{"id":13294,"date":"2024-05-03T10:55:17","date_gmt":"2024-05-03T08:55:17","guid":{"rendered":"https:\/\/heimathub.de\/?p=13294"},"modified":"2024-05-08T12:38:24","modified_gmt":"2024-05-08T10:38:24","slug":"leo-weismantel-obersinns-groesster-sohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/heimathub.de\/leo-weismantel-obersinns-groesster-sohn\/","title":{"rendered":"Leo Weismantel &#8211; Obersinns gr\u00f6\u00dfter Sohn"},"content":{"rendered":"<p><strong>Obersinns gr\u00f6\u00dfter Sohn: <\/strong><strong>Der Dichter, Schriftsteller und Volksbildner <\/strong><strong>Prof. Dr. Dr. h.c. Leo Weismantel (<\/strong><strong>1888 &#8211; 1964)<\/strong><\/p>\n<p>Eine W\u00fcrdigung von Gundolf Weismantel von 2010.<\/p>\n<p>Am Obersinner Hartberg steht ein Kreuz aus heimischem Buntsandstein. Dieses Kreuz hatten die Eheleute August und Barbara Weismantel 1887 im Jahr \u201eder heiligen Mission\u201c, bittend um ein siebtes Kind, errichten lassen, denn vier vorher geborene Kinder waren im S\u00e4uglingsalter gestorben. Geboren wurde das erbetene Kind, ein Sohn, am Sonntag, dem 10. Juni 1888, in Obersinn w\u00e4hrend eines schweren Gewitters, wie berichtet wird. Die Eltern gaben ihm den Namen Leo nach Papst Leo XIII. und bestimmten ihr Wunschkind f\u00fcr den Priesterberuf. Seine Kindheit verbrachte Leo Weismantel in Obersinn.<\/p>\n<p>Eine in der Familie lebende, jung verwitwete Schwester seiner Mutter, die man nur \u201edas B\u00e4schen\u201c nannte, nahm sich des Kleinen besonders an und erz\u00e4hlte ihm alte Sagen und viel Geheimnisvolles aus der Vergangenheit. Auch ein Heiligen-Legendenbuch aus der Familie, das gro\u00dfe Bilder beinhaltete, erregte seine besondere Aufmerksamkeit. Ab 1895 ging Leo Weismantel in Obersinn zur Volksschule, wo ihm der Ortsgeistliche Pfarrer Hess Sonderunterricht gab und Latein beibrachte. Nach dem 4. Schuljahr kam der 12j\u00e4hrige Leo auf das K\u00f6niglich Humanistische Gymnasium in M\u00fcnnerstadt, an dem auch Patres der Augustiner unterrichteten. Leo Weismantel hat sp\u00e4ter dazu bemerkt: <em>\u201eSo sollte der Tag kommen, an dem ich das Dorf verlie\u00df, um zu studieren, denn ich sollte Priester werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter, 1901, starb seine Schwester Marie im bl\u00fchenden Alter von 18 Jahren. Der Familie August Weismantel verblieben so nur noch zwei S\u00f6hne. Das waren der Leo und sein 15 Jahre \u00e4lterer Bruder Karl Matth\u00e4us, der sp\u00e4ter das v\u00e4terliche Erbe, einen Landesprodukte-Gro\u00dfhandel mit Spedition \u00fcbernahm, den der Vater August, aus \u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnissen kommend &#8211; Schneider hatte er gelernt &#8211; aufgebaut hatte. Die Firma besa\u00df damals sogar eigene Eisenbahnwaggon-Decken mit der Aufschrift \u201eA. Weismantel und Sohn\u201c und befand sich in Obersinn im Haus Nummer 71 (Hauptstra\u00dfe), dem Geburtshaus von Leo Weismantel.<\/p>\n<p><strong>Schule, Studium und Promotion<\/strong><\/p>\n<p>Einfach waren die Jahre am M\u00fcnnerst\u00e4dter Gymnasium f\u00fcr Leo Weismantel nicht. Zun\u00e4chst war da der sture Schulbetrieb, der ihm widerstrebte. Zum anderen k\u00e4mpfte er mit Blutungen aus der Nase und einem Lungenleiden und in seinem Inneren auch mit der Bestimmung f\u00fcr den Priesterberuf. Dieser innere Kampf wurde letztlich entschieden durch seine k\u00f6rperliche Erkrankung <em>\u201eund die geistige Einsicht, dass mein Lebensberuf anderswo liegt\u201c<\/em>, wie er sp\u00e4ter berichtete, aber auch, dass man ihn deshalb von au\u00dfen her nicht bedr\u00e4ngt habe.<\/p>\n<p>In M\u00fcnnerstadt gab es bereits Gedichte und Erz\u00e4hlungen der jugendlichen Phantasie von Leo Weismantel mit der ihm eigenen sprachsch\u00f6pferischen Kraft. Diese wurden vom Deutschlehrer ernst genommen, der Leo Weismantel auf das eigene Erleben kanalisierte. So hatte er schon als Gymnasiast das notiert, was er aus seiner Obersinner Kindheit noch im Kopf hatte: Die Welt seines Heimatdorfes Obersinn. Bereits w\u00e4hrend der Gymnasialzeit schrieb er ein Drama, eine l\u00e4ndliche Trag\u00f6die mit dem Titel \u201eDie K\u00f6hlerin vom Waldsee\u201c. Sie erschien sp\u00e4ter im Jahr 1909 in der Verlagsbuchhandlung Bruno Volger Leipzig als Buch.<\/p>\n<p>Die Probleme mit seiner Gesundheit hielten an. Durch zunehmende Blutungen, die mit seinem Lungenleiden einhergingen, wurde er gezwungen, wochenlang dem Unterricht fernzubleiben, was ihn letztlich dazu zwang, das Gymnasium nach der 7. Klasse ohne Abitur verlassen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nachdem er auskuriert worden war, ging er 1908 an die Universit\u00e4t W\u00fcrzburg, konnte dort aber mangels Abitur nur das Fach Zahnmedizin belegen. Bei den Zahnmedizinern wurde er aber selten gesehen, denn er besuchte die Vorlesungen der philosophischen Fakult\u00e4t. Inzwischen hatte sich Leo Weismantel auf Anraten seines behandelnden Arztes einer Studentenverbindung angeschlossen, was seiner Gesundung f\u00f6rderlich sein sollte. Dort fand eine Wette statt. Leo Weismantel wettete um ein gro\u00dfes Fass Bier, dass er die geographische Preisaufgabe der Universit\u00e4t, eine Monographie \u00fcber die Ha\u00dfberge, innerhalb der vorgegebenen Frist l\u00f6sen w\u00fcrde, und gewann die Wette.