{"id":13312,"date":"2022-07-07T07:46:22","date_gmt":"2022-07-07T05:46:22","guid":{"rendered":"https:\/\/heimathub.de\/walkuere-totgesagte-leben-laenger\/"},"modified":"2024-04-04T15:23:33","modified_gmt":"2024-04-04T13:23:33","slug":"walkuere-totgesagte-leben-laenger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/heimathub.de\/walkuere-totgesagte-leben-laenger\/","title":{"rendered":"\u201eWalk\u00fcre\u201c \u2013 Totgesagte leben l\u00e4nger."},"content":{"rendered":"<ol>\n<li><strong> Prolog<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Am 9. April 2019 erschien im Aschaffenburger \u201eMain-Echo\u201c ein umfassender Artikel von Peter Freudenberger \u00fcber die Pl\u00e4ne zur Neugestaltung des Mainufers zwischen Willigisbr\u00fccke und Pompejanum, den Zeitrahmen der Realisierung und die Finanzierung des Vorhabens. Darin wurde die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die vorl\u00e4ufige Konzeption des Umbaues der \u201eSchokoladenseite Aschaffenburgs\u201c<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a> informiert. Umfassendere Aussagen \u00fcber das Wie wurde im September 2020 allen Aschaffenburger Haushaltungen in einem Flyer \u00fcbermittelt. Darin entdeckte ich eine Zeichnung mit einem Bootsanleger f\u00fcr Fahrgastschiffe unterhalb der mainseitigen Schlossmauer.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"619\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"619\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5565\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-1-2-800x516.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"516\" \/><\/p>\n<p>Abb. 1: Geplante Anlegestelle f\u00fcr Ausflugsschiffe \u2013 Quelle: Erholung. Freizeit. Kultur \u2013 Schlossufer Aschaffenburg. In: https:\/\/www.schlossufer-aschaffenburg.de\/planung\/<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Je l\u00e4nger ich die Planzeichnung betrachtete, desto st\u00e4rker entwickelte sich in mir eine Art D\u00e9j\u00e0-vu-Gef\u00fchl<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a>. Hatte ich diese dargestellte Situation nicht schon einmal selbst wahrgenommen oder auf einem Bild dargestellt gesehen? Klar: \u00d6fter schon hatte ich in den vergangenen Jahren an dieser Stelle Fluss-Kreuzfahrtschiffe bei kurzen Maschinenstopps gesehen, um ihren Fahrg\u00e4sten die M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen Schnappschuss oder einen kurzen Videofilm mit der einmaligen Kulisse des Aschaffenburger Schlosses Johannisburg hoch \u00fcber dem Mainufer zu bieten. Aber da musste es noch ein Bild aus weiter zur\u00fcckliegender Zeit geben, auf dem genau an dieser Stelle schon einmal ein gr\u00f6\u00dferes Passagierschiff abgelichtet war. Ich begab mich auf Spurensuche \u2013 und wurde f\u00fcndig: Im Bildernachlass meines Vaters entdeckte ich eine kolorierte Ansichtskarte<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a>, ungelaufen<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a>, ohne weitere Hinweise auf den Zeitpunkt der Erstellung bzw. Drucklegung. Motiv und Text<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"592\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"592\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5566\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-2-1-800x556.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"556\" \/><\/p>\n<p>Abb. 2: Ansichtskarte (ca. 1934) \u201eAschaffenburg am Main \u2013 Schlo\u00df\u201c mit FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c vor der Kranichmauer unterhalb des Aschaffenburger Schlosses \u201eJohannisburg\u201c \u2013 Quelle. Archiv P. Grasmann<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>sprachen eine klare Sprache: \u201e<em>Aschaffenburg am Main \u2013 Schlo\u00df\u201c. <\/em>Mein Erinnerungsverm\u00f6gen hatte mich also nicht get\u00e4uscht. Motiv, Gestaltungsart, aber auch die beiden abgebildeten Schiffe deuteten auf einen Entstehungszeitpunkt der Ansichtskarte vor dem 2. Weltkrieg hin. Ob \u00fcber den nur schwer erkennbaren Schiffsnamen das Alter der Karte zu erfahren war? Mit der Lupe war an der rechten Bordwand des Fahrgastschiffes in Gro\u00dfbuchstaben der Name des \u201eDoppeldeckers\u201c zu lesen: \u201eWalk\u00fcre\u201c. Damit war der Grundstein f\u00fcr weitere Recherchen gelegt, eine Zeitreise nicht nur durch ein Schiffsleben, sondern auch durch mehrere Epochen der deutschen und \u2013 abschnittsweise \u2013 der regionalen Geschichte zwischen 1927 und 2022 hatte begonnen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> \u201eWalk\u00fcre\u201c \u2013 Schiff-gewordener Ausdruck der \u201eGoldenen Zwanziger\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Nach den Schrecken des Ersten Weltkrieges, den verheerenden wirtschaftlichen Folgen aus dem Versailler Vertrag f\u00fcr breite Bev\u00f6lkerungsschichten, den sich daraus entwickelnden politischen Umw\u00e4lzungen im Deutschen Reich und anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und der Inflation von 1923 begann ab etwa 1924 eine neue \u00c4ra: die sog. \u201eGoldenen Zwanziger\u201c. Ein Wirtschaftsaufschwung in vielen L\u00e4ndern, auch im Deutschen Reich, verlieh weiten Bev\u00f6lkerungsteilen ein neues Lebensgef\u00fchl. Kultur, Wissenschaft und Kunst erlebten einen unerwarteten H\u00f6henflug. Wer es sich finanziell erlauben konnte, wollte verreisen, auch wenn es nur eine Tagesreise war. Entlang der gro\u00dfen Schifffahrtsstra\u00dfen boomte der Schiffbau. Werften, spezialisiert auf das Segment der Fahrgastschiffe, produzierten zum Teil mehrere Boote pro Jahr. Eine dieser Werften war die Mondorfer Schiffswerft und Maschinenfabrik Heinrich Br\u00f6hl<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a>. 