie Mitarbeiter des Lade- und Stellwerkdienstes.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>1983 sorgte sich der \u00f6rtliche Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft GdED (Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands) Reinhard Sauer um den Erhalt des Betriebsamts Aschaffenburg mit 13 Bahnbediensteten, und die Auslagerung weiterer Dienststellen wie Bahnmeisterei (102 Mitarbeiter) und Nachrichtenmeisterei (80 Mitarbeiter). Au\u00dferdem sei die Angliederung des Bahnbetriebswerks an W\u00fcrzburg noch nicht vom Tisch (400 Mitarbeiter, davon 200 Lokf\u00fchrer).<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Das Main-Echo titelte 1986: \u201eStilllegung auf Raten ist jetzt beendet: Bahn-Betriebswerk verlor Selbst\u00e4ndigkeit. Mit dem Auslaufen des Winterfahrplans am 31. Mai hat auch das Bahnbetriebswerk Aschaffenburg als selbst\u00e4ndige Dienststelle aufgeh\u00f6rt zu existieren. Die meisten Loks wurden abgezogen und alle Verwaltungst\u00e4tigkeit wird k\u00fcnftig zentral in W\u00fcrzburg erledigt. [\u2026] Von 630 Besch\u00e4ftigten in Jahr 1976 sind derzeit nur noch 230 \u00fcbrig, unter ihnen 143 Lokf\u00fchrer, 45 Werkst\u00e4ttenarbeiter und 42 anderweitig Besch\u00e4ftigte.\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<h3><strong>Das Ende<\/strong><\/h3>\n<p>Vor dem Hintergrund dieses massiven Personalabbaus \u00fcber Jahrzehnte war logisch, dass auch die Sozialeinrichtungen der Bahn an Aufgaben und Bedeutung verloren.<\/p>\n<p>1993 lud die Eisenbahnergewerkschaft Ausbildungsleiter, Meister, Lehrgesellen und Auszubildende zu einem Jubil\u00e4umsfr\u00fchschoppen anl\u00e4\u00dflich \u201e50 Jahre Ausbildung im Bahnbetriebswerk Aschaffenburg 1943-1993\u201c in die Kantine ein. 116 Kollegen folgten dieser Einladung und feierten bis nachmittags und redeten \u00fcber die Erlebnisse in der Lehre zum Elektriker oder Schlosser und blickten zur\u00fcck auf die Ver\u00e4nderungen bei der Bahn. F\u00fcr viele war es ein wehm\u00fctiger Blick zur\u00fcck.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Die Kantine existierte noch bis 1995. Sie war Anlaufstelle f\u00fcr die verbliebenen Eisenbahner und andere Besch\u00e4ftigte rings um die Goldbacher Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Wegen der durchgehenden \u00d6ffnungszeiten war die Kantine auch der letzte Treff von Nachtschw\u00e4rmern, wenn alle anderen Lokalit\u00e4ten wie das \u201eDrei-M\u00e4del-Haus\u201c oder das \u201eDomino\u201c nach Mitternacht schlossen. Ein Sportfreund schrieb: \u201eIch kann mich erinnern, dass wir freitags nachts zu vorger\u00fcckter Stunde nach dem Kegeltreff der Rot Wei\u00dfen in die Eisenbahnerkantine eingekehrt sind. Dort haben wir au\u00dfergew\u00f6hnliche Speisen zu uns genommen haben, als Spezialit\u00e4t galt Bienenstich mit Gurken.\u201c<\/p>\n<p>Die Privatisierung der Bahn wirkte sich bedrohlich auf die Sozialeinrichtungen aus. Die Eisenbahnersportvereine mussten abh\u00e4ngig von dem Eisenbahneranteil unter den Mitgliedern Pacht zahlen, was viele finanziell nicht stemmen konnten, so auch in Aschaffenburg. Andere Verm\u00f6genswerte wie Grundst\u00fccke und Geb\u00e4ude wurden verkauft. 1998 stellte das \u201eRathaus die Signale auf gr\u00fcn: Eisenbahnerkantine wird Gastst\u00e4tte. Schmucklos und heruntergekommen f\u00fcgt sich der eingeschossige Bau in Umfeld des Bahngel\u00e4ndes an der Goldbacher Stra\u00dfe ein. Nicht mehr lange, wenn die DB ihr Vorhaben verwirklicht, das sie sich jetzt vom Rathaus genehmigen lie\u00df. [\u2026] Bei der Stadt geht man davon aus, dass die Bahn das Geb\u00e4ude mit der Hausnummer 51 samt Baugenehmigung nun verkaufen will. F\u00fcr den Anschluss des Grundst\u00fccks an die Goldbacher Stra\u00dfe muss das ehemalige Staatsunternehmen laut Beschluss selbst sorgen.