<\/p>\n<p>Mit dieser Arbeit erwarb er sich, nachdem er das Abitur in M\u00fcnnerstadt nachgeholt hatte, den Doktorgrad der Philologie mit \u201esumma cum laude\u201c. Er studierte Geographie, promovierte als Geograph und versuchte, sich in diesem Fach an der Universit\u00e4t zu habilitieren, was wegen des Ausbruches des Ersten Weltkrieges 1914 nicht gelang.<\/p>\n<p><strong>Die Zeit des Ersten Weltkrieges<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund der jahrelangen Krankheit und seiner k\u00f6rperlichen Verfassung wurde Leo Weismantel als kriegdienstuntauglich eingestuft. Lediglich \u201ekanzleidienstf\u00e4hig\u201c stand in seinem Wehrpass. So wurde der wehrdienstuntaugliche Weismantel als Wehrersatz f\u00fcr den Schuldienst verpflichtet.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1915 schickte man ihn als Aushilfsvertreter an das \u201eInstitut Adam\u201c in W\u00fcrzburg, einer privaten Handelsrealschule. Hier musste er den Unterricht in Deutsch, Geschichte und Erdkunde \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Aufgrund dieser Anstellung war es ihm m\u00f6glich im gleichen Jahr in Obersinn am 02.09.1915 Luise Wetzell, eine Philologiestudentin aus Laubach in Hessen, die er w\u00e4hrend des Studiums kennen gelernt hatte, zu heiraten. Getraut hatte sie damals der Obersinner Pfarrer Knecht. 1916 kam die gemeinsame Tochter Gertrud in W\u00fcrzburg zur Welt.<\/p>\n<p><strong>Die Handelsrealschule<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Zeit an der W\u00fcrzburger Handelsrealschule geschahen zwei Dinge:<\/p>\n<p>Leo Weismantel schrieb in den Unterrichtspausen zeilenweise seinen ersten Roman \u201eMari Madlen\u201c, der in der Monatszeitschrift \u201eHochland\u201c vorab ver\u00f6ffentlicht wurde und einen dort ausgesetzten Preis errang. Das machte Leo Weismantel 1917 mit einem Schlage bekannt und begr\u00fcndete seinen dichterischen Ruf.<\/p>\n<p>Und: Es regte sich bei ihm erstmals Widerstand gegen das praktizierte Schulsystem: Das Eindrillen von blo\u00dfem \u201eWissenskram\u201c in einem Paukbetrieb, wie er meinte, ging nach Weismantel am tats\u00e4chlichen Leben vor\u00fcber. Weismantel lehnte sich dagegen auf. Er versuchte von sich aus \u00fcber eine gewisse Zeit hinweg den Umbruch im Lehrbetrieb mit einem schulischen Bem\u00fchen nicht vom Lehrbuch her, sondern von den Anlagen des Kindes ausgehend. Dabei verstie\u00df er allerdings gegen die geltende Schulordnung und setzte so seine pers\u00f6nliche Existenz an der Schule aufs Spiel. Es blieb nicht unbemerkt, wie er seine 120 Buben unterrichtete. Der kulturpolitisch-beh\u00f6rdliche Gegenwind erstickte seine \u201eEinzelreform\u201c im Keime, ohne dass man ihn allerdings bestrafte. Geblieben sind die bereits damals von ihm gepr\u00e4gten Begriffe \u201eSchule der Lebensalter\u201c und \u201eGestaltungsp\u00e4dagogik\u201c.<\/p>\n<p><strong>Schriftstellerische T\u00e4tigkeit<\/strong><\/p>\n<p>1918 entstand unter dem Eindruck des zu Ende gehenden Krieges sein B\u00fchnenwerk \u201eDie Reiter der Apokalypse\u201c. Schon 1919 fand man Weismantel auf einer P\u00e4dagogenkonferenz des preu\u00dfischen Kultusministeriums, wo er f\u00fcr eine ganz neue Form der Erwachsenenbildung pl\u00e4dierte. Bereits mitten in der \u201eVolksbildungsbewegung\u201c war Weismantel, als er 1919\/20 an der Wiener Volkshochschule \u00fcber \u201eDeutsche Sprachstilkunde\u201c lehrte. Seine Vorlesungen erschienen 1927 unter dem Titel \u201eDer Geist als Sprache\u201c. Weitere Ver\u00f6ffentlichungen im Verlag des Patmosbundes folgten.<\/p>\n<p>1920 hatte Leo Weismantel, aufgrund seiner Ver\u00f6ffentlichungen inzwischen finanziell unabh\u00e4ngig, seine Stelle am Institut Adam aufgegeben. Die Familie siedelte ins l\u00e4ndliche Marktbreit in ein Haus mit Garten in Bahnhofsn\u00e4he um und Leo Weismantel wurde freischaffender Schriftsteller und P\u00e4dagoge. Das zweite Kind der Familie, der Sohn Werner, wurde am 09.12.1920 in Marktbreit geboren. Auf die deutschen B\u00fchnen gelangte der \u201eW\u00e4chter unter dem Galgen\u201c, wieder unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges entstanden.<\/p>\n<p>Er schrieb das B\u00fchnenspiel \u201eTotentanz 1921\u201c, das sich mit den Schwierigkeiten der Nachkriegszeit auseinandersetzte und dessen Urauff\u00fchrungen parallel in N\u00fcrnberg und Bonn stattfanden. Es folgte \u201eDie Kommstunde\u201c, ebenfalls ein B\u00fchnenst\u00fcck. Er vollendete den Roman \u201eDas unheilige Haus\u201c, der das Erbhofthema behandelt und die Landschaft und Menschen der Rh\u00f6n eindringlich schildert.<\/p>\n<p><strong>Landespolitik<\/strong><\/p>\n<p>Nach einem Studium an der Arbeiter-Hochschule in Wien, wo es um neue Wege in Fragen der Volksbildung ging, erlitt er im Inflationswinter 1923 einen R\u00fcckfall ins alte Lungenleiden. Obwohl es das Leiden im Allg\u00e4u auszukurieren galt, gab er der Bitte der \u201eChristlich-Sozialen Volkspartei\u201c in Bayern (Vitus-Heller-Bewegung) nach, f\u00fcr den Bayrischen Landtag zu kandidieren. Bedingung war: <em>Keine Parteimitgliedschaft!