1927\/1928 entstand dort nach den Pl\u00e4nen von Heinrich Br\u00f6hl<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[vii]<\/a> das Passagierschiff \u201eWalk\u00fcre\u201c.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"592\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"592\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5567\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-3-1-800x166.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"166\" \/><\/p>\n<p>Abb. 3: Briefkopf der Schiffswerft und Maschinen-Fabrik Heinrich Br\u00f6hl in Mondorf \u2013 Quelle: https:\/\/www.roland-klinger.de\/Mondorf\/broehl.htm<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Auftraggeber war die Reederei Johann van Holt aus Duisburg<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[viii]<\/a>, ein Unternehmen das Personen- und Schleppschiffe besa\u00df.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"196\"><\/td>\n<td width=\"452\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"648\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5568\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-4-1.jpg\" alt=\"\" width=\"706\" height=\"262\" \/><\/p>\n<p>Abb. 4: Reederei Johann van Holt \u2013 Eintrag im Einwohnerbuch der Stadt Duisburg 1927. Teil IV. S. 249 \u2013 Quelle: www.ancestry.de<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Mit der \u201eWalk\u00fcre\u201c lie\u00df Johann van Holt ein f\u00fcr die 1920er Jahre relativ gro\u00df dimensioniertes Fahrgastschiff auf der Mondorfer Schiffswerft bauen:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"592\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"592\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5569\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-5-1-800x383.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"383\" \/><\/p>\n<p>Abb. 5: Typentwurf f\u00fcr FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c von Heinrich Br\u00f6hl \u2013 Quelle: Archiv Br\u00f6hl<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Mit einer L\u00e4nge von 32,0 m, einer Breite von 6,0 m, einer Seitenh\u00f6he von 1,9 m, einem Tiefgang von 1,2 m und einer Motorleistung von 180 PS<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[ix]<\/a> hatte die \u201eWalk\u00fcre\u201c eine durchaus beachtliche Gr\u00f6\u00dfe aufzuweisen. In der Chronik der Mondorfer Schiffswerft hie\u00df es dazu: \u201e<em>1928 wird das Doppelschraubenschiff `Walk\u00fcre\u00b4 fertiggestellt, einer der gr\u00f6\u00dften Neubauten. Zu dieser Zeit werden rund 55 Mitarbeiter besch\u00e4ftigt.\u201c<\/em><a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[x]<\/a> Selbst ein Schiffsexperte der Gegenwart stellt im Fachportal \u201eBinnenschifferforum\u201c<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[xi]<\/a> zu den Ausma\u00dfen und dem Erscheinungsbild des Passagierschiffes anerkennend fest: <em>\u201eZiemlich gewaltiger Kasten f\u00fcr die damalige Zeit\u201c. <\/em>Ein ger\u00e4umiges Hauptdeck mit gro\u00dffl\u00e4chigen Fenstern auf jeder Seite, eine Bordk\u00fcche, ein gro\u00dfz\u00fcgiges, \u00fcberdachtes Oberdeck und die Technik des Doppelschraubenantriebs<a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[xii]<\/a> versprachen ein komfortables Schiffsreisevergn\u00fcgen f\u00fcr die damalige Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"467\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5570\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-6-1.jpg\" alt=\"\" width=\"693\" height=\"453\" \/><\/td>\n<td width=\"324\">Abb. 6: 1927\/28 \u2013 FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c im Bau auf der Schiffswerft Heinrich Br\u00f6hl, Mondorf \u2013 Quelle: Roland Klinger. In: \u00a0https:\/\/www.binnenschifferforum.de\/showthread.php?27548-Walk%C3%BCre-FGS<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Andere Fakten als die Entwurfszeichnung der Mondorfer Schiffswerft enth\u00e4lt der erste Eintrag f\u00fcr die \u201eWalk\u00fcre\u201c aus dem Jahre 1928 in das \u201eGrundbuch f\u00fcr Schiffe\u201c, das Rhein-Schiffsregister. Dort waren 1,92 m Tiefgang, eine L\u00e4nge von 34,13 m und eine Breite von 6,0 m als Hauptma\u00dfe aufgef\u00fchrt. Diese Ma\u00dfe unterschieden sich ebenso wie die Tatsache, dass die \u201eWalk\u00fcre\u201c in der Chronik der Werft als Doppelschraubendampfer aufgef\u00fchrt wird, was die Entwurfszeichnung von Heinrich Br\u00f6hl jedoch nicht beinhaltet.<\/p>\n<table style=\"width: 83.9932%; height: 313px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 313px;\">\n<td style=\"height: 313px; width: 57.7373%;\" width=\"440\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5571\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-7-1.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"501\" \/><\/td>\n<td style=\"height: 313px; width: 41.3524%;\" width=\"229\">Abb. 7: FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c im Endausbauzustand 1929 \u2013 Quelle: Roland Klinger. In: https:\/\/www.binnenschifferforum.de\/ showthread.php?27548-Walk%C3%BCre-FGS<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Die \u201eWalk\u00fcre\u201c als Fahrgastschiff<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Johann van Holt setzte das Fahrgastschiff mit einem Fassungsverm\u00f6gen von bis zu 600 Passagieren auf den beiden Decks \u00fcberwiegend auf dem Rhein<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[xiii]<\/a> ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"592\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"592\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5572\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-8-1-800x501.