\u201c<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/p>\n<h3><strong>Und heute?<\/strong><\/h3>\n<p>Wie viele Besch\u00e4ftigte hat die Deutsche Bahn AG in Aschaffenburg? Hier detaillierte Zahlen zu ermitteln ist schwierig. Ein Kenner des regionalen Eisenbahnverkehrs antwortete auf Anfrage:<\/p>\n<p>\u201eEs ist praktisch\u00a0 ein Ding der Unm\u00f6glichkeit, hier aktuelle Zahlen zu nennen, da Personal von verschiedenen Unternehmen zusammenkommt:<\/p>\n<p>&#8211; DB-Regio bzw. Westfrankenbahn,<\/p>\n<p>&#8211; DB Netz,<\/p>\n<p>&#8211; DB Station und Service,<\/p>\n<p>&#8211; HLB-Personaleinsatzstelle,<\/p>\n<p>&#8211; DB Bustochter Verkehrsgesellschaft Untermain.\u201c<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Auf der Homepage der Westfrankenbahn<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a>, die den Regionalverkehr am Untermain bis Bad Mergentheim, Heilbronn und Crailsheim betreibt, ist von 400 Mitarbeitern zu lesen, von denen etwa 40 direkt in Aschaffenburg eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Die Verkehrsgesellschaft Untermain (VU)<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> z\u00e4hlt 71 Mitarbeiter und 42 eigene Busse und ist eine von acht Regio Busgesellschaften in Bayern. Sie kooperiert mit regionalen Verkehrsverb\u00fcnden und Busgesellschaften.<\/p>\n<p>Ein ehemaliger Besch\u00e4ftigter der Bahn lieferte folgende Zahlen: Besch\u00e4ftigte der DB in Aschaffenburg<strong> (<\/strong>Von zwei Gesch\u00e4ftsbereichen fehlen Daten.).<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n<p>Westfrankenbahn (DB Regio)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 330 MA, davon 30 MA in AB (Dst. AB)<\/p>\n<p>DB Station u. Service (Infopoint und Auskunft)\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a07 MA (Dst. W\u00fc.)<\/p>\n<p>DB Service\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 8 Reinigungskr\u00e4fte (Dst. AB)<\/p>\n<p>Verkehrsgesellschaft Untermain (Busse)\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 80 Busfahrer \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (DSt. Ingolstadt)<\/p>\n<p>DB Regio\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a027 Lokf\u00fchrer u. 21 Zugbegleiter (Dst W\u00fc.)<\/p>\n<p>Fahrbahn (Signale, etc.)\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 7 MA\u00a0 (Dst. Frankfurt)<\/p>\n<p>Bahnbau (Gleise, etc.)\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a011 MA (Dst. Erfurt)<\/p>\n<p>DB Vertrieb\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a010 MA (Dst. N\u00fcrnberg)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aktuell (Februar 2023) \u00a0waren \u00fcber alle Unternehmensgliederungen hinweg 22 Stellenangebote mit Einsatzort Aschaffenburg und Arbeitgeber DB im Netz zu finden.