<\/em> Die Partei errang bei der Landtagswahl am 06.04.1924 einen Sitz. So geh\u00f6rte Leo Weismantel dann von 1924 \u2013 1928 als Parteiloser dem Landtag an. \u201eDas Landtagshandbuch\u201c von 1925 weist ihn als Mitglied einer sechs Abgeordnete umfassenden \u201eFreien Vereinigung\u201c mit dem Zusatz in Klammern \u201eZentrum\u201c aus. Im Landtag forderte er ein Konzept f\u00fcr ein zeitgem\u00e4\u00dfes bayerisches Schulwesen und stellte einen Antrag zum Bayerischen Kultusetat zur Einrichtung einer Landesstelle f\u00fcr Erziehungs- und Bildungswesen in Bayern. Zugleich sagte Weismantel am 24. Juni 1925, man m\u00fcsse &#8222;heraus aus dem Ghetto der Parteien&#8220;, auch die &#8222;Kirche solle sich \u00f6ffnen&#8220;. Was auch bedeutete: Die Kirche solle auf die Bekenntnisschule, die im Konkordat festgeschrieben war, verzichten.<\/p>\n<p>Die Einleitung einer Bildungsreform gegen die konservativ-katholische Linie der Bayerischen Volkspartei (BVP), obwohl er die Zentrumspartei im R\u00fccken hatte, gelang dem \u201eEinzelk\u00e4mpfer\u201c Weismantel jedoch nicht.<\/p>\n<p>Aufgrund einer Wahlgesetz\u00e4nderung zu den Neuwahlen 1928 wurde die Heller-Partei ins Zentrum eingegliedert. Ein Parteiabkommen (die sog. Regensburger Vereinbarungen) zwischen Zentrum und BVP erfolgte ohne eine Beteiligung von Weismantel. Letztlich verlor er aufgrund dieser neu geordneten Zusammenarbeit von Zentrum und BVP f\u00fcr die Wahlen 1928 sein Mandat. Er wurde ein \u201eBauernopfer\u201c des Zentrums f\u00fcr die verst\u00e4rkte Kooperation mit der BVP.<\/p>\n<p><strong>P\u00e4dagogik<\/strong><\/p>\n<p>Aus der M\u00fcnchner Landespolitik mit ihrem &#8222;Parteiengekl\u00fcngel&#8220; und mit dem vergeblichen Versuch einer Schulreform kehrte Leo Weismantel nach Marktbreit zur\u00fcck. Er ging von da an dieselben Ziele im Alleingang an. Im M\u00e4rz 1928 gr\u00fcndete er in Marktbreit mit privaten Mitteln, die ihm aus den Honoraren seiner Romane und B\u00fchnenwerke zukamen, ein eigenes p\u00e4dagogisches Forschungsinstitut. Es war die \u201eSchule der Volkschaft f\u00fcr Volkskunde und Erziehungswesen\u201c, die auch auf sein 1925 ver\u00f6ffentlichtes gleichnamiges Buch zur\u00fcck ging. Dieses Institut errang in wenigen Monaten Weltgeltung. Zur F\u00f6rderung einer Erneuerungsbewegung des Schulwesens widmete er sich in Tagungen und Vortr\u00e4gen sowie privat und \u00f6ffentlich initiierten Forschungen den Fragen der \u201ebildgestaltenden\u201c und \u201esprachgestaltenden\u201c Kr\u00e4fte und Grundlagen sowie einem damals neuen Arbeitsgebiet, der Industriep\u00e4dagogik. Die erste Tagung vom 5. bis 8. August 1928 in der Schule der Volkschaft, vom V\u00f6lkerbund gef\u00f6rdert, besuchten 80 Lehrkr\u00e4fte. Im Laufe der Zeit sollten es Tausende von Teilnehmern werden.<\/p>\n<p><strong>Eine Familientrag\u00f6die<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend dieser Zeit hatte sich zu Hause in Obersinn bei seinem Bruder Matth\u00e4us ein starkes Nierenleiden bemerkbar gemacht, das dieser nicht konsequent behandeln lie\u00df. Hinzu geriet sein Bruder in den Inflationsjahren nach dem 1. Weltkrieg in eine schleichende, geistige Umnachtung. Er stellte ungedeckte Wechsel aus, kaufte v\u00f6llig wertlose Kriegsanleihen und machte riskante B\u00f6rsengesch\u00e4fte. Seine Umgebung merkte zu sp\u00e4t, dass er dabei das Verm\u00f6gen und das Gesch\u00e4ft ruinierte. Man schaltete den Bruder Leo ein, der versuchte zu retten, was noch zu retten war. Erschwerend kam hinzu, dass Matth\u00e4us auch noch einen Schlaganfall erlitt. Zuletzt gab es eine Hypothek auf Haus und Grundst\u00fccke. Der Konkurs war nicht mehr aufzuhalten. Als sein Bruder Matth\u00e4us 1930 schlie\u00dflich aufgrund seiner Erkrankungen ausw\u00e4rts bei einer seiner T\u00f6chter starb, wollte man seinen zur\u00fcckgekehrten Sarg \u2013 wie es Sitte war &#8211; im Vaterhaus in Obersinn aufbahren. Die T\u00fcre soll aber verschlossen gewesen sein, weil das Anwesen bereits den Banken geh\u00f6rte. Auch Leo Weismantel verlor hierbei seinen v\u00e4terlichen Erbteil. (Anmerkung: Leo Weismantel hat dieses Familiendrama in seinem Buch \u201eDas Haus Herkommer\u201c im Abschnitt \u201eDer Konkurs\u201c auf 256 Seiten dargestellt.)<\/p>\n<p><strong>Weitere Romanver\u00f6ffentlichungen<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 1928 brachte Leo Weismantel im B\u00fchnenvolksbundverlag Berlin seinen Roman \u201eDas alte Dorf\u201c, den er bereits 1908 begonnen hatte, heraus. Es ist die Geschichte vom Jahreskreis und von den Leuten aus seinem Heimatort Obersinn, den er \u201eSparbrot\u201c nannte. Er setzte damit seinem Heimatort ein literarisches Denkmal. Es entstand die RH\u00d6N-TRILOGIE. Die beiden anderen Werke \u201eDie Geschichte des Hauses Herkommer\u201c (s.a. vorheriger Absatz) und \u201eDas Sterben in den Gassen\u201c hatte er ebenfalls bereits 1908 begonnen, sie folgten 1932 und 1933.<\/p>\n<p><strong>Die Zeit des Nationalsozialismus<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Machtergreifung Hitlers im Januar 1933 begann die NS-Zeit, die nicht nur Deutschland radikal ver\u00e4ndern sollte, sondern auch das Wirken von Leo Weismantel.