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"501\" \/><\/p>\n<p>Abb. 8: FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c auf dem Rhein vor Koblenz \u2013 Quelle: Archiv Helmut Klammer<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Durch die Verbindungen der westdeutschen Schifffahrtskan\u00e4le kam es auch immer wieder zu Einsatzzeiten auf der unteren Weser<a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\">[xiv]<\/a>.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"576\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"576\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5573\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-9-1-800x515.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"515\" \/><\/p>\n<p>Abb. 9: FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c unterhalb der Badener Berge an der Unterweser \u2013 Ansichtskarte \u2013 Quelle: Thomas Albert. In: https:\/\/www.binnenschifferforum.de\/showthread.php?27548-Walk%C3%BCre-FGS<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Wann genau die \u201eWalk\u00fcre\u201c Anfang der 1930er Jahre ihren Besitzer wechselte, ist bis heute nicht nachvollziehbar. Da im Duisburger Adressbuch von 1930 nur noch die Witwe von Johann van Holt aufgef\u00fchrt wird, kann davon ausgegangen werden, dass der \u201eWalk\u00fcre\u201c-Eigner schon bald nach dem Erwerb des Schiffes verstorben ist und das Schiff verkauft wurde.<\/p>\n<p>Neuer Besitzer wurde \u2013 und hier begannen die Verbindungen zu Aschaffenburg und zum Untermain \u2013 die \u201eErste Aschaffenburger Personen- und Schleppschiffahrt\u201c mit Sitz in Aschaffenburg.<a href=\"#_edn15\" name=\"_ednref15\">[xv]<\/a><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"576\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"576\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5574\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-10-1-800x164.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"164\" \/><\/p>\n<p>Abb. 10: Eintrag zur Ersten Aschaffenburger Personen- u. Schleppschiffahrt Aschaffenburg \u2013 Quelle: Adressbuch Aschaffenburg 1933. Firmenverzeichnis. Stadt- u. Stiftsarchiv Aschaffenburg<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die \u201eWalk\u00fcre\u201c bekam nun ihren Liegeplatz an der Kranichmauer unterhalb des Aschaffenburger Schlosses Johannisburg, etwa in H\u00f6he der heutigen Boot-Slipanlage.<a href=\"#_edn16\" name=\"_ednref16\">[xvi]<\/a> Von hier aus unternahm sie Ausflugsfahrten mainaufw\u00e4rts nach Klingenberg, Miltenberg, Wertheim oder gar W\u00fcrzburg. Sonderfahrten zur Michaelismesse oder zum Obernburger Apfelbl\u00fctenfest geh\u00f6rten ebenfalls zum Fahrtenangebot des stolzen \u201eDoppeldeckers\u201c.<a href=\"#_edn17\" name=\"_ednref17\">[xvii]<\/a> Sogar eine eigene Tanzkapelle verk\u00fcrzte bei solchen Fahrten den Reisenden die Zeit. Die \u201eWalk\u00fcre\u201c wurde je nach Bedarf auch im Liniendienst zwischen Aschaffenburg und Miltenberg bzw. Wertheim genutzt. Auch Mehrtagesfahrten wurden mit der \u201eWalk\u00fcre\u201c verschiedentlich angeboten, wie die nachfolgende Darstellung vom 13. April 1935 auf Seite 8 des<\/p>\n<table style=\"width: 85.3031%; height: 127px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 25px;\">\n<td style=\"height: 52px; width: 107.948%;\" width=\"370\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5575\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-11-1.jpg\" alt=\"\" width=\"723\" height=\"299\" \/><\/td>\n<td style=\"height: 52px; width: 14.3064%;\" width=\"314\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 75px;\">\n<td style=\"height: 75px; width: 122.254%;\" colspan=\"2\" width=\"684\">&nbsp;<\/p>\n<p>Abb. 11: Zeitungsanzeigen im \u201eAschaffenburger Anzeiger\u201c zu Ausflugsfahrten von FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c \u2013 Quelle: Aschaffenburger Anzeiger v. 1.6.1935 (li.) u. 26.8.1935 (re.), Stadt- u. Stiftsarchiv Aschaffenburg\u2013Zeitungsarchiv<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\u201eAschaffenburger Anzeigers\u201c \u00fcber eine Fahrt der Hitlerjugend vom Untermain nach R\u00fcdesheim zum Niederwald-Denkmal beweist: \u201e<strong><em>Rheinfahrt der Aschaffenburger Hitler-Jugend.<\/em><\/strong><em> Fahrtbericht in Wort und Bild von Richard Glaab. Auf vier Tage Abschied! Es waren mehr als 300 Hitler-Jungen, teils Werkt\u00e4tige, teils Sch\u00fcler, die sich in sch\u00f6nster Uniform am vergangenen Sonntag fr\u00fch p\u00fcnktlich zu der Fahrt eingefunden hatten, welche die Aschaffenburger Jugend an den Rhein f\u00fchren sollte. Besorgte Eltern waren mitgekommen, um ihren Sch\u00fctzlingen f\u00fcr die 4 Tage Lebewohl zu sagen. Diese aber bek\u00fcmmerten sich wenig um diesen Abschied, denn wenn die Jugend ferne Lande sehen will, f\u00e4llt ihr der Abschied nicht schwer. Zwar leuchtete die Sonne nicht, wie wir es alle gern gehabt h\u00e4tten, es geht aber bekanntlich bei uns auch ohne Sonne, wenn sie mal nicht lachen mag. [&#8230;]\u201c<\/em><a href=\"#_edn18\" name=\"_ednref18\">[xviii]<\/a><\/p>\n<p>Eine Besichtigung der Opel-Werke in R\u00fcsselsheim, \u00dcbernachtung im Arbeitsdienstlager und in der Jugendherberge in Mainz, am n\u00e4chsten Tag Weiterfahrt nach R\u00fcdesheim, Besichtigung des Niederwalddenkmals, Weinprobe in A\u00dfmannshausen, \u00dcbernachtung in St. Goar und Oberwesel in Arbeitsdienstlagern, Gasth\u00f6fen und Privatquartieren, R\u00fcckfahrt nach Mainz, Stadtbesichtigung und \u00dcbernachtung in den bereits bekannten Quartieren; am 4. Tag R\u00fcckfahrt nach Aschaffenburg. So liest sich Glaabs Bericht, der nat\u00fcrlich ganz im Sinne nationalsozialistischer Propaganda verfasst ist, in Stichworten. Neben den bereits erw\u00e4hnten Ausflugsfahrten stellten solche Mehrtagesfahrten f\u00fcr NS-Organisationen wie z. B. auch die KdF<a href=\"#_edn19\" name=\"_ednref19\">[xix]<\/a> ein zweites wirtschaftliches Standbein f\u00fcr die Eigner dar.