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/p>\n<p>Und wie sieht es mit der Verpflegung aus? Eine Kantine in Aschaffenburg gibt es seit 1995 nicht mehr. Stattdessen bietet der Haupt-Bahnhof Backshops, Schnellimbiss und \u00e4hnliche Einkaufsm\u00f6glichkeiten. Die Kantinen wurden von den Casinos abgel\u00f6st \u2013 das klingt besser. Dazu schreibt die DB Gastronomie GmbH: \u201eUnsere rund 90 Mitarbeiterrestaurants findet man \u00fcberall in Deutschland. Ob in der Gro\u00dfstadt oder weiter auf dem Land, ob B\u00fcrostandort, Bahnhof oder Werksgel\u00e4nde &#8211; \u00fcberall bekommen unsere G\u00e4ste etwas Leckeres zu essen. Den Gro\u00dfteil unserer Casinos betreiben wir als DB Gastronomie in Eigenregie. Wir sorgen aber auch f\u00fcr die DB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn es kein Casino gibt. Hier schlie\u00dfen wir Kooperationen mit anderen Gastronomie-Anbietern, bei denen die Bahn-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu attraktiven Konditionen essen gehen k\u00f6nnen.\u201c<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> Die zu Aschaffenburg n\u00e4chstgelegenen Mitarbeiterrestaurants sind in W\u00fcrzburg und Frankfurt.<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Main-Echo Nr. 270 vom 23.11.1955<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Main-Echo Nr. 270 vom 23.11.1955.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Gespr\u00e4ch mit G. H. am 03.06.2022<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Gespr\u00e4ch mit H.R. am 21.10.2022<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Nach Aufzeichnungen von Rudolf Ruby, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Nach Aufzeichnungen von Rudolf Ruby, 1.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Main-Echo Nr. 40 vom 17.\/18.2.1968<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Main-Echo Nr. 40 vom 17.\/18.2.1968<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Nach Aufzeichnungen von Rudolf Ruby, 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Aschaffenburger Volksblatt Nr. 220 vom 05.10.1966<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Aschaffenburger Volksblatt Nr. 76 vom 01.04.1969<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Main-Echo Nr. 21 vom 27.01.1983<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Main-Echo Nr. 21 vom 27.01.1983<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Main-Echo Nr. 120 vom 30.05.1986<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Nach Aufzeichnungen von Rudolf Ruby, Einladungsschreiben.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Main-Echo Nr. 273 vom 10.10.1998<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Mail von EB am 24.01.2023<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.westfrankenbahn.de\/wir\/zahlen-daten-fakten\">https:\/\/www.westfrankenbahn.de\/wir\/zahlen-daten-fakten<\/a> [abgerufen am 08.02.2023]<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.dbregiobus-bayern.de\/ueber-uns\/unternehmen\/vu-steckbrief\">https:\/\/www.dbregiobus-bayern.de\/ueber-uns\/unternehmen\/vu-steckbrief<\/a> [abgerufen am 08.02.2023)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Mitteilung von BK am 22.02.2023 (MA=Mitarbeiter; Dst.= Besch\u00e4ftigungsdienststelle)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.jobijoba.de\/Stellenangebote\/Deutsche-Bahn-AG-Jobs-in-Aschaffenburg\">https:\/\/www.jobijoba.de\/Stellenangebote\/Deutsche-Bahn-AG-Jobs-in-Aschaffenburg<\/a> [abgerufen am 08.02.2023]<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.dbgastronomie.de\/db-gastronomie-de\/Start\/standorte-8135054\">https:\/\/www.dbgastronomie.de\/db-gastronomie-de\/Start\/standorte-8135054<\/a> \u00a0[abgerufen am 08.02.2023]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leberk\u00e4sweck und Limo Die Eisenbahnerkantine in Aschaffenburg kenne ich seit meiner Kindheit. 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