<\/p>\n<p>Hitler selbst soll sich gegen das von Weismantel f\u00fcr das von der Gemeinde Oberammergau im Herbst 1932 in Auftrag gegebene \u201eGel\u00fcbde-Spiel\u201c gewandt haben, weil darin dem &#8222;Dritten Reich&#8220; die alten antisemitischen Akzente fehlen w\u00fcrden. Die Urauff\u00fchrung erfolgte dennoch im Sommer 1934.<\/p>\n<p>Im Mai 1933 waren dann Weismantels soziologische und sozialp\u00e4dagogische Untersuchungen in den Notstandsgebieten von Oberschlesien, ein vom Zentrumspolitiker Joseph Wirth (1921\/22 in der Weimarer Republik Reichskanzler und seit 1930 Reichsinnenminister im Kabinett Br\u00fcning) gef\u00f6rdertes Projekt der Jahre 1930 bis Ende 1931 im gewandelten politischen Umfeld nicht mehr von Belang.<\/p>\n<p>Der neue Propagandaminister Joseph Goebbels berief ihn am 6. Juli 1933 \u201eim Hinblick auf seine bisherigen schriftstellerischen Arbeiten in den Dichterkreis und damit zugleich in den Bundesausschu\u00df\u201c des <i>Reichsbunds der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele e. V.<\/i> Im selben Jahr ver\u00f6ffentlichte Weismantel die &#8222;<i>Sonnenwendfeier des jungen Deutschland&#8220;<\/i>. Im Oktober 1933 war er schlie\u00dflich einer von 88 Schriftstellern, die das so genannte \u201eGel\u00f6bnis treuester Gefolgschaft\u201c f\u00fcr Adolf Hitler unterschrieben, darunter \u00fcbrigens auch die Rienecker Schriftsteller-Gebr\u00fcder Anton und Friedrich Schnack.<\/p>\n<p>Leo Weismantel wandte sich auf Anraten seines ehemaligen Religionslehrers, dem Augustinerpater und sp\u00e4teren Ordensgeneral Clemens Fuhl, der religi\u00f6sen Thematik zu. Unter den zahlreichen kleineren religi\u00f6sen Dichtungen befand sich auch die Legendensammlung mit v\u00f6lkischem Tenor \u201eWie der Heilige Geist das deutsche Volk erw\u00e4hlte\u201c. Sie wurde 1935 dennoch sofort nach Erscheinen beschlagnahmt und vernichtet. Sein B\u00fchnenst\u00fcck von 1936, \u201eDas Reich, das Reich\u201c wurde auf Betreiben von Parteikreisen nach der Urauff\u00fchrung abgesetzt.<\/p>\n<p>Die Zeit des &#8222;Dritten Reiches&#8220; brachte dann 1936 endg\u00fcltig die Schlie\u00dfung der \u201eSchule der Volkschaft\u201c mit sich. Leo Weismantel musste sein Anwesen in Marktbreit verkaufen. Er zog nach W\u00fcrzburg in eine Wohnung in der Theaterstra\u00dfe 4.<\/p>\n<p>Der W\u00fcrzburger Gauleiter Dr. Otto Hellmuth, vorher in Marktbreit Zahnarzt und in pers\u00f6nlicher Aversion zu Weismantel stehend, lie\u00df ihn von der Gestapo \u00fcberwachen. In einer Einsch\u00e4tzung der Gauleitung Main-Franken der NSDAP aus dem Jahr 1939 wurde Weismantel als ein \u201etypischer Vertreter der Katholischen Aktion\u201c, dessen B\u00fccher \u201ealles andere als nationalsozialistisches Gedankengut\u201c offenbaren, bezeichnet. Zu dieser Einsch\u00e4tzung trug m\u00f6glicherweise auch der K\u00fcnstlerroman \u201eGericht \u00fcber Veit Sto\u00df\u201c, der 1939 erschien, bei und k\u00f6nnte mit ein Grund gewesen sein, dass man ihn am 10. Dezember 1939 nach dem Attentat auf Hitler im M\u00fcnchner B\u00fcrgerbr\u00e4ukeller verhaftete. Als \u201eS\u00fchne f\u00fcr das Attentat\u201c wollte der Gauleiter einen \u201eprominenten Katholiken\u201c auf der Liste haben. Weismantel und die anderen H\u00e4ftlinge wurden aber auf Intervention aus Berlin hin entlassen.<\/p>\n<p>Leo Weismantel hatte sich daraufhin seinen K\u00fcnstler-Romanen zugewandt. Bereits entstanden waren \u201eDill Riemenschneider\u201c, \u201eLeonardo da Vinci\u201c und Gericht \u00fcber Veit Sto\u00df\u201c. Die <em>\u201e<\/em>Gr\u00fcnewaldtrilogie<em>\u201c<\/em> folgte bis 1943. Im gleichen Jahr wurde aber dann ein Schreibverbot \u00fcber ihn verh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Die zweite Verhaftung von Leo Weismantel w\u00e4hrend der NS-Zeit erfolgte nach dem 20. Juli 1944. Er kam in ein Sonderlager am W\u00fcrzburger Stadtrand und erlitt dort einen vollst\u00e4ndigen gesundheitlichen Zusammenbruch mit einer Darml\u00e4hmung. Der Lagerarzt erkannte in ihm den Autoren. <em>Ein gl\u00fccklicher Zufall! <\/em>Der Hinweis des Arztes, Weismantel sei so oder so hin\u00fcber, und er st\u00fcrbe besser au\u00dferhalb des Lagers brachte ihn in ein Krankenhaus, wo er wochenlang noch als Gestapo-H\u00e4ftling lag, bis man ihn schlie\u00dflich aus der Haft entlie\u00df.<\/p>\n<p>Gesundheitlich immer noch angeschlagen kehrte er noch 1944 in seinen Heimatort Obersinn zur\u00fcck. Zun\u00e4chst wohnte er in der Dachwohnung im Haus des Stielfabrikanten Stein am Obersinner Ortseingang, wo er dem Bombenangriff vom 16. M\u00e4rz 1945 auf W\u00fcrzburg entging. Dem Feuersturm fielen dort nicht nur etwa 5.000 Bewohner zum Opfer, auch die Wohnung Weismantels in der W\u00fcrzburger Theaterstra\u00dfe mit den Manuskript- und Dokumentensammlungen wurde vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p><strong>Die Nachkriegszeit<\/strong><\/p>\n<p>Im Herbst 1944, also l\u00e4ngere Zeit vor der bedingungslosen Kapitulation vom 8. Mai 1945, gab es bereits eine sog. \u201eWei\u00dfe Liste\u201c der amerikanischen Siegermacht, in der tragende Pers\u00f6nlichkeiten f\u00fcr eine demokratische Nachkriegszeit verzeichnet waren. Leo Weismantel erschien darin als potenzieller Unterrichts- und Kultusminister. Er lehnte das Amt nach dem Krieg aber ab. Stattdessen beauftragte ihn die Milit\u00e4rregierung als Schulrat im Bezirk Gem\u00fcnden am Main mit dem Dienstsitz in Obersinn ab Oktober 1945. Daf\u00fcr wurden ihm von der Milit\u00e4rregierung R\u00e4ume mit Wohnung in seinem Elternhaus (damals Hs. Nr. 71) zugewiesen. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Schulen wieder ge\u00f6ffnet, zun\u00e4chst die Volksschule. Weismantel versuchte eine Erneuerung des schulischen Lebens auf der Grundlage der von ihm begr\u00fcndeten \u201eSchule der Volkschaft\u201c. Er kritisierte die wieder neu in Kraft gesetzte bayerische Lehrordnung von 1926, polemisierte gegen die neu erscheinenden Leseb\u00fccher, \u00e4u\u00dferte sich gegen die Konfessionsschule und verlangte einen p\u00e4dagogischen Kongress, auf dem sich das Bayerische Kultusministerium \u00f6ffentlich all seinen Fragen stellen sollte. Er kn\u00fcpfte an alte Forderungen aus seiner Zeit als Landtagsabgeordneter an. Seine Kritik im Nachkriegsjahr 1946 veranlasste das Bayerische Kultusministerium zu seiner Entlassung: <em>\u201eEin m\u00f6glichst baldiges Ausscheiden aus der T\u00e4tigkeit des Bezirksschulrates und Lehrerbildners ist ins Auge zu fassen, da sich der Mangel an F\u00e4higkeiten des Weismantel, sich Beh\u00f6rden unterzuordnen, als st\u00f6rend auswirkt\u201c<\/em>.\u00a0 (In diesem Zusammenhang siehe auch den Artikel \u201eZum Fall Weismantel\u201c. In: \u201e<em>Die Neue Zeitung<\/em>\u201c, M\u00fcnchen, 21.02.1947).<\/p>\n<p>Leo Weismantel blieb in seinem Elternhaus, das eigentlich ein Doppelhaus ist, in der Hauptstra\u00dfe von Obersinn wohnen. Sein Arbeitszimmer befand sich in der zweiten, hohen Haush\u00e4lfte. Von dort schaute er oft gegen Westen auf den Brunnberg, wo sich noch heute unter zwei Kastanienb\u00e4umen eine Kreuzigungsgruppe befindet. Mit diesem dort am Sandsteinkreuz h\u00e4ngenden Herrgott hielt er vom Arbeitszimmer aus oft Zwiesprache.<\/p>\n<p>Im Jahr 1947 hatte das Land Hessen Nachholbedarf an der Ausbildung von Lehrern, die es aus jungen Lehrkr\u00e4ften, so genannten \u201eSchulhelfern\u201c heranzubilden galt. Hessen richtete f\u00fcr die Volksschul-Lehrerausbildung in Fulda ein \u201eP\u00e4dagogisches Institut\u201c ein und holte als dessen Leiter Leo Weismantel nach Fulda, ausgestattet mit einer Professur f\u00fcr Kunsterziehung und Deutsch. Weismantel pendelte zwischen Obersinn und Fulda. Sein Chauffeur in dieser Zeit war der Obersinner Alfred Dill Senior. Vom 27.11. bis 03.12.1949 initiierte und organisierte Weismantel in Fulda mit Unterst\u00fctzung des Hessischen Kultusministers einen \u201eKunstp\u00e4dagogischen Kongress\u201c. Eingeladen waren Lehrer und Erzieher aller Schularten, aller damals erkennbaren p\u00e4dagogischen Richtungen, vom Kindergarten bis zum Hochschullehrer. Der Kongress hatte internationales Gepr\u00e4ge und wurde von rund 1200 Teilnehmern besucht.<\/p>\n<p>In seiner Fuldaer Zeit entstand nach 1949 das \u00fcber vierzig Jahre von Leo Weismantel entwickelte Lesewerk \u201eDer Rosengarten\u201c, das in den Jahren 1950 bis 1954 in der Hessischen Lesebuchstiftung erschienen ist, und vornehmlich in hessischen Schulen eingesetzt wurde. Weismantel wirkte in Fulda bis zur Aufl\u00f6sung des P\u00e4dagogischen Institutes am 30.06.1951.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seiner Wirkungszeit in Fulda stand am 10.06.1948 der 60. Geburtstag von Leo Weismantel an. Aus Anlass seines runden Geburtstages ernannte ihn seine Heimatgemeinde Obersinn zu ihrem Ehrenb\u00fcrger. Es entstand auch ein Buch des Dankes zu des Dichters 60. Geburtstag mit mehreren Autoren, z.B. Rudolf Reuter, unter dem Titel \u201eLeo Weismantel, Leben und Werk\u201c. Die Berufung in die Deutsche Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung in Darmstadt im Jahre 1949 w\u00fcrdigte Weismantels Leistung als Schriftsteller auch f\u00fcr eine breitere \u00d6ffentlichkeit anerkennend. 1950 wurde er Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland.<\/p>\n<p>Etwas sp\u00e4ter ernannte ihn die Freiwillige Feuerwehr Obersinn, deren Gr\u00fcnder Leo Weismantels Vater August gewesen war, zu ihrem Ehrenvorsitzenden.<\/p>\n<p><strong>Politische Vorstellungen, Isolation und Anerkennung in der DDR<\/strong><\/p>\n<p>Die reformp\u00e4dagogischen Themen, denen er sich nach seiner Fuldaer Zeit wieder zugewandt hatte, fanden aber fortan keine Beachtung beim Wiederaufbau des Bildungswesens im Nachkriegs-Deutschland. Die p\u00e4dagogische und literarische Richtung von Weismantels Werk wollte ganz einfach nicht mehr zu den damals in der Bundesrepublik kulturell vorherrschenden Linien passen.<\/p>\n<p>Und auch der politische Mensch Weismantel hatte sich aus dem unermesslichen Leid des Zweiten Weltkrieges eine radikale Umkehr, eine Abwendung von jeglicher Machtpolitik erhofft. So hatte er durchaus eine politische Vision: N\u00e4mlich ein demokratisches Gesamteuropa und eine welteinheitliche Friedensorganisation. Die Folge war, dass sich der im Grunde konservative Katholik Leo Weismantel gegen die seinerzeitige Politik der christlichen Parteien CDU\/CSU wandte.