<\/p>\n<p>Zwischen 1935 und 1936 gab es abermals einen Besitzerwechsel: Neuer Schiffseigner wurde die \u201eMainfr\u00e4nkische Personenschiffahrts-Gesellschaft\u201c, eine Gesellschaft des Miltenberger Reeders Josef Anton Kehrer. Die \u201eWalk\u00fcre\u201c blieb also am Untermain und befuhr auch in der Folgezeit die bisherigen Streckenabschnitte.<a href=\"#_edn20\" name=\"_ednref20\">[xx]<\/a><\/p>\n<p>Otto Berninger, Begr\u00fcnder des W\u00f6rther Schifffahrts- und Schiffsbaumuseums, schrieb 1989: <em>\u201eDen \u00e4lteren Mainschiffern wird der Personendampfer `Walk\u00fcre\u00b4 der Mainfr\u00e4nkischen Personenschiffahrts-Gesellschaft<\/em><a href=\"#_edn21\" name=\"_ednref21\">[xxi]<\/a> <em>noch in guter Erinnerung sein. Er befuhr von etwa 1935 bis 1939 den Main, vorwiegend die Strecke zwischen Aschaffenburg und Ochsenfurt. Tausende von Passagieren genossen auf dem Schiff frohe, unbeschwerte Urlaubsstunden und lernten den Mainstrom kennen. Viele Binnenl\u00e4nder machten hier erstmals Bekanntschaft mit der Mainschiffahrt. Freilich erlebten sie mehr die Schifferromantik als den n\u00fcchternen und mitunter auch sehr harten Schifferalltag.\u201c<\/em><a href=\"#_edn22\" name=\"_ednref22\">[xxii]<\/a><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"414\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5576\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-12-1.jpg\" alt=\"\" width=\"623\" height=\"542\" \/><\/td>\n<td width=\"190\">Abb. 12: Werbeplakat der Bayer. Personenschiffahrts-Gesellschaft f\u00fcr Fahrten mit \u201eWalk\u00fcre\u201c und \u201eMainfranken\u201c \u2013 Quelle: Archiv<\/p>\n<p>P. Grasmann<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong>Vom Main ins Kurische Haff<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Mit Kriegsbeginn im September 1939 verschlechterte sich auf Grund der Treibstoffbewirtschaftung die wirtschaftliche Situation rapide. Josef Kehrer entschloss sich zum Verkauf des Schiffes. Mitte M\u00e4rz 1940 wurden die Verkaufsverhandlungen mit dem Kaufmann Johann Froese aus Nidden auf der Kurischen Nehrung (Ostpreu\u00dfen) erfolgreich abgeschlossen, das FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c wechselte f\u00fcr 52.500,&#8211; Reichsmark den Besitzer und seinen Stammliegeplatz: Vom Main trat es noch im M\u00e4rz 1940 seine Reise ins Kurische Haff an.<\/p>\n<table style=\"width: 69.5871%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 72.0749%;\" width=\"461\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5577\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-13-1.jpg\" alt=\"\" width=\"517\" height=\"663\" \/><\/td>\n<td style=\"width: 26.8331%;\" width=\"168\">Abb. 13: Links: Reeder und Kaufmann Johann Froese mit Ehefrau Clara, Nidden (Ostpreu\u00dfen), ab M\u00e4rz 1940 neuer Besitzer der \u201eWalk\u00fcre\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Links: Briefkopf der Reederei Johann Froese \u2013 Quelle: Archiv Hans-J\u00f6rg Froese, Werder (Havel)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 98.908%;\" colspan=\"2\" width=\"629\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Heinrich W\u00fcst, der letzte Kapit\u00e4n der \u201eWalk\u00fcre\u201c w\u00e4hrend ihrer \u201eMiltenberg-Epoche\u201c bekam von seinem Chef, Josef Kehrer, den Auftrag, das Fahrgastschiff von Miltenberg an die Kurische Nehrung zu \u00fcberf\u00fchren. Nur wenige Wochen vor seinem Tod im April 1989 berichtete W\u00fcst seinem Neffen Otto Berninger ausf\u00fchrlich \u00fcber diese auch f\u00fcr ihn beeindruckende Fahrt auf zum gr\u00f6\u00dften Teil unbekanntem Fahrwasser. Neueigner Johann Froese kam zur \u00dcberf\u00fchrungsfahrt mit 2 Matrosen und einem Maschinisten aus seinem Unternehmen nach Miltenberg. Sie sollten sich w\u00e4hrend der Fahrt mit dem Schiff und seiner Technik vertraut machen. Bis nach Duisburg erhielten sie dabei vom Monteur R\u00f6der der Fa. Kehrer die entsprechenden Einweisungen. Einen kleinen Geschmack, welche Schwierigkeiten bei einer \u00dcberf\u00fchrungsfahrt auftreten konnten, liefert der Bericht von Kapit\u00e4n W\u00fcst gleich vom ersten Fahrttag: <em>\u201eBereits in Auheim a. Main traten die ersten Probleme auf. Das Fr\u00fchjahrshochwasser lie\u00df den Main so anschwellen, da\u00df die Durchfahrtsh\u00f6he f\u00fcr die \u201eWalk\u00fcre\u201c an der Auheimer Br\u00fccke zu gering war. Es fehlten nur einige Centimeter. Ich mu\u00dfte deshalb mit der `Walk\u00fcre\u00b4 beidrehen. Da kein fallendes Wasser in Aussicht stand, mu\u00dfte ich nach einer L\u00f6sung suchen, um nicht l\u00e4ngere Zeit vor Auheim liegen bleiben zu m\u00fcssen. Ein Zuschauer gab mir den Ratschlag, das Schiff mit Soldaten aus der naheliegenden Kaserne zu beladen, damit es die Br\u00fccke passieren k\u00f6nne. Ich begab mich also in die Pionierkaserne und trug dem Kompaniechef meinen ausgefallenen Wunsch vor. Er versprach mir bereitwillig seine Hilfe. <\/em><\/p>\n<p><em>Nach 17 Uhr r\u00fcckte eine Pionierkompanie aus Auheim unter Gewehr und mit Marschgep\u00e4ck an; vorweg der Hauptmann hoch zu Ro\u00df. Die Pionierkompanie marschierte auf die `Walk\u00fcre\u00b4 und brachte sie dadurch zu einem tieferen Eintauchen. Doch alle Hilfe war umsonst. Der Main war zwischenzeitlich weiter angestiegen und was durch den gr\u00f6\u00dferen Tiefgang der beladenen `Walk\u00fcre\u00b4 gewonnen wurde, hatte das gestiegene Wasser wieder egalisiert. Die Pioniere mu\u00dften wieder abziehen. <\/em><\/p>\n<p><em>Es blieb keine andere Wahl, als mit Hilfe des Schiffspersonals die Br\u00fcckenaufbauten der `Walk\u00fcre\u00b4 zu demontieren und nach dem Passieren der Mainbr\u00fccke wieder zu montieren.\u201c<\/em><a href=\"#_edn23\" name=\"_ednref23\">[xxiii]<\/a> \u00dcber Bingen, Duisburg, Rhein\u2013Herne\u2013Kanal, Mittellandkanal, das Schiffshebewerk Rothensee, Ihle\u2013Kanal, Plauer\u2013Kanal und Havel gelangte die \u201eWalk\u00fcre\u201c nach Berlin. Wannsee und Brandenburger\u2013Kanal, Finow\u2013Kanal, Schiffshebewerk Niederfinow und Oder hie\u00dfen die n\u00e4chsten Wasserwege auf dem Weg nach Stettin.<\/p>\n<table width=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"485\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5578\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-14-1.jpg\" alt=\"\" width=\"736\" height=\"501\" \/><\/td>\n<td width=\"113\">Abb. 14: Schiffshebewerk Niederfinow (Aufnahme von 1934) \u2013 Quelle: Historisches Bildarchiv der Bundeswasserstra\u00dfen. Eine digitale Dokumentation der Schifffahrt und der Wasserstra\u00dfen in Deutschland. S. 172<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>In dreit\u00e4giger Arbeit wurden alle tiefliegenden Fenster und \u00d6ffnungen mit Eisenluken verschwei\u00dft, die \u201eWalk\u00fcre\u201c dadurch seet\u00fcchtig gemacht. Ein Seelotse brachte Schiff und Mannschaft bei leichter D\u00fcnung sicher in seinen neuen Heimathafen Nidden an der Kurischen Nehrung, wo es Herr Froese als F\u00e4hrschiff zwischen Nidden (heute: Nida, Litauen) und Memel (heute: Klaipeda, Litauen) einsetzen wollte.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong> Von Ostpreu\u00dfen an die Elbe<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Der Bericht von Otto Berninger und Heinrich W\u00fcst \u00fcber die <em>\u201eletzte Mainreise des Personendampfers `WALK\u00dcRE\u00b4\u201c<\/em> endete mit folgenden Aussagen: <em>\u201e\u00dcber das Schicksal der `Walk\u00fcre\u00b4 wurde nichts bekannt. 4 \u00bd Jahre nach der Ablieferung des Schiffes wurde Ostpreu\u00dfen in das Kriegsgeschehen einbezogen. Die vordringenden russischen Truppen schnitten den in Ostpreu\u00dfen k\u00e4mpfenden deutschen Soldaten und fl\u00fcchtenden Zivilisten den R\u00fcckweg ab. Alle noch dort befindlichen Schiffe wurden zur Evakuierung der Zivilbev\u00f6lkerung und der deutschen Truppen eingesetzt. Vielleicht befand sich unter diesen Fluchtschiffen auch die `Walk\u00fcre\u00b4. Vielleicht hat dieses Schiff, das fr\u00fcher tausenden Menschen frohe Stunden bereitet hatte, Soldaten und Zivilisten das Leben gerettet. Oder hat das Schiff sie mit in den Tod genommen?\u201c<\/em><a href=\"#_edn24\" name=\"_ednref24\">[xxiv]<\/a><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"605\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"605\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5579\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-15-1-800x503.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"503\" \/><\/p>\n<p>Abb. 15: MS \u201eNidden\u201c 1943 im Hafen von Nidden \u2013 Quelle: Archiv Hans-J\u00f6rg Froese, Werder (Havel)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Antwort auf diese letzte Frage kann eindeutig mit einem klaren \u201eNein\u201c beantwortet werden. Die ruhigeren und fr\u00f6hlichen Zeiten jedenfalls waren f\u00fcr die \u201eWalk\u00fcre\u201c mit der Ankunft in Ostpreu\u00dfen erst einmal vorbei. Johann Froese vercharterte die jetzt unter dem Namen \u201eNidden\u201c fahrende ehemalige \u201eWalk\u00fcre\u201c an die Schichau-Werft. In deren Auftrag befuhr das Schiff das Kurische Haff als Personen- und G\u00fcterf\u00e4hre zwischen Nidden und Memel.<a href=\"#_edn25\" name=\"_ednref25\">[xxv]<\/a> 1943 wurde die \u201eNidden\u201c infolge der Kriegsereignisse auf der Schichau-Werft zu einem Werkstattschiff f\u00fcr die Marine umgebaut. Bis 1944\/45 war es vor Kurland<a href=\"#_edn26\" name=\"_ednref26\">[xxvi]<\/a> in dieser Funktion im Einsatz.<\/p>\n<p>Als die Familie von Johann Froese nach mehrmonatiger Flucht \u00fcber die Ostsee und D\u00e4nemark mit ihrem zweiten Schiff, MS \u201eHerta\u201c, im Sommer 1945 nach Kiel-Heikendorf gelangte, fand sie dort in der N\u00e4he ihres Liegeplatzes MS \u201eNidden\u201c versenkt vor. Die eigene Besatzung hatte das Schiff noch vor der Kapitulation am 8. Mai 1945 geflutet, um es f\u00fcr die britischen Besatzungstruppen unbrauchbar zu machen.<\/p>\n<p>Schon wenige Wochen sp\u00e4ter lie\u00df Johann Froese das Wrack heben, seine Schwimmf\u00e4higkeit herstellen und nach Buxtehude \u00fcberf\u00fchren.<a href=\"#_edn27\" name=\"_ednref27\">[xxvii]<\/a><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"591\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"591\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5580\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-16-1-800x384.