<\/p>\n<p>Gegen die vorgesehene Wiederbewaffnung und die atomare Aufr\u00fcstung eiferte er mit allen Argumenten. Es m\u00fcsse gelingen <em>\u201edie soziale Frage f\u00fcr alle V\u00f6lker der Erde zu l\u00f6sen und alle V\u00f6lker der Erde von der Gei\u00dfel der gegenseitigen Zerfleischung zu erl\u00f6sen.\u201c<\/em> Und er mahnte zur Verst\u00e4ndigung auch mit der damaligen DDR und UdSSR.<\/p>\n<p>Die weltpolitischen Verh\u00e4ltnisse waren aber damals so, dass zwischen Ost und West der \u201eKalte Krieg\u201c herrschte, in der die beiden deutschen Staaten quasi eine Frontstellung einnahmen. So war es nicht verwunderlich, dass Weismantels Widerstand gegen die Atmosph\u00e4re eines hysterischen Antikommunismus in der damaligen breiten \u00d6ffentlichkeit ganz einfach auf Unverst\u00e4ndnis stie\u00df.<\/p>\n<p>So begann f\u00fcr Weismantel ein bitterer Weg. Er wurde angefeindet und man begann, ihn zu isolieren. Sein Werk wurde kaum noch beachtet, nur wenige B\u00fccher erschienen.<\/p>\n<p>1953 nahm er (wahrscheinlich aufgrund der immer noch bestehenden Beziehung zu Joseph Wirth) Kontakt zur DDR auf, und wurde am 04.07.1954 Teilnehmer an einem gesamtdeutschen Dichtertreffen auf der Wartburg. Das Treffen stand unter dem Motto \u201eVom Br\u00fcckenschlag des Wortes\u201c. Er unterschrieb dort mit anderen eine Entschlie\u00dfung, in der es neben dem <em>\u201eBekenntnis zur Einheit unseres Vaterlandes\u201c <\/em>hie\u00df:<em> \u201eWir erwarten, dass auch unsere Regierungen den Austausch der B\u00fccher und die freie Begegnung aller geistigen Kr\u00e4fte f\u00f6rdern\u201c<\/em>. Im gleichen Jahr nahm er im November an der \u201eBegegnung der Geistesschaffenden f\u00fcr eine Verst\u00e4ndigung der Deutschen untereinander\u201c in Ost-Berlin teil.<\/p>\n<p>Auch wenn man Leo Weismantel lautere Absichten f\u00fcr eine \u00dcberwindung der deutschen Spaltung, Br\u00fccken der Kommunikation bauen zu wollen, zu Gute halten mag: In Westdeutschland wurde sein Schritt anders gesehen. Die lokale Presse berichtete \u00fcber die Teilnahme und sch\u00fcrte antikommunistische Ressentiments. Der W\u00fcrzburger Oberb\u00fcrgermeister lud ihn als Festredner zur 150-Jahr-Feier des W\u00fcrzburger Theaters im Dezember 1954 kurzerhand aus. Verlage wie Herder oder Sebaldus legten seine Titel nicht mehr auf.<\/p>\n<p>Im Jahr darauf \u00fcbertrug er die Verlagsrechte an seinen Romanen dem Ost-Berliner Union Verlag und vermachte seinen literarischen Nachlass der Akademie der K\u00fcnste der DDR.<\/p>\n<p>Im August 1956 lud man ihn als \u201ePers\u00f6nlichkeit der V\u00e4tergeneration\u201c zum Mitglied des <em>Internationalen Vorbereitenden Komitees <\/em>der VI. Weltfestspiele der Jugend und Studenten f\u00fcr Frieden und Freundschaft, die im Juli\/August 1957 in Moskau stattfanden, ein. Er \u00fcbernahm.<\/p>\n<p>Nach dem August 1956, jetzt 68j\u00e4hrig, siedelte Leo Weismantel von Obersinn nach Jugenheim bei Darmstadt in die Jahnstra\u00dfe 16 \u00fcber, wo seine Tochter 1951 vom P\u00e4dagogischen Institut Fulda an das gleichnamige Institut in Darmstadt versetzt worden und dort Professorin f\u00fcr Werkerziehung war. Hier widmete er sich politischen Schriften zur Tagespolitik.<\/p>\n<p>Gleichzeitig hatte er sich 1956 \u2013 allerdings ohne Erfolg \u2013 um die Stelle eines Intendanten beim Bayerischen Rundfunk beworben.<\/p>\n<p>Als er schlie\u00dflich 1957 trotz Warnungen der Beh\u00f6rden als Mitglied des vorbereitenden Komitees an den Weltfestspielen der Jugend in Moskau teilnahm, war der Aufschrei, vornehmlich in der katholischen Presse, besonders gro\u00df, die ihn nebst anderer Ausdr\u00fccke unter anderem als \u201ekommunistenh\u00f6rig\u201c bezeichnete. Schlie\u00dflich er\u00f6ffnete die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wegen der Moskaureise einiger Bundesb\u00fcrger auch ein Verfahren gegen Leo Weismantel. Daher sperrte man ihm zeitweise sogar sein Konto. (<em>Anmerkung: Leo Weismantel hat dann in der von ihm in Jugenheim gegr\u00fcndeten \u201eWeltkreis Verlags GmbH\u201c diesen wellenschlagenden Moskaubesuch in seinem 1959 erschienenen Buch \u201eTagebuch einer skandal\u00f6sen Reise\u201c ver\u00f6ffentlicht.<\/em>)<\/p>\n<p>Weismantel wehrte sich, und schrieb zu den Bundestagswahlen 1957 seine acht, in vielen Publikationen abgedruckten \u201eOffenen Briefe an einen Bundestagsabgeordneten\u201c.<\/p>\n<p>Trotz alledem erhielt er 1958 in N\u00fcrnberg die \u201eWilli Pirkheimer Medaille\u201c. Auf der Heimfahrt von N\u00fcrnberg wurde er bei einem Autounfall mit einem amerikanischen Milit\u00e4rfahrzeug schwer verletzt.<\/p>\n<p>Nur teilweise genesen, konnte er im Juni 1958 in Jugenheim seinen 70. Geburtstag feiern, wo auch eine Delegation aus Kommune und Vereinen von Obersinn nach Jugenheim gereist war, um ihn zu begl\u00fcckw\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr hatte Weismantel getextet: \u201e<em>P\u00e4dagoge in Deutschland. Bericht eines Siebzigj\u00e4hrigen zwischen den M\u00fchlsteinen der Gnade und des Fluchs.