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"384\" \/><\/p>\n<p>Abb. 16: Kasko der MS \u201eNidden\u201c ex \u201eWalk\u00fcre\u201c in Hamburg-Harburg 1945 \u2013 Quelle: Archiv Hans-J\u00f6rg Froese, Werder (Havel)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong>Schiffsrumpf \u2013 Frachtschiff \u2013 Lagerschiff \u2013 Verschrottung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>1949 verkaufte Johann Froese den Kasko<a href=\"#_edn28\" name=\"_ednref28\">[xxviii]<\/a> der ehemaligen \u201eWalk\u00fcre\u201c an den Hamburger Frachtschiffer Willi Ohl. 1951 erfolgte in dessen Auftrag auf der Travewerft Ebschner &amp; Gabler in L\u00fcbeck der Umbau zum Frachtschiff MS \u201eLudwig\u201c mit folgenden Ma\u00dfen: L: 60 m, B: 6 m, T: 2,00 m, Tragf\u00e4higkeit 498 t; eingebaut wurde ein 240 PS MaK-Dieselmotor. Ab diesem Zeitpunkt galt MS \u201eLudwig\u201c als Neubau Baujahr 1951.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"591\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"591\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5581\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-17-1-800x416.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p>Abb. 17: MS \u201eLudwig\u201c auf Fahrt \u2013 Quelle: Archiv Familie Ohl, Hamburg<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Im \u201eBinnenschifferforum\u201c lieferte 2009 ein Beitrag folgende Informationen zu MS \u201eLudwig\u201c: \u201e<em>MS Ludwig war mir bekannt. War in den 60er und 70er Jahren Partikulier bei der Ruhr-Reederei M\u00fclheim\/Ruhr und ist mit seiner 240 MAK, umsteuerbar, 6 Zylinder, viel von Salzgitter nach Basel gefahren und ich meine, dass es schon damals ein Einraumschiff war. Das Schiff sah ja stabil aus. F\u00fcr Langeisen nach Basel ideal. Sein <\/em>(gemeint ist Willi Ohl; Anm. d. Verf.)<em> Bruder, Fritz Ohl mit seiner `Gefion\u00b4 und 160 PS MAK fuhr auch viel nach Basel, beide haben sich immer `gejagt\u00b4. Das Schiff hatte irgendwie eine eigenartige Bauart auch der Farbanstrich war gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Ich kann mich noch daran erinnern, dass das Schiff einer seiner S\u00f6hne von Willi Ohl gefahren hat. Aber wer, ist mit nicht bekannt.\u201c<a href=\"#_edn29\" name=\"_ednref29\"><strong>[xxix]<\/strong><\/a> <\/em>Aus der Familie Ohl wurde dem Verfasser berichtet, dass die Br\u00fcder Ingo und Uwe Ohl, S\u00f6hne von Willi Ohl, die MS \u201eLudwig\u201c gefahren sind.<\/p>\n<p>Am 28. Juni 1971 wurde das G\u00fctermotorschiff MS \u201eLudwig\u201c an Frau Bethylon Ruth J\u00e4hring aus Bocholt verkauft.<a href=\"#_edn30\" name=\"_ednref30\">[xxx]<\/a> Unter der neuen Eignerin wurde das Schiff umbenannt auf \u201eUlua\u201c. Zum Einsatz kam die \u201eUlua\u201c ab 1971 laut mdl. Mitteilung aus der Familie Ohl dann \u00fcberwiegend als Lagerschiff im Hamburger Freihafen. Daf\u00fcr spricht die Tatsache, dass in der Abwrackbescheinigung von 1984 f\u00fcr die \u201eUlua\u201c zwar der Schiffstyp \u201eMotorg\u00fcterschiff\u201c angegeben ist, bei der Motorleistung wurde die Eingabezeile jedoch durch einen Mittestrich entwertet, d. h. das Schiff hatte keinen Motor mehr. In der Zeit vom 15. bis 26.11.1984 l\u00e4utete schlie\u00dflich nach 56 im wahrsten Sinne des Wortes bewegten Jahren f\u00fcr \u201eWalk\u00fcre\u201c \u2013 \u201eNidden\u201c \u2013 \u201eLudwig\u201c \u2013 \u201eUlua\u201c das Totengl\u00f6cklein: Bei der Firma G. Grantz\/K. H. Wermke mit Sitz am Moorburger Elbdeich in Hamburg wurde das Schiff abgewrackt, am 26.11.1984 die Abwrackbescheinigung ausgefertigt und am 31. Januar 1985 das Schiffsregisterblatt am Amtsgericht Hamburg geschlossen.<a href=\"#_edn31\" name=\"_ednref31\">[xxxi]<\/a><\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong>Wiedergeburt der \u201eWalk\u00fcre\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Dieser letztgenannte Amtsakt bedeutete zwar das Ende eines ehemals stolzen Schiffes, das auch in der Region Bayerischer Untermain Spuren hinterlassen hat. Nicht gekl\u00e4rt werden konnte die Frage, ob es der ehemalige Schreiner Kurt Fries aus Gerbrunn bei W\u00fcrzburg war, der die \u201eWalk\u00fcre\u201c nach den Originalpl\u00e4nen der Firma Br\u00f6hl in Mondorf im Ma\u00dfstab 1:75 zu neuem Leben erweckte. Im W\u00f6rther Schifffahrts- und Schiffsbaumuseum k\u00f6nnen Besucher und Besucherinnen vielf\u00e4ltige Zeugnisse heimischer Schifffahrt und regionalen Schiffbaus bewundern. Seit einigen Jahren k\u00f6nnen sie in einer eigenen Ausstellungsvitrine am Modell der \u201eWalk\u00fcre\u201c den Glanz eines Fahrgastschiffes aus dem fr\u00fchen 20. Jahrhundert nachempfinden.<span style=\"font-family: Arial;\"><i><br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"576\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"576\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5582\" src=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-18-1.jpg\" alt=\"\" width=\"681\" height=\"379\" \/><\/p>\n<p>Abb. 18: Ma\u00dfstabsgetreues Modell der \u201eWalk\u00fcre\u201c im Schifffahrts- und Schiffsbaumuseum W\u00f6rth am Main \u2013 Foto: P. Grasmann<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h1>Abbildungsverzeichnis<\/h1>\n<p>Abb. 1: Geplante Anlegestelle f\u00fcr Ausflugsschiffe \u2013 Quelle: Erholung. Freizeit. Kultur \u2013 Schlossufer Aschaffenburg. In: https:\/\/www.schlossufer-aschaffenburg.de\/planung\/<\/p>\n<p>Abb. 2: Ansichtskarte (ca. 1934) \u201eAschaffenburg am Main \u2013 Schlo\u00df\u201c mit FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c vor der Kranichmauer unterhalb des Aschaffenburger Schlosses \u201eJohannisburg\u201c \u2013 Quelle. Archiv P. Grasmann<\/p>\n<p>Abb. 3: Briefkopf der Schiffswerft und Maschinen-Fabrik Heinrich Br\u00f6hl in Mondorf \u2013 Quelle: https:\/\/www.roland-klinger.de\/Mondorf\/broehl.htm<\/p>\n<p>Abb. 4: Reederei Johann van Holt \u2013 Eintrag im Einwohnerbuch der Stadt Duisburg 1927. Teil IV. S. 249 \u2013 Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ancestry.de\">www.ancestry.de<\/a><\/p>\n<p>Abb. 5: Typentwurf f\u00fcr FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c von Heinrich Br\u00f6hl \u2013 Quelle: Archiv Br\u00f6hl<\/p>\n<p>Abb. 6: 1927\/28 \u2013 FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c im Bau auf der Schiffswerft Heinrich Br\u00f6hl, Mondorf \u2013 Quelle: Roland Klinger. In: https:\/\/www.binnenschifferforum.de\/showthread.php?27548-Walk%C3%BCre-FGS<\/p>\n<p>Abb. 7: FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c im Endausbauzustand 1929 \u2013 Quelle: Roland Klinger. In: https:\/\/www.binnenschifferforum.de\/ showthread.php?27548-Walk%C3%BCre-FGS<\/p>\n<p>Abb. 8: FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c auf dem Rhein vor Koblenz \u2013 Quelle: Archiv Helmut Klammer<\/p>\n<p>Abb. 9: FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c unterhalb der Badener Berge an der Unterweser \u2013 Ansichtskarte \u2013 Quelle: Thomas Albert. In: https:\/\/www.binnenschifferforum.de\/showthread.php?27548-Walk%C3%BCre-FGS<\/p>\n<p>Abb. 10: Eintrag zur Ersten Aschaffenburger Personen- u. Schleppschiffahrt Aschaffenburg \u2013 Quelle: Adressbuch Aschaffenburg 1933. Firmenverzeichnis. Stadt- u. Stiftsarchiv Aschaffenburg<\/p>\n<p>Abb. 11: Zeitungsanzeigen im \u201eAschaffenburger Anzeiger\u201c zu Ausflugsfahrten von FGS \u201eWalk\u00fcre\u201c \u2013 Quelle: Aschaffenburger Anzeiger v. 1.6.1935 (li.) u. 26.8.1935 (re.), Stadt- u. Stiftsarchiv Aschaffenburg\u2013Zeitungsarchiv<\/p>\n<p>Abb. 12: Werbeplakat der Bayer. Personenschiffahrts-Gesellschaft f\u00fcr Fahrten mit \u201eWalk\u00fcre\u201c und \u201eMainfranken\u201c \u2013 Quelle: Archiv P. Grasmann<\/p>\n<p>Abb. 13: Links: Reeder und Kaufmann Johann Froese mit Ehefrau Clara, Nidden (Ostpreu\u00dfen), ab M\u00e4rz 1940 neuer Besitzer der \u201eWalk\u00fcre\u201c \u2013 Unten: Briefkopf der Reederei Johann Froese \u2013 Quelle: Archiv Hans-J\u00f6rg Froese, Werder (Havel)<\/p>\n<p>Abb. 14: Schiffshebewerk Niederfinow (Aufnahme von 1934) \u2013 Quelle: Historisches Bildarchiv der Bundeswasserstra\u00dfen. Eine digitale Dokumentation der Schifffahrt und der Wasserstra\u00dfen in Deutschland. S. 172<\/p>\n<p>Abb. 15: MS \u201eNidden\u201c 1943 im Hafen von Nidden \u2013 Quelle: Archiv Hans-J\u00f6rg Froese, Werder (Havel)<\/p>\n<p>Abb. 16: Kasko der MS \u201eNidden\u201c ex \u201eWalk\u00fcre\u201c in Hamburg-Harburg 1945 \u2013 Quelle: Archiv Hans-J\u00f6rg Froese, Werder (Havel)<\/p>\n<p>Abb. 17: MS \u201eLudwig\u201c auf Fahrt \u2013 Quelle: Archiv Familie Ohl, Hamburg<\/p>\n<p>Abb. 18: Ma\u00dfstabsgetreues Modell der \u201eWalk\u00fcre\u201c im Schifffahrts- und Schiffsbaumuseum W\u00f6rth am Main \u2013 Foto: P. Grasmann<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Literaturverzeichnis<\/h1>\n<p>Aschaffenburger Anzeiger. Ausgabe v. 1.6.1935 u. 26.8.1935. Stadt- u. Stiftsarchiv Aschaffenburg \u2013 Zeitungsarchiv<\/p>\n<p>Berninger, Otto: Die letzte Mainreise des Personendampfers \u201eWalk\u00fcre\u201c. In: Mainschiffahrts-Nachrichten 1989. Heft 9. S. 35 ff.<\/p>\n<p>Br\u00f6hl, Heiner: Chronik der Mondorfer Schiffswerft und Maschinenfabrik Heinrich Br\u00f6hl &amp; S\u00f6hne 1885 \u2013 1983. In: Niederkasseler Hefte 7. Hrsg.: Stadt Niederkassel. Ausgabe 2004<\/p>\n<p>Freudenberger, Peter: Bund gibt Mainufer seinen Geldsegen. In: Main-Echo Aschaffenburg. Ausgabe vom 9. April 2019. S. 17<\/p>\n<p>Froese, Hans-J\u00f6rg: Die Geschichte der MS Herta (2). In: Memeler Dampfboot. Heft 2. Febr. 2005<\/p>\n<p>Historisches Bildarchiv der Bundeswasserstra\u00dfen. Eine digitale Dokumentation der Schifffahrt und der Wasserstra\u00dfen in Deutschland. Karlsruhe 2018 \u2013 Online verf\u00fcgbar: http:\/\/medienarchiv.baw.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Online-Ressourcen<\/h1>\n<p>Binnenschifferforum: www.binnenschifferforum.de<\/p>\n<p>Meyers Gro\u00dfes Konversations-Lexikon 1905. \u2013 http:\/\/www.zeno.org\/Meyers-1905<\/p>\n<p>Online-Lexikon Wikipedia: www.wikipedia.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a> Vollst\u00e4ndiges Zitat von Klaus Herzog, Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Aschaffenburg bei der \u00dcbergabe der neugestalteten Uferpromenade am Freitag, 5.4.2019: <em>\u201eDas Schlossufer ist die Schokoladenseite Aschaffenburgs.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a> Siehe Abb. 1!<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a> Als D\u00e9j\u00e0-vu [<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_IPA-Zeichen\">de\u0292a\u02c8vy<\/a>] (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz%C3%B6sische_Sprache\">frz.<\/a> <em>d\u00e9j\u00e0 vu<\/em> = \u201aschon gesehen\u2018) bezeichnet man eine Erinnerungst\u00e4uschung, bei der eine Person glaubt, ein gegenw\u00e4rtiges Ereignis fr\u00fcher schon einmal erlebt zu haben. Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/D%C3%A9j%C3%A0-vu<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a> Siehe Abb. 2!<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a> Ungelaufen bedeutet bei Ansichts-\/Postkarten, dass die R\u00fcckseite unbeschriftet und unfrankiert ist und die Ansichts-\/Postkarte nicht auf dem Postweg &#8222;gelaufen&#8220; ist. In der Regel ist neben dem Adressfeld lediglich vertikal eine Angabenzeile zur Hersteller-Druckerei eingef\u00fcgt. Anm. d. Verf.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a> Siehe Abb. 3!<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[vii]<\/a> Siehe Abb. 5!<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[viii]<\/a> Siehe Abb. 4!<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[ix]<\/a> Daten aus Planzeichnung von H. Br\u00f6hl, Abb. 5. Anm. d. Verf.