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Leo Weismantel besuchte 1961 den <em>\u201eV. Deutschen Schriftstellerkongress\u201c<\/em>\u00a0 in Ostberlin und begann in Jugenheim eine Novelle aus seinen Lebenserinnerungen, Titel: \u201e<em>Deutschland \u2013 Land ohne Hoffnung<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Aus Anlass seines 75. Geburtstages im Jahr 1963 erhielt Leo Weismantel die Ehrendoktorw\u00fcrde der Ost-Berliner Humboldt Universit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Tod und Nachruf<\/strong><\/p>\n<p>Am 30.08.1964 wollte es das Schicksal, dass er zum letzten Mal in Obersinn, seinem Heimatort, \u00f6ffentlich auftrat. Er sprach an diesem Tag als Ehrengast im Rahmen der Einweihungsfeier des Denkmals der drei Jungfrauen an der Obersinner Reithbr\u00fccke und erz\u00e4hlte zum letzten Mal die Sage vom \u201eSchlo\u00df in der S\u00fcnfte.\u201c (siehe auch: <a href=\"https:\/\/heimathub.de\/das-schloss-in-der-suenfte\/\">Das Schlo\u00df in der S\u00fcnfte)<\/a> Nur 17 Tage sp\u00e4ter, am 16.09.1964 verstarb er in Rodalben in der Pfalz an einem Herzinfarkt. Sein Familiengrab befindet sich auf dem Jugenheimer Friedhof.<\/p>\n<p>Monsignore Max R\u00f6sler, der neben seinem Priesterberuf auch Chefredakteur des &#8222;Fr\u00e4nkischen Volksblattes&#8220; war, schrieb 1966 in seinem Nachruf: <em>\u201e[&#8230;] Er aber, der an der Treue zur Heimat so wenig einen Zweifel aufkommen lie\u00df wie an seiner Treue zur katholischen Kirche \u2013 obwohl er beide hart, ja zuweilen sogar ungerecht attackierte \u2013 hat beider Dank in einem Ma\u00dfe verdient, das Verst\u00e4ndnis und wo n\u00f6tig \u2013 Vers\u00f6hnung erfordert. Wenn er zuweilen auch ma\u00dflos war in seinen Vorw\u00fcrfen, konnten unbefangene Leser doch kaum \u00fcberh\u00f6ren, <strong>dass hier eine Liebe sprach, die sich wohl verkannt, verletzt, manchmal verfolgt glaubte, die dennoch aber Liebe blieb.<\/strong>\u201c<\/em><\/p>\n<p>\u201e<strong>DEUS CARITAS EST<\/strong>\u201c (\u00dcbersetzt = Gott ist die Liebe),<\/p>\n<p>so lautet denn auch die Inschrift auf der im Jahr 1950 gegossenen Glocke, welche die Familie Leo Weismantel ihrer Heimatgemeinde Obersinn stiftete. Es ist die mittlere der jetzigen drei Glocken im Glockenturm der Obersinner Pfarrkirche St Jakobus und sorgt daf\u00fcr, dass man in Obersinn wei\u00df, \u201ewas die Stunde geschlagen hat\u201c. Sie ruft mit zum Gottesdienst, und l\u00e4utet auch beim Tod eines Gemeindemitgliedes mit.<\/p>\n<p>Das Kreuz am Hartberg, das in Erwartung seiner Geburt errichtet wurde, blickt heute von dort auf eine ver\u00e4nderte Welt. Das Kreuz blickt auch auf Obersinn, das nicht mehr das armselige \u201eAlte Dorf Sparbrot\u201c aus dem 19. Jahrhundert geblieben ist, wie es Leo Weismantel es einst beschrieb. Obersinn ist heute eine schmucke Marktgemeinde. In der Dorfmitte passt aber etwas nicht so recht ins Bild: Es ist das Vaterhaus von Leo Weismantel, sein Geburtshaus. Derzeit in privater Hand, steht es seit einigen Jahren leer und ist in einem desolaten Zustand. Vielleicht l\u00e4sst sich f\u00fcr dieses \u201eunw\u00fcrdige Denkmal\u201c eine entsprechende L\u00f6sung finden, f\u00fcr den Markt Obersinn allein allerdings eine unm\u00f6glich zu stemmende Aufgabe.<\/p>\n<p><strong>Das Gesamtwerk<\/strong><\/p>\n<p>Leo Weismantel wurde 76 Jahre alt.\u00a0Ein Jahr vor seinem Tod z\u00e4hlte man rund 130 (!) ver\u00f6ffentlichte Titel und 22 Manuskripte. In einem gro\u00dfen gotischen Schrank in seinem Arbeitszimmer &#8211; zuletzt in Jugenheim &#8211; befand sich in f\u00fcnf gro\u00dfen F\u00e4chern das Lebenswerk von Leo Weismantel, die er als die f\u00fcnf Felder seines Lebens bezeichnete:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Rh\u00f6nromane und Erz\u00e4hlungen,<\/li>\n<li>die religi\u00f6sen B\u00fccher,<\/li>\n<li>die K\u00fcnstlerromane,<\/li>\n<li>die B\u00fchnendichtungen und schlie\u00dflich<\/li>\n<li>sein p\u00e4dagogisches und politisches Schrifttum.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dazu ein Bekenntnis, dass ihn <em>\u201ein Wahrheit nur eines ein ganzes Leben lang besch\u00e4ftigt habe: Das Gesicht der heranrollenden Katastrophe der Menschheit in allen Phasen und das verzweifelte Bem\u00fchen, sich in die Schar der K\u00e4mpfer einzureihen, die der t\u00f6dlichen Avantgarde des Todes sich entgegenstellt\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Sein literarischer Nachlass befindet sich heute im Literaturarchiv der Akademie der K\u00fcnste in Berlin.<\/p>\n<p>Leo Weismantel war Zeit seines Lebens \u00fcberaus aktiv und vielseitig, vorausschauend und gegen die Zeittendenzen misstrauisch. Er hatte die Charaktereigenschaft einer gewissen \u201eObersinner Dick-K\u00f6pfigkeit\u201c, war unerschrocken und streitbar. Das machte ihn naturgem\u00e4\u00df f\u00fcr manche seiner Zeitgenossen unbequem.<\/p>\n<p>Im Jahr 1982, 18 Jahre nach seinem Tod, wurde die Leo-Weismantel-Gesellschaft gegr\u00fcndet, deren Anliegen es war, sein Lebenswerk zu pflegen und sein Gedankengut den geistigen Auseinandersetzungen der Gegenwart dienstbar zu machen. Die Gesellschaft hatte leider nur 11 Jahre Bestand und l\u00f6ste sich 1993 nach dem pl\u00f6tzlichen Tod ihrer Initiatorin und langj\u00e4hrigen Vorsitzenden Prof. Dr. Gertrud Weismantel (Anmerkung: der Tochter von Leo Weismantel) aufgrund einer komplizierten Rechtslage des Weismantel\u2018schen Nachlasses auf. Aber nach wie vor bleiben Schulen und Stra\u00dfen nach Leo Weismantel benannt, so taucht zumindest immer wieder einmal sein Name auf.