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[x]<\/a> Br\u00f6hl, Heiner: Chronik der Mondorfer Schiffswerft und Maschinenfabrik Heinrich Br\u00f6hl &amp; S\u00f6hne 1885 \u2013 1983. In: Niederkasseler Hefte 7. Hrsg.: Stadt Niederkassel. Ausgabe 2004. S. 12<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[xi]<\/a> Siehe: www.binnenschifferforum.de!<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[xii]<\/a> <em>\u201eEtwa seit 1862 baut man Dampfschiffe mit Zwillingsschrauben (Zweischraubenschiffe, auch Doppelschraubendampfer genannt), bei denen zwei Schraubenwellen in der rechten und linken H\u00e4lfte des Schiffes angebracht sind, die, aus dem Schiff hinten und seitlich neben dem Steuerruder <\/em>[&#8230;] <em>hervorragend, je eine Schraube tragen. Diese Konstruktion ist in den Kriegsmarinen und meist auch f\u00fcr Passagierdampfer gebr\u00e4uchlich. Der Bruch einer Welle vernichtet noch nicht die Bewegungsf\u00e4higkeit des Fahrzeugs, damit der zweiten Schraube die Fahrt bei verminderter Geschwindigkeit fortgesetzt werden kann. Au\u00dferdem werden durch Anwendung zweier Schrauben die Ersch\u00fctterungen vermindert. Die gr\u00f6\u00dfere Schnelligkeit dieser Schiffe kann aber nur durch gr\u00f6\u00dfern Kostenaufwand gegen\u00fcber der Anwendung von nur einer Schraube mit gleicher Kraft erreicht werden.<\/em>\u201c Quelle: Meyers Gro\u00dfes Konversations-Lexikon 1905. \u2013 http:\/\/www.zeno.org\/Meyers-1905\/A\/Dampfschiff<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[xiii]<\/a> Siehe Abb. 8!<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\">[xiv]<\/a> Siehe Abb. 9!<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref15\" name=\"_edn15\">[xv]<\/a> Siehe Eintrag im Adressbuch Aschaffenburg 1933, SSAA, Abb. 10! Nach dem beim Verfasser vorliegenden Datenmaterial waren Karl Grasmann (Stadtprozelten) und ?? Schmitt (Klingenberg) die Inhaber der Ersten Aschaffenburger Personen- und Schleppschiffahrt. Auch Otto Berninger benennt in seinem Bericht \u201eDie letzte Mainreise des Personendampfers \u201eWalk\u00fcre\u201c, a. a. O., Grasmann und Schmitt als Nachbesitzer der \u201eWalk\u00fcre\u201c nach Johann van Holt. Wilhelm Harding d\u00fcrfte demzufolge nur der Inhaber der Agentur ihrer Firma gewesen sein, der Fahrtauftr\u00e4ge vermittelte. Anm. d. Verf.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref16\" name=\"_edn16\">[xvi]<\/a> Diese Darstellung enth\u00e4lt die Ansichtskarte in Abb. 2, die zu meinem eingangs erw\u00e4hnten D\u00e9j\u00e0-vus-Erlebnis f\u00fchrte.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref17\" name=\"_edn17\">[xvii]<\/a> Siehe Sammlung von diversen Zeitungsanzeigen im \u201eAschaffenburger Anzeiger\u201c in Abb. 11!<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref18\" name=\"_edn18\">[xviii]<\/a> Aschaffenburger Anzeiger. Ausgabe vom 13. April 1935, S. 8<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref19\" name=\"_edn19\">[xix]<\/a> KdF: Kraft durch Freude. Staatlicher und gr\u00f6\u00dfter Reiseveranstalter im Dritten Reich. Anm. d. Verf.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref20\" name=\"_edn20\">[xx]<\/a> Siehe dazu auch Abb. 12!<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref21\" name=\"_edn21\">[xxi]<\/a> Auch Berninger konnte den genauen Verkaufszeitpunkt der \u201eWalk\u00fcre\u201c von der Ersten Aschaffenburger Personen- u. Schleppschiffahrt an die Mainfr\u00e4nkische Personenschiffahrts-Gesellschaft nicht exakt datieren. Erstmals wurde im Rhein-Schiffsregister von 1936 die Bayerische Personenschiffahrts-Gesellschaft Miltenberg a. M. als Schiffseigner benannt. Welche der beiden letztgenannten Firmennamen rechtlich bindend war, konnte nicht gekl\u00e4rt werden. Beide tauchen in amtl. Registern und auf Briefk\u00f6pfen auf.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref22\" name=\"_edn22\">[xxii]<\/a> Berninger, Otto: Die letzte Mainreise des Personendampfers \u201eWalk\u00fcre\u201c. In: Mainschiffahrts-Nachrichten 1989. Heft 9. S. 35 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref23\" name=\"_edn23\">[xxiii]<\/a> Berninger, Otto, a. a. O., S. 36.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref24\" name=\"_edn24\">[xxiv]<\/a> Berninger, Otto, a. a. O., S. 38.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref25\" name=\"_edn25\">[xxv]<\/a> Siehe Abb. 15!<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref26\" name=\"_edn26\">[xxvi]<\/a> Kurland: Region n\u00f6rdlich des ehemaligen Memel. Anm. d. Verf.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref27\" name=\"_edn27\">[xxvii]<\/a> Froese, Hans-J\u00f6rg: Die Geschichte der MS Herta (2). In: Memeler Dampfboot. Heft 2. Febr. 2005. S. 20. Siehe dazu auch Abb. 16! Zus\u00e4tzl. m\u00fcndl. Informationen durch Hans-J\u00f6rg Froese.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref28\" name=\"_edn28\">[xxviii]<\/a> Kasko: schwimmf\u00e4higer Rumpf eines Schiffes ohne Technik und Innenausbau. Anm. d. Verf.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref29\" name=\"_edn29\">[xxix]<\/a> Beitrag von \u201eNavico 2\u201c. In:\u00a0 www.binnenschifferforum.de vom 12.06.1917.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref30\" name=\"_edn30\">[xxx]<\/a> So eingetragen im Binnenschiffsregister am Amtsgericht Hamburg Band 115 Blatt Nr. 18753.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref31\" name=\"_edn31\">[xxxi]<\/a> Siehe Binnenschiffsregister am Amtsgericht Hamburg Band 115 Blatt Nr. 18753!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prolog Am 9. 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