<\/p>\n<p>Es ist mit ein Verdienst seiner Heimatgemeinde Markt Obersinn, wo man sich heute redlich bem\u00fcht, sein literarisches Werk nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Autor: <\/strong>Gundolf Weismantel, Obersinn im Juli 2010<\/p>\n<p><strong>Fotos:<\/strong> Leo-Weismantel-Gesellschaft<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>N A C H W O R T von Gundolf Weismantel<\/strong><\/p>\n<p>Der Verfasser des vorangestellten Beitrages \u00fcber Leo Weismantel war Gr\u00fcndungsmitglied der Leo Weismantel \u2013 Gesellschaft e.V. von 1982, deren Anliegen es war, das Lebenswerk von Leo Weismantel sozusagen aus der Versenkung zu holen. Dies ist ihr auch gelungen, bis sie sich leider aufgrund widriger Umst\u00e4nde nach 11 Jahren aufl\u00f6sen musste.<\/p>\n<p>Da der Verfasser dem Grundgedanken der Gesellschaft verbunden geblieben ist, und dazu die pers\u00f6nliche Meinung vertritt, dass man Leo Weismantel &#8211; zumindest teilweise &#8211; verkannt hat, soll der etwas umfangreichere Beitrag mit etwas Hintergrund zur Enttabuisierung der Gestalt und des Werkes von Leo Weismantel beitragen.<\/p>\n<p>Die Ehrungen, die Leo Weismantel zuteil wurden, sprechen sowieso eine eigene Sprache: Beispielsweise 1921 Ehrenvolle Erw\u00e4hnung der Kleist-Preis-Stiftung, 1922 Fastenrath-Preis der Stadt K\u00f6ln, 1948 Ehrenb\u00fcrger von Obersinn, 1958 Willi Pirckheimer Medaille, 1963 Carl von Ossietzky Medaille, 1963 Max Dauthendey Plakette,1963 Ehrendoktorw\u00fcrde Humboldt Universit\u00e4t. Berlin.<\/p>\n<p>Durch sein weitgespanntes literarisches Werk hat er sich auch als ein wesentlicher Vertreter der christlich gepr\u00e4gten Literatur ausgewiesen. \u00dcbersetzungen erfolgten in England, den Niederlanden, der Tschechoslowakei, den USA und in Japan.<\/p>\n<p>Eine handschriftliche Widmung von Leo Weismantel in seinem Buch \u201eDill Riemenschneider\u201c aus dem Jahr 1937, in der NS-Zeit also, lautet : &#8222;Dienst an der Kunst ist Dienst am Ewigen&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literaturhinweise<\/strong>:<\/p>\n<table width=\"597\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"190\"><strong>B\u00dcHL Wolfgang<\/strong><\/td>\n<td width=\"405\">LEO WEISMANTEL 1888-1964 von Werner Weismantel; Fr\u00e4nkische Klassiker, Verlag N\u00fcrnberger Presse 1971.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"190\"><strong>GERTH Franz<\/strong><\/td>\n<td width=\"405\">Im Zeugenstand der Zeit. Leo Weismantel; Union Verlag Berlin 1968.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"190\"><strong>IROS Ernst<\/strong><\/td>\n<td width=\"405\">Leo Weismantel der Dichter und Kulturpolitiker; Psychokosmos Verlag M\u00fcnchen 1929.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"190\"><strong>KL\u00d6NNE Arno<\/strong><\/td>\n<td width=\"405\">Leo Weismantel \u2013 Ein fr\u00e4nkischer Poet und P\u00e4dagoge. Sonderdruck aus dem Mainfr\u00e4nkischen Jahrbuch f\u00fcr Geschichte und Kunst, Band 37\/1985.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"190\"><strong>LEO WEISMANTEL<\/strong><\/td>\n<td width=\"405\">Leben und Werk, ein Buch des Dankes; Verlag Albert Nauck &amp; Co Berlin 1948<\/p>\n<p>LEO WEISMANTEL GESELLSCHAFT e.V. Hrsg.: Aber die Schleichenden, die mag Gott nicht.<\/p>\n<p>Festschrift zum 100. Geburtstag von Leo Weismantel; Verlag Peter Lang Frankfurt 1988.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"190\"><strong>RECH Peter<\/strong><\/td>\n<td width=\"405\">Leo Weismantel Kunstp\u00e4dagoge; Sonderdruck aus \u201eAber die Schleichenden \u2026.. \u201e Verlag Peter Lang Frankfurt 1988.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"190\"><strong>WEISMANTEL Leo<\/strong><\/td>\n<td width=\"405\">Das Haus Herkommer; Sebaldusverlag N\u00fcrnberg 1932.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"190\"><strong>Derselbe<\/strong><\/td>\n<td width=\"405\">Mein Leben; Junker und D\u00fcnnhaupt Verlag Berlin 1936.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"190\"><strong>Derselbe<\/strong><\/td>\n<td width=\"405\">Tagebuch einer skandal\u00f6sen Reise; Weltkreis Verlags-GmbH\u00a0Jugenheim an der Bergstra\u00dfe 1959.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"190\"><strong>Derselbe<\/strong><\/td>\n<td width=\"405\">Das werdende Zeitalter, Lebenserinnerungen 1888-1914;<br \/>\nWeltkreisverlag Frankfurt (Main) 1963.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"190\"><strong>Diverse Zeitungsartikel und Zeitungsbeilagen u.a. aus folgenden Zeitschriften:<\/strong><\/td>\n<td width=\"405\">\n<ul>\n<li>Main Post W\u00fcrzburg<\/li>\n<li>Main Echo Aschaffenburg<\/li>\n<li>Fuldaer\/H\u00fcnfelder Zeitung<\/li>\n<li>Bayerische Staatszeitung (Heimatbeilage Unser Bayern)<\/li>\n<li>Rh\u00f6nwacht 3\/2004<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"190\"><\/td>\n<td width=\"405\">Internetver\u00f6ffentlichungen.<br \/>\nEigene Recherchen des Verfassers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obersinns gr\u00f6\u00dfter Sohn: Der Dichter, Schriftsteller und Volksbildner Prof. Dr. Dr. h.c. 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